Bachelorarbeit, 2007
49 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Der kunstgeschichtliche Kontext
2.1. Die Renaissance
2.2. Der Übergang zum 17. Jahrhundert
3. Die Einleitungen zu den „Viten“ Vasaris und Belloris
3.1. Vasaris „Proemio della terza parte“
3.2. Belloris „Die Idee des Künstlers“
3.3. Vergleich der beiden Schriften
4. Die Lebensbeschreibungen
4.1. Die Lebensbeschreibung Michelangelos von Vasari
4.2. Die Lebensbeschreibung Caravaggios von Bellori
4.3. Vergleich der Lebensbeschreibungen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die kunsttheoretischen Positionen von Giorgio Vasari und Giovanni Pietro Bellori. Zentrales Ziel ist es, deren jeweilige Definition des vollkommenen Künstlers anhand der Analyse ihrer Einleitungen zu den „Viten“ sowie exemplarischer Lebensbeschreibungen (Michelangelo und Caravaggio) herauszuarbeiten und in den kunsthistorischen Kontext einzuordnen.
3.3. Vergleich der beiden Schriften
Beiden Verfassern ist der Gedanke der Naturnachahmung und der Idea gemeinsam. Allerdings ist die Gewichtung bei Vasari und Bellori unterschiedlich. So steht die Idea bei Bellori im Vordergrund. Für Vasari ist die Nachahmung eine Naturnachahmung, welche die menschlichen, seelischen Bewegungen beinhaltet. Für Bellori ist die Nachahmung im größeren Maße eine Nachahmung der menschlichen Handlungen. Dabei lehnt sich Bellori an aristotelische Ansichten an.
Spricht sich Vasari für die Naturnachahmung aus, so geht Bellori einen Schritt weiter und schließt die Nachahmung menschlicher Handlungen direkt mit ein. Neben diesem Nachahmungsgedanken kommt auch der Gedanke der Naturüberwindung auf. Diese Naturüberwindung wird dabei mit der Phantasie und dem Prinzip der Selektion verknüpft. Durch diese wählende und schöpferische Tätigkeit kann der Künstler Dinge hervorbringen, die schöner sind als sie in der Natur vorkommen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Kunsttheorie ein und definiert die methodische Herangehensweise sowie die Auswahl der untersuchten Texte von Vasari und Bellori.
2. Der kunstgeschichtliche Kontext: Hier werden die Epochen der Renaissance und des 17. Jahrhunderts beleuchtet, um die kunsttheoretischen Ansätze beider Autoren historisch zu verorten.
3. Die Einleitungen zu den „Viten“ Vasaris und Belloris: Dieses Kapitel analysiert die zentralen Begriffe disegno und Idea in den jeweiligen Einleitungsschriften der Autoren und vergleicht ihre kunsttheoretischen Kriterien.
4. Die Lebensbeschreibungen: Anhand der Biographien von Michelangelo (Vasari) und Caravaggio (Bellori) wird untersucht, wie die jeweilige Kunsttheorie in der konkreten Lebensbeschreibung Anwendung findet.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den Theorien und Intentionen von Vasari und Bellori gegenüber.
Kunsttheorie, Giorgio Vasari, Giovanni Pietro Bellori, Viten, Renaissance, 17. Jahrhundert, Idea, Disegno, Naturnachahmung, Künstlerbiographie, Michelangelo, Caravaggio, Selektion, Klassizismus, Kunstkritik.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Kunsttheorien von Giorgio Vasari und Giovanni Pietro Bellori, zwei maßgeblichen Autoren von Künstlerbiographien.
Zentrale Themen sind der Stellenwert der Naturbeobachtung, die Bedeutung der Idea sowie die Rolle des Künstlers bei der Schaffung eines vollkommenen Kunstwerks.
Ziel ist es herauszuarbeiten, wie der ideale Künstler nach Ansicht von Vasari und Bellori arbeitet und wie diese Theorien in ihre jeweiligen Epochen eingebettet sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse der Einleitungen („Proemio della terza parte“ von Vasari und „Die Idee des Künstlers“ von Bellori) sowie exemplarischer Künstlerlebensbeschreibungen.
Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen in den Einleitungen der „Viten“ als auch die praktische Anwendung dieser Theorien in den Lebensbeschreibungen von Michelangelo und Caravaggio untersucht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kunsttheorie, Idea, disegno, Naturnachahmung und der historische Vergleich zwischen der Renaissance und dem 17. Jahrhundert.
Für Bellori ist die Idea das geistige Urbild und die Grundlage aller bildenden Künste, die es dem Künstler ermöglicht, die Natur zu übertreffen und vollkommene Schönheit zu schaffen.
Diese Künstler wurden gewählt, da sie die Kunsttheorien von Vasari und Bellori besonders deutlich widerspiegeln – entweder durch eine beispielhafte Umsetzung oder als bewussten Gegenentwurf.
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