Diplomarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN UND SYSTEMATIK VON MARKTEINTRITTSBARRIEREN
2.1 Was sind Markteintrittsbarrieren ?
2.1.1 Markteintrittsbarrieren im zwischenbetrieblichen, nationalen Kontext
2.1.2 Markteintrittsbarrieren im internationalen Kontext
2.2 Abgrenzung unterschiedlicher Formen von Markteintrittsbarrieren
2.2.1 Institutionelle Markteintrittsbarrieren
2.2.1.1 Gründe für den Aufbau institutioneller Markteintrittsbarrieren
2.2.1.2 Exkurs: Die institutionellen Markteintrittsbarrieren und die WTO
2.2.2 Verhaltensbedingte, strukturelle und ökonomische Markteintrittsbarrieren
2.3 Die Bewertung der Markteintrittsbarrieren Brasiliens
2.3.1 Erarbeitung eines Fragebogens zur Bewertung der Barrieren
2.3.2 Die Auswertung des Fragebogens
2.3.3 Die Darstellung der Ergebnisse
3 BRASILIEN
3.1 Ein kurzer Einblick in die brasilianische Wirtschaft
3.2 Mercosur
3.3 Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien
4 DIE MARKTEINTRITTSBARRIEREN BRASILIENS FÜR DEUTSCHE UNTERNEHMEN
4.1 Institutionelle Markteintrittsbarrieren
4.1.1 Tarifäre Barrieren (Zölle)
4.1.1.1 Zölle bei Einfuhr aus Mercosur-Mitgliedstaaten
4.1.1.2 Zölle bei Wareneinfuhren aus Deutschland
4.1.2 Nicht-tarifäre Barrieren
4.1.2.1 Importlizenzen, Importquoten und Importverbote
4.1.2.2 Anmeldungsformalitäten für Importe und Importbedingungen
4.1.2.3 Steuern, Einfuhrabgaben und Gebühren
4.1.2.4 Gesetzlich vorgeschriebene Mindest- oder Höchstpreise
4.1.2.5 Staatliche „Buy Local“-Kampagnen
4.1.2.6 Devisen- und Kapitalverkehrsbeschränkungen
4.1.2.7 Local-Content-Vorschriften
4.1.2.8 Umweltpolitische Barrieren
4.1.2.9 Normen und Standards
4.1.2.10 Produktionszulassungsverfahren, Niederlassungsverbote und Investitionsbarrieren
4.1.2.11 Bevorzugung nationaler Anbieter bei öffentlicher Auftragsvergabe
4.1.2.12 Benachteiligung ausländischer Unternehmen durch Die Subventionierung brasilianischer Betriebe
4.1.2.13 Bearbeitungsdauer von Anträgen zum Patent- und Markenrecht
4.1.2.14 Bürokratie
4.2 Verhaltensbedingte, strukturelle und ökonomische Markteintrittsbarrieren
4.2.1 Marktseitige Barrieren
4.2.1.1 Wechselkursschwankungen
4.2.1.2 Höhe der Kapitalmarktzinsen
4.2.1.3 Barrieren durch kulturelle Unterschiede
4.2.1.4 Sprachliche Barrieren
4.2.1.5 Abweichendes Nachfrageverhalten und abweichende Bedürfnisstrukturen
4.2.1.6 Mangelnde Qualifikation der ansässigen Arbeitnehmer
4.2.1.7 Höhe der Transportkosten nach Brasilien
4.2.1.8 Transportdauer nach Brasilien
4.2.1.9 Mangelnde Zuverlässigkeit brasilianischer Vertriebspartner
4.2.1.10 Besondere Verpackungsanforderungen für Transport und Vertrieb
4.2.1.11 Rechtsunsicherheit und abweichendes Rechtsverständnis
4.2.1.12 Bestechung und Korruption
4.2.1.13 Politische Stabilität
4.2.2 Unternehmensseitige Barrieren
4.2.2.1 Mangelnde Information über den brasilianischen Markt und dessen Anforderungen
4.2.2.2 Mangelnde Vorbereitung des Managements
4.2.2.3 Mangelnde Bereitschaft deutscher Mitarbeiter für eine Auslandstätigkeit in Brasilien
4.2.2.4 Fehlende Spezialisten in deutschen Unternehmen für Planung und Durchführung des Auslandsengagement in Brasilien
4.2.2.5 Zu geringe Bereitstellung finanzieller Mittel für das Auslandsengagement in Brasilien
4.2.3 Anmerkung zu den untersuchten Barrieren
5 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER UMFRAGEERGEBNISSE
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation, Analyse und Bewertung bestehender Markteintrittsbarrieren für deutsche Unternehmen in Brasilien, um internationalisierungswilligen Unternehmen eine fundierte Orientierungshilfe zu bieten.
