Diplomarbeit, 2003
46 Seiten, Note: 1,3
1. Das Gordon-Growth-Modell
1.1 Der Stellenwert der Aktie in Deutschland
1.2 Das Gordon-Growth-Modell als Dividendendiskontierungsmodell
1.3 Das Gordon-Growth-Modell: Annahmen und Herleitung
1.4 Die Bestimmung des Dividendenwachstums
1.5 Kritikpunkte und Grenzen des Gordon-Growth-Modells
2. Erweiterungen des Gordon-Growth-Modells
2.1 Lösungsansätze zu den dargestellten Problemen
2.2 Mehrstufige Modelle
2.3 Anwendungen des Modells
3. Das zugrundeliegende Unternehmensbild
3.1 Die Abbildung der Unternehmensstruktur durch Rechnungslegungsgrößen
3.1.1 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei konstant wachsendem Buchwert des Eigenkapitals pro Aktie
3.1.2 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei konstant wachsendem Gewinn pro Aktie
3.1.3 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei konstant wachsender Ausschüttungsquote
3.2 Investitionsverhalten der Unternehmen im Gordon-Growth-Modell
3.2.1 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei Investitionen in ein Projekt mit positivem Kapitalbarwert
3.2.2 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei Investitionen in ein Projekt mit Null Kapitalbarwert
3.2.3 Fallbeispiel: Die Oceangroove AG bei Investitionen in ein Projekt mit negativem Kapitalbarwert
4. Die Bedeutung des Gordon-Growth-Modells
Die Diplomarbeit untersucht das theoretische Modell des Gordon-Growth-Modells sowie das diesem zugrundeliegende Unternehmensbild unter Verwendung von exemplarischen Fallbeispielen, um dessen Anwendbarkeit und Grenzen kritisch zu hinterfragen.
1.1 Der Stellenwert der Aktie in Deutschland
Der Stellenwert der Aktie als Anlage- und Finanzierungsinstrument hat in Deutschland seit Mitte der 90er Jahre stark zugenommen und wird wohl auch auf lange Sicht in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. So betrug im Frühjahr 2000 in Deutschland die Aktienmarktkapitalisierung 82 % des Bruttoinlandsprodukts. Ende 1995 machte sie nur 22 % des Bruttoinlandsproduktes aus. Durch die Baisse der letzten drei Jahre am deutschen Aktienmarkt ging der Anteil bis Ende 2002 wieder auf 31 % zurück. Er liegt aber immer noch deutlich über dem Niveau von 1995.
Bei deutschen Unternehmen ist der Trend zur Aktienfinanzierung trotz starker Rückschläge in jüngster Vergangenheit weiterhin zunehmend. Die Aktiengesellschaft als Unternehmensform hat offensichtlich in den letzten Jahren an Attraktivität gewonnen.
In der Öffentlichkeit wird die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge aufgrund der Probleme in der gesetzlichen Rentenversicherung immer stärker diskutiert. Die Deutschen halten dabei nicht mehr ausschließlich an „traditionellen“ Finanzinstrumenten wie z.B. Lebensversicherungen oder der Anlage in Immobilien fest. Sie wollen vielmehr immer stärker die Chancen der Anlage in Aktien nutzen.
Die Entwicklung an den Aktienmärkten ist aber auch von geldpolitischem Interesse. Zum einen gibt sie Aufschluss über die Einschätzungen der Marktteilnehmer bezüglich der wirtschaftlichen Lage und Perspektive der Volkswirtschaft bzw. der Konjunktur. Zum anderen können Wechselwirkungen zu anderen Finanzmärkten auftreten, die die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems und somit auch unter Umständen die Wirksamkeit der Geldpolitik beeinflussen können. So könnten beispielsweise fundamental nicht gerechtfertigte Kurssteigerungen an den Aktienmärkten durch damit verbundene Vermögenseffekte eine stark erhöhte gesamtwirtschaftliche Nachfrage auslösen. Dies wiederum kann einen Anstieg der Verbraucherpreise zur Folge haben, was das Ziel der Preisniveaustabilität beeinflusst.
1. Das Gordon-Growth-Modell: Einführung in das Dividendendiskontierungsmodell, Herleitung der Formel, Bestimmung des Dividendenwachstums sowie kritische Betrachtung der Modellgrenzen.
2. Erweiterungen des Gordon-Growth-Modells: Vorstellung von mehrstufigen Modellen und praktischen Lösungsansätzen zur Bewältigung der Limitationen des Basismodells.
3. Das zugrundeliegende Unternehmensbild: Eingehende Analyse der Unternehmensstruktur mittels Kennzahlen und Durchführung von Fallbeispielen zu unterschiedlichem Investitionsverhalten.
4. Die Bedeutung des Gordon-Growth-Modells: Diskussion über die praktische Relevanz des Modells für die Unternehmensbewertung und strategische Entscheidungsfindung.
Gordon-Growth-Modell, Aktienbewertung, Dividenden, Dividendenwachstum, Kapitalbarwert, Oceangroove AG, Unternehmensbild, Buchwert, Eigenkapitalrendite, Finanzierungsform, Investitionsprojekt, Residual-Income-Valuation, Börsenwert, Ausschüttungsquote, Rentabilität.
Die Arbeit analysiert das Gordon-Growth-Modell zur Aktienbewertung und beleuchtet das damit verbundene Bild eines Unternehmens hinsichtlich seiner Struktur und Investitionsentscheidungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der mathematischen Herleitung des Modells, der Kritik an den Modellannahmen und der Veranschaulichung durch diverse Fallbeispiele einer Modellfirma namens Oceangroove AG.
Ziel ist es, die theoretische Fundierung des Modells zu erläutern und zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen das Modell bei variierenden Unternehmensstrukturen und Investitionsprojekten anwendbar bleibt.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus mathematisch-theoretischer Herleitung, quantitativer Analyse durch Zahlenreihen und der Anwendung von Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Herleitung des Modells, die Diskussion von Erweiterungen (mehrstufige Modelle) und eine detaillierte Analyse der Unternehmensbilder anhand verschiedener Kennzahlen-Szenarien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gordon-Growth-Modell, Dividendenwachstum, Eigenkapitalrendite, Kapitalbarwert und Unternehmensbewertung.
Es dient als durchgängiges, illustratives Beispielmodell, um die theoretischen Formeln auf konkrete, fiktive Geschäftsverläufe anzuwenden und die mathematischen Auswirkungen verschiedener Parameter zu visualisieren.
Die Arbeit zeigt, dass das Modell unter bestimmten Voraussetzungen sogar bei negativen Kapitalbarwerten anwendbar bleiben kann, sofern die Dividendenentwicklung den Modellannahmen weiterhin entspricht.
Sie dient als mathematisches Bindeglied, um den Zusammenhang zwischen Gewinnen, Dividenden und der Veränderung des Buchwerts des Eigenkapitals innerhalb des Modells darzustellen.
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