Examensarbeit, 2001
41 Seiten, Note: 1.0
1.0. Einleitung
2.0. Reanimation im Krankenhaus – Synopse des derzeitigen Forschungsstands
2.1. Outcome-Studien
2.2. "State-of-knowledge Studien"
2.3. Empirische Einzeldarstellungen
3.0. Qualitätskonzept der CPR unter den Aspekten der Qualitätssicherung im Krankenhaus
3.0.1. Gesetzliche Anforderungen
3.0.2. Vertragliche Anforderungen
3.0.3. Freiwilige Anforderungen
3.1. Die Organisation eines Qualitätskonzeptes
3.2. Derzeitige Faktoren mit nachteiligen Wirkungen auf Struktur und Prozess im Rahmen der CPR
3.3. Maßnahmen zur Verbesserung der Reanimationsqualität im Krankenhaus
3.3.1. Auf die Strukturen bezogene Maßnahmen
3.3.2. Auf den Prozess bezogene Maßnahmen
3.3.3. Auf das Ergebnis bezogene Maßnahmen
4.0. Schlussdiskussion
Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung des innerklinischen Notfallmanagements. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden Qualitätskonzeptes, das durch die systematische Analyse von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen die Reanimationsqualität durch das Krankenpflegepersonal nachhaltig verbessert und die Patientensicherheit erhöht.
2.2. "State-of-knowledge Studien"
»But perhaps the reason that retention [J.V.: of CPR] is poor, is because some students never learned in the first place!« (Kaye et al. 1991: 84)
Im Gegensatz zur präklinischen Versorgung findet Notfallversorgung im Krankenhaus unter ungleich besseren Voraussetzungen statt. Es steht in der Regel sofort zahlenmäßig ausreichendes Personal sowie Material unter hygienischen und klimatisierten Bedingungen zur Verfügung. »Auch eine große Palette diagnostischer und therapeutischer Hilfen ist kurzfristig verfügbar« (Döppen. In: Nordmeyer, Kalff und Müller 1990: 17).
Fehler und Mängel in der Struktur- und Prozessorganisation sowie in der Durchführung des BLS (Abb.: 1) können unmittelbare, häufig desaströse Folgen für den Patienten haben. Deshalb ist eine gesicherte, transparente und im Ernstfall funktionierende Aufbau- und Ablauforganisation aller Beteiligten notwendig.
Die ideale Versorgungskette innerhalb der Klinik kann im Rahmen einer vordefinierten Aufbau und Ablauforganisation in folgende Abschnitte untergliedert werden:
Auffinden und Erkennen der Situation
Aktivierung des Melde- und Alarmierungssystem (Notruf)
BLS durch das Krankenpflegepersonal
ALS durch das Notfallteam
Transport innerhalb des Krankenhauses nach ROSC
Intensivstation (Weiterversorgung des Patienten/Post-Reanimationsphase).
Insbesondere hier gilt der Grundsatz „jede Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied“. Ist zum Beispiel das Personal gut ausgebildet und erkennt den Kreislaufstillstand umgehend und handelt entsprechend, so können durch ein fehlerhaftes Melde- und Alarmierungssystem erweiterte Maßnahmen unnötig verzögert und die Chancen auf ein Überleben deutlich reduziert werden.
1.0. Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, basierend auf langjähriger Erfahrung Defizite in der innerklinischen Notfallversorgung aufzuzeigen und ein Qualitätskonzept zu erarbeiten.
2.0. Reanimation im Krankenhaus – Synopse des derzeitigen Forschungsstands: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über wissenschaftliche Publikationen zu Überlebensraten und Kenntnisständen des Personals.
3.0. Qualitätskonzept der CPR unter den Aspekten der Qualitätssicherung im Krankenhaus: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Qualitätssicherung sowie die Notwendigkeit von Standards für die Reanimation beschrieben.
4.0. Schlussdiskussion: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse mit Betonung auf den Handlungsbedarf bei Ausbildung und Prozesskontrolle sowie dem Vorschlag eines Resuscitation Training Officers.
Reanimation, Krankenpflegepersonal, Qualitätssicherung, Qualitätskonzept, innerklinische Notfallversorgung, Notfallmanagement, Outcome-Studien, BLS, ALS, Patientensicherheit, Notfallteam, Resuscitation Training Officer, Prozessqualität, Strukturqualität, Ergebnisqualität.
Die Arbeit analysiert den Forschungsstand und den Status quo der innerklinischen Reanimation und entwickelt ein Qualitätskonzept zur Verbesserung der Versorgung durch das Krankenpflegepersonal.
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Notfallversorgung sowie der Identifikation von Schwachstellen in der Ausbildung und Organisation.
Das Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das durch klare Standards und kontinuierliche Evaluation die Überlebenschancen und die Qualität der Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus optimiert.
Es erfolgt eine umfassende Literaturanalyse bestehender Studien (Outcome- und State-of-knowledge-Studien) kombiniert mit einer systematischen Prozessanalyse nach dem Struktur-Prozess-Ergebnis-Paradigma.
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an eine Reanimation, bewertet derzeitige Defizite in der Ausbildung und im Notfallmanagement und leitet konkrete Kriterien zur Verbesserung ab.
Zentrale Begriffe sind Reanimation, Qualitätssicherung, Krankenpflegepersonal, Notfallmanagement und Outcome.
Es handelt sich um eine vorgeschlagene Stabsstellen-Funktion, die interprofessionell für die Koordination, Schulung und Qualitätssicherung des gesamten Reanimationsmanagements verantwortlich ist.
Der Autor zeigt auf, dass der gegenwärtige geringe zeitliche Umfang und die oft mangelhafte Ausrichtung der Erstausbildung auf den Klinikalltag ein Hauptgrund für die unzureichenden praktischen Leistungen des Pflegepersonals sind.
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