Examensarbeit, 2006
80 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Deutschland als Einwanderungsland
2.1.1 Politik und Gesetzgebung
2.1.2 Kritik am deutschen Integrationsmodell
2.2 Deutschlands Bildungssystem
2.2.1 Kritik am deutschen Bildungs- und Schulsystem
2.2.1.1 Chancengleichheit in der Schule
a) Grundschule
b) Sekundarstufe
Exkurs: Der Bildungsplan 2004 für das Gymnasium in Baden-Württemberg
2.2.1.2 Chancengleichheit auf dem Ausbildungsmarkt
2.3 Das niederländische Integrations- und Bildungsmodell
2.3.1 Die Migrationsgeschichte der Niederlande
2.3.2 Politik und Gesetzgebung
2.3.3 Das Bildungssystem
2.4 Die Bildungschancen für Migrationskinder in den Niederlanden und in Deutschland – ein Vergleich
3. Schlussbetrachtung
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht die Chancen- und Bildungsgleichheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern institutionelle Barrieren im Schulsystem sowie rechtliche Rahmenbedingungen die Bildungsbiografien beeinflussen, wobei zur komparativen Einordnung auch das niederländische Integrations- und Bildungsmodell herangezogen wird.
2.1 Deutschland als Einwanderungsland
Es lag schon immer in der Natur des Menschen, auf der Wanderung zu sein und den Lebensraum mit den für die einzelnen Ansprüche optimalen Bedingungen zu finden. Seit circa 50.000 Jahren gibt es den Homo sapiens sapiens, der sich vor ungefähr 40.000 Jahren auf der ganzen Welt verbreitete und andere Menschentypen, wie zum Beispiel den Neandertaler, den Peking-Menschen oder den Homo erectus innerhalb von wenigen tausend Jahren verdrängte. Heute lebt der Mensch auf allen fünf Kontinenten. Für die überwiegende Zeit seiner Existenz zwang der Jäger- und Sammlertrieb den Menschen, auf Wanderschaft zu gehen und nur vorübergehend sesshaft zu sein.
Heutzutage sind ökonomische, ökologische, politische und soziale Faktoren die Hauptgründe für Migration. Kriege, Hunger, Seuchen, Rassismus, Sklaverei, Umweltkatastrophen, soziale Ungerechtigkeit und Arbeitslosigkeit sind nur einige Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen und in einem fremden Land eine neue Existenz aufbauen. Deutschland galt bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Auswanderungsland. Es folgt ein grober Abriss über die größten Auswanderungsströme, um spätere Immigrationen erläutern und begründen zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung legt das Grundgesetz als Fundament dar und definiert den Fokus der Arbeit auf die Chancen- und Bildungsgleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund.
2. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung Deutschlands als Einwanderungsland sowie die spezifischen Problemfelder im Bildungssektor und auf dem Ausbildungsmarkt, inklusive eines Vergleichs mit dem niederländischen System.
3. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die strukturellen Benachteiligungen zusammen und plädiert für eine intensivere staatliche Unterstützung sowie ein Umdenken in der Integrationspolitik.
Migrationshintergrund, Bildungsgleichheit, Chancengleichheit, Zuwanderungsgesetz, Schulerfolg, Sprachkompetenz, Selektionsmechanismen, Deutschland, Niederlande, Integrationsmodell, Bildungsplan, Ausbildung, Sonderschule, Diskriminierung, Bildungsbiografie.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem gewährleistet werden können und welche Hindernisse existieren.
Die zentralen Themen sind die historische Einwanderungsgeschichte, die aktuelle Politik der Integration, die Struktur des deutschen Schulwesens sowie die Hürden auf dem Arbeitsmarkt.
Das Ziel ist es, die strukturellen Ursachen für Bildungsungleichheit zu identifizieren und den Stellenwert von Sprachförderung sowie bildungspolitischer Rahmenbedingungen kritisch zu analysieren.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Fakten, gesetzliche Regelungen und aktuelle Schulleistungsvergleichsstudien (wie PISA und IGLU) auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die deutsche Migrationsgeschichte, die Analyse der verschiedenen Schultypen sowie einen Vergleich mit dem niederländischen Modell hinsichtlich Integrationsmaßnahmen.
Die wichtigsten Begriffe sind Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Bildungssystem, Sprachkompetenz und institutionelle Diskriminierung.
Die Arbeit identifiziert mangelnde Sprachkenntnisse als eine der Hauptursachen für schulische Misserfolge und plädiert für eine systematische Sprachförderung bereits im Kindergarten.
Das niederländische Modell dient als Vergleichsobjekt, da es als ehemaliges Kolonialland früh mit Herausforderungen der Einwanderung konfrontiert war und spezifische Ansätze wie individuelle Betreuungskonzepte implementiert hat.
Kritisiert werden vor allem das frühe Selektionssystem (die Aufteilung in Hauptschule, Realschule, Gymnasium) und die mangelnde institutionelle Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Kindern mit Migrationshintergrund.
Die Arbeit fordert eine flächendeckende Ausweitung von Ganztagsschulen, eine flexiblere Schullandschaft zur Vermeidung von Stigmatisierung und eine Einstellungsänderung gegenüber Migranten als kulturelle Bereicherung.
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