Diplomarbeit, 2006
77 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
2 ZEITREISE DURCH DIE FRÜHE ISLAMISCHE HANDELSGESCHICHTE
2.1 ARABIEN VOR DEM ISLAM
2.2 DIE GRÜNDUNG DES ARABISCH-ISLAMISCHEN REICHES
2.3 MUḤAMMAD, DER KAUFMANN
2.4 DIE RECHTGELEITETEN KALIFEN
2.4.1 Abū Bakr aṣ-Ṣiddīq
2.4.2 ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb
2.4.3 ʿUtmān ibn ʿAffān
2.4.4 ʿAlī ibn Abī Ṭālib
2.5 DYNASTIE DER UMAYYADEN
2.6 DYNASTIE DER ʿABBĀSIDEN
3 ANFÄNGE DES HANDELS UND DEREN KONSEQUENZEN
3.1 NETZWERK DES HANDELS
3.2 HANDELSROUTEN DER ARABISCHEN KAUFLEUTE
3.2.1 Weihrauchstraße
3.2.2 Seidenstraße
3.2.3 Seeweg
3.3 MARKTAUFSICHT – AL-ḤISBA
3.4 STELLUNG DER KAUFLEUTE
3.5 ENTWICKLUNG DER GELDWIRTSCHAFT
4 ENTSTEHUNG VON HANDELSZENTREN
4.1 MEKKA
4.2 KŪFA, BAṢRA UND WĀSIṬ
4.3 BAGDAD
4.4 KAIRO
4.5 DAMASKUS
5 HANDELSWAREN
5.1 ERZEUGUNG UND EXPORTPRODUKTE AUS ARABISCHEN LÄNDERN
5.1.1 Weihrauch und Myrrhe
5.1.2 Getreide- und Nutzpflanzen
5.1.3 Oliven und Wein
5.1.4 Gemüse und Früchte
5.1.5 Tierzucht
5.1.6 Textilien
5.2 IMPORTPRODUKTE NACH ARABISCHEN LÄNDERN
5.2.1 Sassanidischer Orient
5.2.2 Byzantinisches Syrien und Ägypten
5.2.3 ‚Barbarischer‘ Okzident
6 FERNHANDEL
6.1 BEZIEHUNGEN ZU INDIEN
6.2 BEZIEHUNGEN ZU CHINA
6.3 BEZIEHUNGEN ZU AFRIKA
6.4 BEZIEHUNGEN ZU EUROPA
7 KONKLUSION
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung des arabischen Orients von der Zeit des Propheten Muhammad bis hin zur Abbasiden-Dynastie. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Handel in dieser Region unter dem Einfluss des Islam strukturierte, welche Handelsrouten und Handelszentren an Bedeutung gewannen und wie sich dies auf die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse auswirkte.
3.2.1 Weihrauchstraße
Als sich die Verwendung des Kamels als Lasttier auf der Arabischen Halbinsel einbürgerte, war dies der Beginn unermüdlichen Handels mit anderen Gebieten. Vor allem die Route zur Küste des Mittelmeers war für die Kaufleute ein bedeutungsvoller Handelsweg, der bald als günstiger Landweg vom Süden bis Gaza diente. Um das Jahr 1000 v. Chr. lief eine der Hauptstraßen der Welt vom westlichen Ausläufer des Indischen Ozeans durch den Hinterhof Jemens entlang der Küste des Roten Meeres durch den Hedschas bis nach Ägypten und zum Mittelmeer. Ursprünglich dachten die Ägypter nur an den gewinnreichen Handel auf dieser Straße, mit Weihrauch, den sie für ihre Tempel, und Myrrhe, die sie zum Einbalsamieren ihrer Toten brauchten. So erhielt diese Handelsstraße ihren Namen nach dem wertvollsten Handelsgut, das etwa ab 1000 v. Chr. von Südarabien zum Mittelmeer gelangte, dem Weihrauch. Doch schon bald war es klar, dass diese Straße den Händlern weit mehr bieten konnte als Weihrauch und Myrrhe. „Die Weihrauchstraße führte von dem antiken Hafen Sumhuram an der Küste des heutigen Dofar im Oman über das Küstengebirge etwa 100 km landeinwärts und verlief dann, sich nach Westen wendend, etwa 600 km hinter den Bergen auf der Hochebene zu den Hauptstädten der antiken südarabischen Königreiche, die im Staatsgebiet von Nord- und Südjemen lagen...sich immer landeinwärts in Nähe der Randgebirge des Roten Meeres haltend, führte sie dann nach Norden über die heutigen Siedlungen Nadscheran, Taif, Mekka, Medina, al-Ula, Tabuk und Maan nach Gaza am Mittelmeer.“
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der arabischen Handelsgeschichte und Darlegung der Zielsetzung sowie methodischer Vorbemerkungen.
