Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der Begriff der Handelsmarke
2.1 Merkmale von Handelsmarken
2.2 Erscheinungsformen von Handelsmarken
3 Spieltheoretische Ansätze
3.1 Handelsmarkeneinführung und die Wirkung auf Preise und Nachfragestruktur in einer Produktkategorie
3.1.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.1.2 Analyse des Gleichgewichts ohne Handelsmarkeneinführung
3.1.3 Analyse des Gleichgewichts mit Handelsmarkeneinführung
3.1.4 Die Vorteilhaftigkeit einer Handelsmarkeneinführung
3.2 Die Positionierungsentscheidung bei der Handelsmarkeneinführung
3.2.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.2.2 Handelsmarkenpositionierung bei symmetrischen Herstellermarken
3.2.3 Handelsmarkenpositionierung bei asymmetrischen Herstellermarken
3.3 Die Positonierung von Handelsmarken zur Stärkung der Verhandlungsmacht
3.3.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.3.2 Die Verteilung des Total Channel Profit im Gleichgewicht
3.3.3 Die Entscheidung über die Handelsmarkeneinführung
3.4 Die Performance von Handelsmarken
3.4.1 Der Einfluss der Produktqualität auf die Handelsmarkenperformance
3.4.1.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.4.1.2 Die Performance der Handelsmarke im Gleichgewicht
3.4.2 Produktklassenspezifische Marktanteilsunterschiede
3.4.3 Die Wirkung von Handelsmarken auf die Kundentreue
3.4.3.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.4.3.2 Herleitung des Gleichgewichts
3.4.3.3 Der Einfluss der Handelsmarke auf die Kundentreue
3.4.4 Der Einfluss von Handelsmarken auf die Herstellergewinne
3.4.4.1 Beschreibung der Modellstruktur
3.4.4.2 Das Nash-Gleichgewicht ohne Handelsmarke
3.4.4.3 Das Nash-Gleichgewicht mit Handelsmarke
3.4.4.4 Der Einfluss der Handelsmarke auf den Herstellerwettbewerb
3.5 Zusammenfassende Betrachtung der spieltheoretischen Ergebnisse
4 Empirische Befunde
4.1 Die Wirkung der Handelsmarkeneinführung auf die Marktbeteiligten
4.1.1 Effekte auf der Handelsseite
4.1.2 Effekte auf der Herstellerseite
4.1.3 Effekte auf der Konsumentenseite
4.2 Einflussgrößen der erfolgreichen Handelsmarkeneinführung
4.3 Einflußgrößen der Positionierung von Handelsmarken
4.4 Einflussgrößen der Performance von Handelsmarken
4.4.1 Händler- und handelsmarkenspezifische Einflussgrößen
4.4.2 Hersteller- und herstellermarkenspezifische Einflussgrößen
4.4.3 Konsumentenspezifische Einflussgrößen
4.5 Vergleichende Betrachtung der empirischen Befunde und Generalisierungen
5 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, mittels spieltheoretischer Modelle die Bedingungen zu identifizieren, unter denen die Einführung von Handelsmarken für Händler vorteilhaft ist und wie diese optimal positioniert werden sollten. Dabei werden die Auswirkungen auf Preise, Markenperformance, Hersteller-Händler-Interaktionen sowie die Verhandlungsmacht der Beteiligten untersucht.
3.1 Handelsmarkeneinführung und die Wirkung auf Preise und Nachfragestruktur in einer Produktkategorie
Der folgende spieltheoretische Ansatz erklärt die Wirkung der Handelsmarkeneinführung auf Preise und Nachfragemengen in einer bestehenden Produktkategorie. Weiterhin wird gezeigt, wie sich die Ausprägung bestimmter Eigenschaften einer Produktkategorie auf die Vorteilhaftigkeit der Einführung einer Handelsmarke auswirkt. Dabei werden die Anzahl von Herstellermarken in der Produktkategorie, die Kreuzpreissensitivität zwischen den Herstellermarken, die Kreuzpreissensitivität zwischen Hersteller- und Handelsmarke und das Basisniveau der Nachfrage als Produktkategorieeigenschaften berücksichtigt.
