Diplomarbeit, 2004
131 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
Teil A: Die GmbH & Co. KG
I. Gesellschaftsrechtliche Bestimmungen
I.1 Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG
I.2 Kontrollorgane
I.3 Gesellschafterwechsel
II. Die steuerliche Behandlung der GmbH & Co. KG
II.1 Einkommen- und Körperschaftsteuer
II.1.1 Gewinnermittlung
II.1.2 Sonderbilanzen der Gesellschafter
II.1.3 Verlustausgleich
II.1.4 Gewinnverteilung
II.2 Gewerbesteuer
II.3 Praktische Besteuerung und Gestaltungsmöglichkeiten
III. Beurteilung und Vergleich zur OHG und GmbH
III.1 Variation des Gewinns
III.1.1 Vergleichsbasis GmbH & Co. KG
III.1.2 Vergleich zur reinen GmbH
III.1.3 Vergleich zur OHG
III.2 Variation der Geschäftsführergehälter
III.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
Teil B: Die GmbH & Still
I. Stille Gesellschaft im Gesellscahftsrecht
I.1 Erscheinungsformen der stillen Gesellschaft
I.2 Abgrenzung zu anderen Formen
I.3 Kontrollrechte des stillen Gesellschafters
II. Die Besteuerung der GmbH & Still
II.1 Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer
II.1.1 Typische GmbH & Still
II.1.1.1 Ebene der GmbH
II.1.1.2 Ebene der Gesellschafter
II.1.1.3 Behandlung von Verlusten bei der typischen GmbH & Still
II.1.2 Atypische GmbH & Still
II.1.2.1 Gewinnermittlung
II.1.2.2 Betriebsvermögen und Sonderbetriebsvermögen
II.1.2.3 Sondervergütungen
II.1.2.4 Behandlung von Verlusten bei der atypischen GmbH & Still
II.2 Gewerbesteuer
III. Besteuerung der typischen und atypischen GmbH & Still im Vergleich
IV. Beurteilung der Ergebnisse
Teil C: Die KGaA
I. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
I.1 Die Organe einer KGaA
I.2 Die Haftung
I.3 Die GmbH/GmbH & Co. KG als Komplementär
II. Die Besteuerung der KGaA
II.1 Die Besteuerung der KGaA als Kapitalgesellschaft
II.2 Die Ertragsbesteuerung der Komplementäre
II.2.1 Natürliche Personen
II.2.2 GmbH
II.2.3 GmbH & Co KG
II.3 Die Besteuerung der Kommanditaktionäre
III. Vergleich der Konstellationen der KGaA
IV. Auswertung der Ergebnisse
Teil D: Die Betriebsaufspaltung
I. Wirtschaftliche Bedeutung und Arten der Betriebsaufspaltung
II. Wirtschaftliche Motive für die Betriebsaufspaltung
III. Steuerliche Behandlung der Betriebsaufspaltung
III.1 Voraussetzungen
III.1.1 Personelle Verflechtung
III.1.2 Sachliche Verflechtung
III.2 Besteuerung der typischen Betriebsaufspaltung
III.2.1 Besteuerung der Besitzgesellschaft
III.2.2 Besteuerung der Betriebsgesellschaft
III.3 Besteuerung der umgekehrten Betriebsaufspaltung
IV. Klassische oder umgekehrte Betriebsaufspaltung?
V. Zusammenfassung der Ergebnisse
Abschließende Betrachtung
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung verschiedener Unternehmensverbindungen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere die GmbH & Co. KG, die GmbH & Still, die KGaA sowie die Betriebsaufspaltung, um deren steuerliche Vorteilhaftigkeit zu analysieren und gesellschaftsrechtliche Besonderheiten zu beleuchten.
I.1 Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG
Komplementär-GmbH
In einer KG ist der Komplementär aufgrund gesetzlicher Regelungen immer zur Geschäftsführung verpflichtet, damit ist er auch Vertreter in allen gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen. Im Falle einer typischen GmbH & Co. KG ist dies die GmbH. Der Geschäftsführer der GmbH handelt deshalb durch die GmbH hindurch auch für die GmbH & Co. KG. Während im Außenverhältnis keine Einschränkung möglich ist, kann durch eine Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag im Innenverhältnis der Gesellschaft, eine Verpflichtung zur Genehmigung der Maßnahmen der Geschäftsführung durch die Kommanditisten vereinbart werden. Es ist also durchaus möglich, durch den Gesellschaftsvertrag die Machtverhältnisse zu verteilen.
