Masterarbeit, 2005
134 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise und Methoden
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
2.1 Voraussetzungen von E-Government
2.1.1 Gliederungsmöglichkeiten
2.1.2 Grundbedrohungen
2.1.3 Konzepte und Verfahren
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen der Bereiche
2.2.1 Vormundschaften
2.2.2 Pflegschaften
2.2.3 Beistandschaften
2.2.4 Beurkundungen
2.3 Organisatorische Rahmenbedingungen
2.3.1 Arbeitsplatzausstattung
2.3.2 Projekte der Stadtverwaltung Kaiserslautern
2.3.3 Fallzahlen der untersuchten Bereiche
2.3.4 Aktenverwaltung, Kommunikationsmedien und Postlauf
2.4 Zusammenfassung
3 Möglichkeiten der elektronischen Akte
3.1 Voraussetzungen des DOMEA®-Konzepts
3.2 Umsetzungsmöglichkeiten des DOMEA®-Konzepts
3.2.1 Eingangsbehandlung
3.2.2 Bearbeitung
3.2.3 Postausgang
3.2.4 Archivierung
3.3 Kosten und Nutzen
3.4 Zusammenfassung
4 Gliederung und Untersuchung der Dienstleistungen
4.1 Vorgehensweise
4.2 Informationsdienstleistungen
4.2.1 Allgemeine Informationen
4.2.2 Verfahrensauskünfte
4.2.3 Sorgeregisterauskünfte
4.3 Kommunikationsdienstleistung Beratung
4.4 Transaktionsdienstleistungen im Bereich Beistandschaften
4.4.1 Aufenthaltsermittlung
4.4.2 Feststellung der Vaterschaft
4.4.3 Unterhaltstitulierung
4.4.4 Unterhaltsbeitreibung
4.4.5 Unterhaltsverwaltung
4.5 Transaktionsdienstleistung Beurkundungen
4.6 Transaktionsdienstleistungen Vormundschaften/Pflegschaften
4.7 Zusammenfassung
5 Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von E-Government innerhalb des Stadtjugendamtes Kaiserslautern, insbesondere in den Bereichen Vormundschaften, Pflegschaften, Beistandschaften und Beurkundungen. Ziel ist es zu analysieren, ob durch den Einsatz elektronischer Verwaltungsabläufe Arbeitszeit eingespart werden kann, die für eine intensivere Betreuung der Klienten genutzt werden kann, und welche rechtlichen sowie organisatorischen Rahmenbedingungen hierfür angepasst werden müssen.
1 Einleitung
Das Wohl des Kindes steht bei allen Aufgaben des Jugendamtes im Mittelpunkt. Das gilt für das Angebot von Kindertagesstätten, für die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien sowie für die Vertretung eines Kindes durch Vormund oder Beistand.
Ein vom Gericht bestellter Vormund benötigt viel Zeit, um einerseits alle rechtlichen Angelegenheiten für sein Kind zu erledigen und andererseits eine persönliche Beziehung zu diesem herzustellen. Die Praxis im Stadtjugendamt Kaiserslautern zeigt jedoch, dass die Zeit nicht ausreicht, um mit dem Kind eine persönliche Beziehung aufbauen zu können. So ist der Kontakt meistens auf die viertel- bis halbjährlich stattfindenden Hilfeplangespräche mit dem Kind, der Pflegeperson und einem Sozialarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes beschränkt.
Ein von der Mutter beauftragter Beistand muss sich um die Feststellung der Vaterschaft und die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen für das Kind kümmern. Im Zuge der steigenden Arbeitslosigkeit wird besonders die Unterhaltsrealisierung komplizierter. Daher kann mittlerweile von einem Beistand auch gefordert werden, detektivische Ermittlungen anzustellen, um z. B. den Nebenerwerb eines unterhaltspflichtigen Vaters nachweisen zu können. Dies ist jedoch im Rahmen der jugendamtlichen Praxis aus Zeitgründen nicht möglich.
Daher soll im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden, ob durch „die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien“ oder kurz E-Government Arbeitszeit bei Verwaltungsabläufen einzusparen ist, die für die genannten Aufgaben genutzt werden kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgaben des Jugendamtes ein, beschreibt die zeitlichen Herausforderungen in der Praxis und formuliert das Ziel der Arbeit, E-Government als Mittel zur Zeitersparnis und Effizienzsteigerung zu prüfen.
2 Voraussetzungen und Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von E-Government sowie die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der untersuchten Bereiche wie Vormundschaften und Beistandschaften.
3 Möglichkeiten der elektronischen Akte: Hier werden die Umsetzungsmöglichkeiten der elektronischen Akte anhand des DOMEA-Konzepts sowie die damit verbundenen technischen Anforderungen und organisatorischen Problemfelder untersucht.
4 Gliederung und Untersuchung der Dienstleistungen: In diesem Hauptteil werden die jugendamtlichen Dienstleistungen nach BundOnline-Typen klassifiziert und einzeln hinsichtlich ihrer digitalen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit geprüft.
5 Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Einschränkungen durch rechtliche Hürden (z. B. Titelwesen) und die notwendige Einzelfallprüfung für eine erfolgreiche E-Government-Umsetzung hervorgehoben werden.
E-Government, Jugendamt, Vormundschaften, Beistandschaften, Unterhaltstitel, elektronische Akte, DOMEA, Vorgangsbearbeitung, Verwaltungsmodernisierung, Digitalisierung, Prozessanalyse, Bürgerservice, Rechtsverkehr, IT-Sicherheit, Datenschutz
Die Arbeit untersucht das Potenzial von E-Government in spezifischen Arbeitsbereichen eines Stadtjugendamtes, um Verwaltungsabläufe zu modernisieren und Zeitressourcen für die pädagogische Arbeit freizusetzen.
Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Vormundschaften, Pflegschaften, Beistandschaften und Beurkundungen sowie der Einführung elektronischer Vorgangsbearbeitungssysteme.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob durch den Einsatz von E-Government administrative Aufgaben so effizient gestaltet werden können, dass die gewonnene Zeit für eine qualitativ hochwertigere Betreuung der Kinder und Mündel zur Verfügung steht.
Die Arbeit nutzt einen Vergleich von rechtlichen und ablauforganisatorischen Rahmenbedingungen mit den technischen Voraussetzungen von E-Government sowie eine quantitative Elternbefragung und qualitative Mitarbeiterinterviews.
Der Hauptteil analysiert die verschiedenen Dienstleistungstypen des Jugendamtes und prüft jeden dieser Bereiche nach dem Schema: derzeitige Ausführung, technische Umsetzung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Kosten und Nutzen.
Die wichtigsten Schlagworte sind E-Government, elektronische Akte, Unterhaltstitel, Vormundschaften und Beistandschaften.
Das Problem liegt in der Einzigartigkeit der papiergebundenen Titel, deren rechtsverbindliche elektronische Abbildung derzeit noch an gesetzlichen Hürden und fehlenden technischen Standards zwischen Behörden und Gerichten scheitert.
Die Mitarbeiter zeigen sich grundsätzlich offen gegenüber neuen Technologien, äußern jedoch Bedenken hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte (PC-Arbeit) und der Sorge, dass der persönliche Kontakt zu den Mündeln durch die Technik verdrängt wird.
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