3.1.1 Beschreibung der Modellstruktur
Im Modell von Raju, Sethuraman und Dhar (1995) werden drei Spieler betrachtet. Der Markt besteht aus zwei Herstellern i = 1, 2, die jeweils eine entsprechende Herstellermarke i = 1, 2 in einer Produktkategorie führen. Der dritte Spieler stellt einen gemeinsamen Händler dar, d.h. ein Händler, der die Marken beider Hersteller im Sortiment führt. Beide Hersteller maximieren die Gewinne mit der jeweiligen Marke und bieten ihre Marken über den gemeinsamen Händler an. Dieser besitzt die Möglichkeit, zusätzlich zu den Herstellermarken eine Handelsmarke in das Sortiment der betrachteten Produktkategorie aufzunehmen. Der Händler führt die Handelsmarkeneinführung durch, wenn dies zu einer Gewinnerhöhung in der gesamten Produktkategorie beiträgt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Handelsmarken dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die theoretischen sowie empirischen Grundlagen der Handelsmarkeneinführung zu untersuchen.
2 Der Begriff der Handelsmarke: In diesem Kapitel werden grundlegende Merkmale von Handelsmarken definiert und von Herstellermarken abgegrenzt, wobei auch die verschiedenen Erscheinungsformen erläutert werden.
3 Spieltheoretische Ansätze: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse der Handelsmarkeneinführung durch spieltheoretische Modelle, wobei Faktoren wie Positionierung, Verhandlungsmacht und Performance untersucht werden.
4 Empirische Befunde: Hier werden die in Kapitel 3 entwickelten theoretischen Erkenntnisse anhand empirischer Studien geeicht und generalisierbare Aussagen abgeleitet.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsansätze.
Handelsmarken, Spieltheorie, Hersteller-Händler-Interaktion, Verhandlungsmacht, Markenpositionierung, Performance, Produktqualität, Kreuzpreissensitivität, Markenartikel, Konsumentenverhalten, Preissetzung, Marktanteile, Wettbewerb, Sortiment, Handelsmanagement.
Die Arbeit analysiert die Einführung, Positionierung und Performance von Handelsmarken unter Verwendung spieltheoretischer Modelle und empirischer Daten, um zu verstehen, wann eine Handelsmarkeneinführung für den Handel profitabel ist.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Auswirkungen der Handelsmarkeneinführung auf Preise, Nachfrage, Gewinne der Akteure sowie auf die Verhandlungsmacht zwischen Handel und Herstellern.
Das Hauptziel ist es, die ökonomischen Voraussetzungen und strategischen Bedingungen zu erklären, unter denen der Handel erfolgreich eine eigene Handelsmarke positionieren kann.
Es werden verschiedene spieltheoretische Ansätze (z.B. Stackelberg-Modelle) genutzt, deren Ergebnisse anschließend mit empirischen Studien abgeglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen spieltheoretischen Abschnitt (Modellierung der Interaktionen) und einen empirischen Abschnitt, in dem die Wirkung der Handelsmarkeneinführung auf Marktbeteiligte und Einflussgrößen der Performance untersucht werden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Handelsmarken, Spieltheorie, Verhandlungsmacht, Markenpositionierung, Wettbewerbsintensität und Hersteller-Händler-Beziehungen beschreiben.
Die Imitation der absatzstarken Herstellermarke ermöglicht es dem Händler, den Wettbewerb zwischen der Handelsmarke und der Herstellermarke zu forcieren, was die Macht des Herstellers schwächt und den Händlergewinn in der Produktkategorie maximiert.
Eine hohe wahrgenommene Produktqualität der Handelsmarke stärkt deren Performance, da sie die Substitutionalität zwischen der Handelsmarke und den Herstellermarken erhöht, was wiederum die Marktmacht des Händlers gegenüber dem Hersteller verbessert.
Die Handelsmarke fungiert als Druckmittel. Indem der Händler die eigene Marke zur Verfügung hat, steigt sein Reservationsnutzen, was den Hersteller zwingt, im Verhandlungsprozess bessere Konditionen anzubieten.
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