Das Gesellschaftsvermögen der GmbH & Co. KG steht den Gesellschaftern in „ihrer gesamthänderischen Verbundenheit, also nur gemeinschaftlich zu“. Die Gewinn- und Verlustanteile werden grundsätzlich gem. § 168 HGB berechnet, d.h. 4 % des Kapitalanteils und nach angemessenem Verhältnis. In der Praxis ist hingegen eine Berechnung nach der Kapitalanteilsquote üblich. Dies kann aber im Gesellschaftsvertrag im Innenverhältnis auch anders geregelt werden. Die GmbH kann ohne Sach- oder Geldeinlage beteiligt sein, aber trotzdem als Komplementär fungieren und geschäftsführend tätig werden.
Wie jeder persönlich haftende Gesellschafter einer KG unterliegt auch die GmbH einem Wettbewerbsverbot gem. § 112 i.V.m. §161 Abs. 2 HGB. Die GmbH darf demnach ohne Einwilligung der Kommanditisten keine Geschäfte im gleichen Handelszweig wie die GmbH & Co. KG tätigen.
Teil A: Die GmbH & Co. KG: Erläutert die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen und die zweistufige Gewinnermittlung sowie die Besteuerung auf Ebene der Komplementär-GmbH und der Kommanditisten.
Teil B: Die GmbH & Still: Unterscheidet zwischen typischen und atypischen stillen Gesellschaften und behandelt deren steuerliche Einordnung, insbesondere im Hinblick auf Betriebsausgaben und Sondervergütungen.
Teil C: Die KGaA: Analysiert die Struktur der KGaA als Mischform und die Besteuerung auf drei Ebenen: als Kapitalgesellschaft, als persönlich haftende Gesellschafter und als Kommanditaktionäre.
Teil D: Die Betriebsaufspaltung: Beschreibt dieses steuerliche Konstrukt, analysiert die Voraussetzungen der personellen und sachlichen Verflechtung sowie die steuerlichen Konsequenzen für Besitz- und Betriebsunternehmen.
GmbH & Co. KG, Stille Gesellschaft, KGaA, Betriebsaufspaltung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer, Mitunternehmerschaft, Sonderbetriebsvermögen, Haftungsbeschränkung, Geschäftsführergehälter, Gewinnermittlung, Gesellschafter, Steuerbelastung, Personengesellschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung verschiedener Unternehmensverbindungen, die Elemente von Personen- und Kapitalgesellschaften kombinieren, um steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und Vor- oder Nachteile aufzuzeigen.
Die Arbeit behandelt die GmbH & Co. KG, die GmbH & Still, die KGaA und die Betriebsaufspaltung als rechtliche Konstrukte mit Fokus auf deren laufende Besteuerung und ökonomische Analyse.
Das Ziel ist es, Einblicke in die aktuelle steuerliche Handhabung dieser Rechtsformkombinationen zu geben und Hinweise zur steuerlichen Vorteilhaftigkeit verschiedener Varianten zu liefern.
Die Arbeit nutzt eine rechtsformvergleichende Analyse sowie beispielhafte Berechnungen (Grundfälle und Varianten), um steuerliche Belastungen unter verschiedenen Bedingungen (z.B. Gewinnvariationen) gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in Teile zu den jeweiligen Rechtsformen, wobei jeweils gesellschaftsrechtliche Grundlagen, Einkommen-/Körperschaftsteuer-Aspekte, Gewerbesteuer-Problematiken und ein Vergleich zu reinen Rechtsformen oder anderen Konstellationen erarbeitet werden.
Entscheidende Faktoren sind die Abzugsfähigkeit von Geschäftsführervergütungen, die Möglichkeiten der Gewerbesteueranrechnung, die Zurechnung zum Sonderbetriebsvermögen und das Verhältnis zwischen Komplementär- und Kapitalbeteiligung.
Bei der typischen Variante wird der stille Gesellschafter als Gläubiger betrachtet, während bei der atypischen Variante eine Mitunternehmerstellung vorliegt, was die Gewinnermittlung und Besteuerung grundlegend verändert.
Da die KGaA als Kapitalgesellschaft gilt, ist sie körperschaftsteuerpflichtig, wobei die Vergütungen an Komplementäre (Mitunternehmer) eine gesonderte steuerliche Behandlung erfordern, um Doppelbelastungen zu vermeiden.
Sie erfordert eine genaue Prüfung der personellen und sachlichen Verflechtung, da sie keine eigenständige Rechtsform ist, sondern eine durch die Rechtsprechung entwickelte Konstruktion, bei der zwei rechtlich selbständige Unternehmen steuerlich als Einheit behandelt werden.
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