2 ZEITREISE DURCH DIE FRÜHE ISLAMISCHE HANDELSGESCHICHTE: Historischer Überblick über die arabische Gesellschaft vor und während der Entstehung des Islams unter Berücksichtigung der Prophetenzeit und der Ära der Kalifen.
3 ANFÄNGE DES HANDELS UND DEREN KONSEQUENZEN: Analyse der grundlegenden Handelsnetzwerke, der zentralen Routen, der Rolle der Marktaufsicht sowie der Entwicklung des Geldwesens.
4 ENTSTEHUNG VON HANDELSZENTREN: Untersuchung des urbanen Aufschwungs und der Bedeutung von Metropolen wie Mekka, Bagdad, Kairo und Damaskus für den Fernhandel.
5 HANDELSWAREN: Detaillierte Betrachtung der exportierten und importierten Produkte, unterteilt nach den verschiedenen Wirtschaftsräumen des Reiches.
6 FERNHANDEL: Erläuterung der Handelsbeziehungen zu den Regionen Indien, China, Afrika und Europa sowie der dort gehandelten Güterströme.
7 KONKLUSION: Zusammenfassende Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Bedeutung des Handels für den Zusammenhalt im islamischen Reich.
Handelsgeschichte, Arabischer Orient, Islam, Muhammad, Kalifen, Weihrauchstraße, Seidenstraße, Handelszentren, Wirtschaftsgeschichte, Fernhandel, Dinar, Dirham, Marktaufsicht, Karawanen, Handelswaren
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen im arabischen Orient, beginnend bei den historischen Wurzeln in der Zeit des Propheten Muhammad bis hin zur Blütezeit der Abbasiden-Dynastie.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Handelsrouten, den Aufstieg bedeutender islamischer Metropolen, die Struktur des Fernhandels sowie die Organisation des Geldwesens und der Marktüberwachung.
Das Ziel ist es, den historischen Kontext des Handels in der frühen islamischen Ära zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sich durch die Ausbreitung des Islam ein großflächiges und vernetztes Handelssystem entwickelte, das wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen forcierte.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische und literarische Analyse. Dabei werden zeitgenössische Quellen sowie Forschungsliteratur herangezogen, um ein Bild der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen der Epoche zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung historischer Rahmenbedingungen, der verschiedenen Handelswege (Weihrauch- und Seidenstraße), der urbanen Entwicklung von Handelszentren, der gehandelten Waren und der spezifischen Beziehungen zu fernen Regionen wie China oder Europa.
Typische Schlagworte sind Handelsgeschichte, arabischer Orient, Kalifat, Handelsrouten, Marktaufsicht, Fernhandel und die Entwicklung der Geldwirtschaft.
Das Kamel fungierte als dominierendes und anpassungsfähiges Lasttier, das den Wüstendurchzug ermöglichte und somit die Erschließung neuer, weit entfernter Handelswege zwischen dem Mittelmeer und dem Indischen Ozean erst realisierbar machte.
Durch die Etablierung des Amtes des Marktaufsehers (Muhtasib) wurde eine religiös legitimierte staatliche Kontrolle eingeführt, die für die Überwachung von Warenqualität, korrektem Gewicht und Preisgestaltung sorgte.
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