Examensarbeit, 2007
39 Seiten, Note: 1,3
1 Begründung der Themenwahl und Zielstellung der Arbeit
2 Theoretischer Exkurs
2.1 Das aktiv-entdeckende Lernen im Mathematikunterricht
2.2. Sachaufgaben im aktiv-entdeckenden Mathematikunterricht
2.3. Offene Sachaufgaben
2.4. Vorteil von offenen Sachaufgaben für den Lehrer und Schüler
2.5. Der Einsatz von Skizzenblättern
2.6. Orientierung an individuellen Lern- und Lösungswegen
3. Planung der Unterrichtseinheit
3.1. Allgemeine Bedingungen und Voraussetzungen
3.2. Verhältnis der Klasse 3a zum Mathematikunterricht
3.3. Lernvoraussetzungen
3.3.1. Individuelle Lernvoraussetzungen
3.3.2. Methodisch-strategische Fähigkeiten
3.3.3. Stofflich-inhaltliche Fähigkeiten
3.3.4. Sozial-kommunikative Fähigkeiten
3.3.5. Selbstkompetenz
3.4. Überblick über die Gestaltung der Unterrichtseinheit
3.4.1. Stellung der Unterrichtseinheit
3.4.2. Ziele der Unterrichtseinheit
4. Ausgewählte Stunden der Unterrichtseinheit
4.1. Einführung offener Sachaufgaben
4.2. Verlauf der Unterrichtsstunde „Einführung offene Sachaufgaben“
4.3. Reflexion der Unterrichtsstunde „Einführung offene Sachaufgaben“
4.4. Verlauf der Unterrichtsstunde „Eisbäraufgabe“
4.5. Reflexion der Unterrichtsstunde „Eisbäraufgabe“
5. Reflexion der Unterrichtseinheit und Schlusswort
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch den Einsatz offener Sachaufgaben im Mathematikunterricht einer 3. Klasse die Schüler zum Finden problemorientierter und kreativer Lösungswege zu befähigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern solche Aufgabenformate als Instrument zur Differenzierung dienen und das mathematische Denken sowie die Eigenaktivität der Kinder fördern können.
Offene Sachaufgaben
Offene Sachaufgaben sind Aufgaben, bei denen der Lösungsweg nicht vorgezeichnet und eine eindeutige Lösung nicht unbedingt erforderlich ist. Auch Irrwege dürfen zunächst beschritten werden. Die Aufgabenstellung ist so konzipiert, dass sie zu grundlegenden Überlegungen anregen und Diskussionen entfachen soll. Ihre Lösung soll inhaltliche, qualitative Argumentation erfordern und damit die Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff vertiefen.
Offene Sachaufgaben bieten bedeutende Lernchancen, denn Kinder dürfen flexibel denken und ihr Vorwissen kann auf der eigenen Basis stabilisiert werden. Anhand von zahlreichen offenen Übungsformaten überschreiten Kinder die sonst im Unterricht gebotenen Möglichkeiten. Sie begegnen produktiven Fragen und Problemen und gehen selbstständig aus dem gesicherten Stoffgebiet heraus. Diese zusätzliche Funktion bringt Kinder im mathematischen Denken voran, weil sie sich eigenständig soweit ins Stoffgebiet voranwagen, wie sie ihre Neugier und Fähigkeit treibt.
Der Charakter von offenen Sachaufgaben lässt außerdem zu, dass Kinder im Mathematikunterricht zu Forschern und Entdeckern werden, denn sie konstruieren ihren individuellen Lösungsplan selbst. Sie arbeiten eigenverantwortlich und erfinden ihre Lösung anhand von Vorwissen, mathematischen Grundlagen und Kreativität. Jede Lösung verlangt eine Eigenproduktion ihres Denkens und setzt eine kognitive Denkleistung voraus. Sie genießen eine mathematische Freiheit, die ihnen zahlreiche Übungsformate nicht bieten können.
Begründung der Themenwahl und Zielstellung der Arbeit: Die Arbeit motiviert die Themenwahl mit dem pädagogischen Ansatz des aktiven Tuns nach Konfuzius und stellt die Relevanz offener Sachaufgaben gegenüber traditionellen Methoden heraus.
Theoretischer Exkurs: Dieser Abschnitt definiert das aktiv-entdeckende Lernen und erläutert die didaktischen Vorteile offener Aufgaben sowie den Einsatz von Skizzen für den Lernprozess.
Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die Rahmenbedingungen der Klasse 3a, deren Lernvoraussetzungen, die inhaltliche Gestaltung der Einheiten und die pädagogischen Ziele dargelegt.
Ausgewählte Stunden der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel dokumentiert den Verlauf und die Reflexion von Unterrichtsstunden, in denen spezifische offene Aufgaben, wie die Kapitänsaufgabe, eingeführt und bearbeitet wurden.
Reflexion der Unterrichtseinheit und Schlusswort: Das Fazit fasst die Beobachtungen zur Problemlösefähigkeit der Kinder zusammen und betont die Notwendigkeit, Mathematik als aktiven, kreativen Prozess erfahrbar zu machen.
Offene Sachaufgaben, Mathematikunterricht, aktiv-entdeckendes Lernen, Kapitänsaufgabe, Eisbäraufgabe, Problemlösen, Grundschule, Differenzierung, Lernvoraussetzungen, kreative Lösungswege, mathematisches Denken, Selbstkompetenz, Handlungsfähigkeit, Sachrechnen, Schüleraktivität.
Die Arbeit untersucht, wie offene Sachaufgaben im Mathematikunterricht einer 3. Klasse genutzt werden können, um Schüler zu eigenständigen und kreativen Lösungswegen anzuregen.
Im Zentrum stehen das aktiv-entdeckende Lernen, die didaktische Konzeption offener Aufgaben sowie die Analyse der individuellen Lösungsstrategien der Kinder bei herausfordernden Aufgabenstellungen.
Das Ziel ist es, durch die Bearbeitung offener Aufgaben problemorientierte Lösungsansätze bei Schülern zu fördern und diese zur kritischen Auseinandersetzung mit mathematischen Situationen zu befähigen.
Die Autorin/der Autor wendet eine handlungsorientierte Unterrichtsplanung an und wertet die Ergebnisse der Kinder qualitativ aus, um die Wirksamkeit der gewählten Methode zu reflektieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Exkurs zum entdeckenden Lernen, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit für die Klasse 3a sowie die Reflexion der durchgeführten Stunden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Offene Sachaufgaben, Problemlösen, Eigenständigkeit, entdeckendes Lernen und Differenzierung.
Eine Kapitänsaufgabe ist eine unrealistische Aufgabe, bei der die gegebenen Daten keine Lösung ermöglichen, was die Kinder dazu zwingen soll, die Aufgabenstellung kritisch zu hinterfragen anstatt lediglich nach einem Berechnungsschema zu suchen.
Die Reaktionen waren vielfältig: Während einige Kinder keine Probleme hatten, zeigten andere Unsicherheiten, da sie an das Fehlen expliziter Angaben (z.B. Gewicht eines Kindes) in traditionellen Aufgaben nicht gewöhnt waren.
Die Autorin argumentiert, dass Kinder, die ihr Wissen selten mit der Lebenswirklichkeit verknüpfen, ein unsicheres Problembewusstsein entwickeln und bei fehlenden expliziten Angaben in Aufgaben oft scheitern.
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