4.1.2.14 Bürokratie
Die ausufernde Bürokratie stellt sowohl für Unternehmen, die in Brasilien ansässig sind, als auch für Unternehmen, die eine Betriebsstätte in Brasilien errichten oder nach Brasilien exportieren möchten, ein erhebliches Problem dar. Selbst deutsche Unternehmen, die den Umgang mit einem gewissen Grad an Bürokratie gewohnt sind, stoßen in Brasilien nicht selten an ihre Grenzen. Angefangen bei der bereits erwähnten Übergenauigkeit brasilianischer Zollbehörden bei der Kontrolle von Zolldokumenten über erhebliche bürokratische Hindernisse beim Erwerb von Grundstücken, die häufigen Streiks brasilianischer Beamten bis hin zu zahlreichen Verfahrensschritten, die zur Gründung eines Unternehmens erforderlich sind, die Liste bürokratischer Hürden in Brasilien ist lang.
Die damit verbundenen zeitlichen Verzögerungen der Abläufe stellen dabei für eintrittswillige deutsche Unternehmen häufig die größte Barriere dar. So dauert eine Unternehmensgründung in Brasilien durchschnittlich 152 Tage, in Argentinien dagegen sind es nur 32 Tage und im OECD-Durchschnitt weniger als 20 Tage. Die Schließung eines Unternehmens in Brasilien beansprucht im Schnitt sogar 10 Jahre (Argentinien 2,8 und OECD-Durchschnitt 1,5 Jahre) und Export und Import-Transaktionen dauern etwa dreimal so lange wie in OECD-Ländern. Mit diesen Werten liegt Brasilien zum Teil deutlich hinter Ländern wie Indien und China zurück. Die damit verbundenen Kosten können erheblich sein und deutschen Unternehmen Aktivitäten in Brasilien wesentlich erschweren.
1 EINLEITUNG: Hinführung zum Thema, Darstellung des Ziels der Arbeit und der methodischen Vorgehensweise.
2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN UND SYSTEMATIK VON MARKTEINTRITTSBARRIEREN: Klärung des Begriffs der Markteintrittsbarrieren im internationalen Kontext und Erarbeitung eines konzeptionellen Rahmens zur Kategorisierung der Barrieren.
3 BRASILIEN: Überblick über die brasilianische Wirtschaft, den Mercosur sowie die historischen und aktuellen wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland.
4 DIE MARKTEINTRITTSBARRIEREN BRASILIENS FÜR DEUTSCHE UNTERNEHMEN: Systematische Aufzählung und detaillierte Analyse der verschiedenen Barrieren, unterteilt in institutionelle und marktseitige Faktoren, sowie deren Bewertung durch Umfrageergebnisse.
5 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER UMFRAGEERGEBNISSE: Zusammenfassender Überblick über Intensität und Verteilung der untersuchten Barrieren basierend auf der durchgeführten Umfrage.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Beurteilung der erreichten Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Marktchancen für deutsche Unternehmen in Brasilien.
Markteintrittsbarrieren, Brasilien, Außenhandel, Deutschland, Institutionelle Barrieren, Zoll, Bürokratie, Importlizenzen, Marktliberalisierung, Mercosur, Unternehmensführung, Direktinvestitionen, Export, Wirtschaftliche Beziehungen, Protektionismus.
Die Diplomarbeit analysiert und bewertet die verschiedenen Hindernisse, die deutschen Unternehmen beim Markteintritt in Brasilien oder bei der Vertiefung ihres dortigen Engagements begegnen.
Die Arbeit fokussiert sich auf institutionelle Handelshemmnisse (z.B. Zölle, Bürokratie) sowie verhaltensbedingte, strukturelle und ökonomische Markteintrittsbarrieren in Brasilien.
Das Ziel ist es, bestehende Barrieren des brasilianischen Marktes für deutsche Unternehmen systematisch zu identifizieren, zu analysieren und deren Intensität anhand einer Umfrage unter Experten zu bewerten.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung wurde eine empirische Online-Umfrage durchgeführt, an der Experten und Vertreter deutscher Unternehmen teilnahmen.
Im Hauptteil werden konkrete Markteintrittsbarrieren – wie Zölle, nichttarifäre Handelshemmnisse, Bürokratie, kulturelle Aspekte und unternehmensseitige Probleme – detailliert aufgezeigt und anhand der Umfragedaten bewertet.
Markteintrittsbarrieren, Brasilien, Außenhandel, Institutionelle Barrieren, Zoll, Bürokratie, Export, Investitionen.
Die Umfrage ergab, dass die Bürokratie die höchste Barriere für deutsche Unternehmen darstellt, da sie zeitintensive Unternehmensgründungen, langwierige Zollabwicklungen und hohe Kosten verursacht.
Ja, der Mercosur beeinflusst die Handelsbeziehungen durch den gemeinsamen Außenzoll und ist ein wesentlicher Faktor bei der Gestaltung der Freihandelsbedingungen in der Region.
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