Diplomarbeit, 2006
93 Seiten, Note: 1,0
1 DER ARBEITSMARKT
1.1 Entwicklung der Beschäftigung
1.1.1 Beschäftigung nach Personen, Volumen und Zeit
1.1.2 Beschäftigung nach Geschlecht, Ausbildung und Sektor
1.2 Entwicklung der Arbeitslosigkeit
2 LÖHNE UND GEHÄLTER
2.1 Tariflöhne und Ihre Bindung
2.2 Statistisch erfasste Löhne
2.3 Lohnflexibilität
3 DER NIEDRIGLOHNSEKTOR
3.1 Niedrig-, Prekär- und Armutslöhne
3.2 Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnsektor
4 BESTEHENDE MINDESTLÖHNE
4.1 Frankreich
4.2 Großbritannien
4.3 Das Arbeitnehmerentsendegesetz
5 GRUNDLAGEN FÜR EINEN MINDESTLOHN
5.1 Festlegung der Form halber
5.2 Festlegung der Höhe halber
6 MINDESTLÖHNE IM SPIEGEL DER WIRTSCHAFTSTHEORIE
6.1 Der (Neo-) Klassische Arbeitsmarkt
6.2 Das 2-Sektoren Modell
6.3 Keynesianische Bewertung
6.3.1 Auswirkung des Mindestlohnes
6.3.1.1 Negative Sparquote
6.3.1.2 Restriktionen – Gegenläufige Tendenzen
6.3.1.2.1 Zinsen
6.3.1.2.2 Importe
6.3.1.2.3 Kapazitätsauslastung
6.3.2 Zwischenfazit
7 SCHLUSSWORT
8 ANHÄNGE
8.1 Verwendete Literatur
8.2 Tabellen
8.3 Exkurs autonomer Konsum
Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Grundlagen sowie die ökonomischen Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob ein Mindestlohn als Instrument zur Bekämpfung von Armut und zur Förderung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage dienen kann, unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus anderen Ländern.
Die virulente Abwärtsspirale
Der individuelle Wunsch, eine Verbesserung der persönlichen Situation durch einen Nebenjob herbeizuführen, wird offensichtlich durch eine gesamtwirtschaftliche Reduzierung der Arbeitszeit und eine Erhöhung der Teilzeitarbeitsquote konterkariert. Durch die verkürzte Arbeitszeit ist mit Einkommenseinbußen zu rechnen, welche geeignet sind die Nachfrage nach Konsumgütern zu reduzieren um so wiederum die Produktion und die Nachfrage nach Arbeitskräften zu reduzieren. So ist eine, für die Gesamtheit der Beschäftigten, virulente Abwärtsspirale in Gang gesetzt.
Eine schlechte wirtschaftliche Situation bei gleichzeitig disponibler Zeit, führt zur Suche weiterer Nebenjobs.
Die virulente Abwärtsspirale wird nicht nur dadurch befeuert, dass Menschen mit einer Teilzeitbeschäftigung weniger verdienen, weil Sie weniger Stunden arbeiten, sie bekommen auch weniger pro Stunde bezahlt.
1 DER ARBEITSMARKT: Dieses Kapitel analysiert die negative Entwicklung der Beschäftigung, den Anstieg der Teilzeitquote und die Zunahme von Nebenjobs sowie die daraus resultierende Arbeitsmarktmisere.
2 LÖHNE UND GEHÄLTER: Hier werden die Kategorisierung von Löhnen und Gehältern, die Erosion der Tarifbindung sowie die statistische Lohnentwicklung und deren Flexibilität untersucht.
3 DER NIEDRIGLOHNSEKTOR: Das Kapitel befasst sich mit der Definition von Niedrig-, Prekär- und Armutslöhnen sowie der geringen Mobilität von Beschäftigten aus diesem Sektor.
4 BESTEHENDE MINDESTLÖHNE: Hier werden beispielhaft die Mindestlohnmodelle in Frankreich und Großbritannien sowie das deutsche Arbeitnehmerentsendegesetz dargestellt.
5 GRUNDLAGEN FÜR EINEN MINDESTLOHN: Dieses Kapitel erörtert die normativen Grundlagen und mögliche Prozeduren für die Festlegung und Anpassung eines Mindestlohns sowie Kriterien für dessen Höhe.
6 MINDESTLÖHNE IM SPIEGEL DER WIRTSCHAFTSTHEORIE: Es erfolgt eine theoretische Analyse durch den neoklassischen und keynesianischen Ansatz, wobei insbesondere die Auswirkungen auf Konsumnachfrage und gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht beleuchtet werden.
7 SCHLUSSWORT: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit flankierender Maßnahmen für einen ökonomisch und sozial positiven Effekt eines Mindestlohns unterstrichen.
8 ANHÄNGE: Dieses Kapitel enthält das Literaturverzeichnis, diverse Tabellen zu Lohn- und Beschäftigungsdaten sowie einen Exkurs zum autonomen Konsum.
Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Niedriglohnsektor, Tarifautonomie, Lohnflexibilität, Beschäftigung, Teilzeit, Keynesianismus, Kaufkraft, Umverteilung, Existenzminimum, Arbeitnehmerentsendegesetz, Armut, Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftsaufschwung.
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und die ökonomischen Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland vor dem Hintergrund des wachsenden Niedriglohnsektors.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Arbeitsmarktes, die Lohnspreizung, der Niedriglohnsektor, internationale Mindestlohnbeispiele sowie wirtschaftstheoretische Betrachtungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob ein gesetzlicher Mindestlohn die ökonomische Lage verbessern kann und welche strukturellen Voraussetzungen sowie flankierenden Maßnahmen dafür notwendig sind.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus statistischer Datenanalyse, empirischen Befunden aus der Fachliteratur sowie wirtschaftstheoretischen Modellen (insbesondere neoklassische und keynesianische Ansätze).
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Arbeitsmarktes, eine Analyse von Mindestlohnmodellen im Ausland, die Erörterung theoretischer Grundlagen für einen Mindestlohn und eine keynesianische Bewertung seiner Auswirkungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mindestlohn, Niedriglohnsektor, Beschäftigungspolitik, Tarifautonomie und ökonomische Umverteilung charakterisieren.
Die Tarifautonomie wird oft als Argument gegen einen gesetzlichen Mindestlohn angeführt. Der Autor argumentiert jedoch, dass diese in ihrer jetzigen Form erodiere und ein Mindestlohn ihr sogar wieder zu mehr Schlagkraft verhelfen könnte.
Der Autor zeigt auf, dass soziale Herkunft und Bildungschancen in Deutschland stark korrelieren, was die Flucht aus dem Niedriglohnsektor für Kinder aus Arbeiterfamilien im Vergleich zu privilegierten Haushalten massiv erschwert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Mindestlohn ein wichtiges Signal für soziale Gerechtigkeit ist, aber nur in Verbindung mit flankierenden Maßnahmen (z. B. steuerliche Entlastungen, Nachqualifizierung) sein volles ökonomisches Potenzial entfalten kann.
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