Bachelorarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Soaps
2.1 Definition
2.2 Geschichte der Soaps
2.3 Soaps im deutschen Fernsehen
2.3.1 Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, kurz GZSZ
2.3.2 Marienhof
2.3.3 Unter Uns, kurz UU
2.3.4 Verbotene Liebe, kurz VL
2.3.5 Reich und Schön
2.3.6 Zusammenfassung und Auswahl
3 Methodik
4 Analyse von Soaps
4.1 Inhaltliche Unterschiede
4.1.1 Charaktere
4.1.2 Vorspann
4.1.3 Motive
4.1.4 Handlungsstrang
4.1.5 Themen
4.1.6 Cliffhanger
4.2 Formale Unterschiede
4.2.1 Einstellungsgrößen
4.2.2 Schnitte
4.2.3 Szenenlängen
4.2.4 Kamerabewegungen
4.3 Produktionstechnische und publikumsbezogene Unterschiede
4.3.1 Stab
4.3.2 Beliebtheit
4.3.3 Quoten
4.4 Hauptunterschiede
5 Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen deutschen und amerikanischen Soap-Operas. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine inhaltliche und formale Analyse sowie Zuschauerbefragungen herauszufinden, inwiefern sich die Formate in Bezug auf ihre Erzählweise, Charaktere und Publikumswirkung differenzieren und warum sie in Deutschland unterschiedlich wahrgenommen werden.
2.1 Definition
Der Begriff Soap steht als Abkürzung für das englische Wort "Soap-Opera". Übersetzt bedeutet dies "Seifenoper". Umgangssprachig wird im Deutschen allerdings hauptsächlich der Begriff Soap verwendet. Deswegen ist hier auch die Rede von Soaps.
Entstanden ist das Wort Soap-Opera in den 30er Jahren in den USA. Die dort produzierten Soaps waren vor allem darauf ausgelegt, für Waschmittelprodukte zu werben. Sie entstanden zu dem Zweck, für Unterhaltung zu sorgen und gleichzeitig ein werbefreundliches Umfeld zu schaffen. Hauptzielgruppe waren die Hausfrauen. Die Soap sollten eine leichte Unterhaltung bieten, die neben der Hausarbeit, wie zum Beispiel beim Bügeln, problemlos konsumiert werden konnte. Die wichtigen Sponsoren dabei waren Waschmittelfirmen, wie Procter&Gamble oder Colgate Palmolive. Die Soap Ma Perkins gilt als Auslöser für das Wort "Soap-Opera". Sie wurde von dem Waschmittel "Oxydol" präsentiert, ein Produkt von Procter&Gamble. Die Verkaufszahlen des Waschmittels stiegen parallel mit den Einschaltquoten bei Ma Perkins an.
Die Soap gehört zur Gattung der Serie. Im Allgemeinen ist eine Serie eine Fortsetzungsreihe. Als Serie im Fernsehen bezeichnet man eine oder mehrere Geschichten, die in Etappen erzählt werden. Die Charaktere, um die sich die Serie dreht, bleiben fast immer dieselben und haben alle irgendeine Gemeinsamkeit.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt das aktuelle Thema der Soap-Faszination vor und definiert die Forschungsfrage, die sich mit inhaltlichen und formalen Unterschieden zwischen deutschen und amerikanischen Soaps befasst.
2 Soaps: In diesem Kapitel werden der Begriff der Soap definiert, die geschichtliche Entwicklung von den Anfängen im Radio bis zum heutigen Fernsehformat dargelegt und die wichtigsten deutschen sowie amerikanischen Soaps charakterisiert.
3 Methodik: Der methodische Teil erläutert das Vorgehen bei der Untersuchung von 15 ausgewählten Folgen, inklusive der Analyse von Charakteren, Handlungssträngen, Vorspännen und der Nutzung von Fragebögen zur Zuschauerbefragung.
4 Analyse von Soaps: Das Hauptkapitel nimmt eine detaillierte inhaltliche, formale und produktionstechnische Untersuchung vor, in der die beiden beispielhaften Soaps anhand zahlreicher Merkmale wie Cliffhanger, Kameraführung und Stabzusammensetzung verglichen werden.
5 Schlusswort: Das Schlusswort führt die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über die grundlegenden Unterschiede in Stil, Look und Publikumserwartung zwischen amerikanischen und deutschen Soaps.
Soap-Opera, Daily-Soap, Fernsehformat, GZSZ, Reich und Schön, Handlungsstrang, Cliffhanger, Einstellungsgröße, Medienanalyse, Zuschauerforschung, Unterhaltung, Erzähltempo, Traumwelt, Realitätsnähe, Produktion
Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen deutschen Daily-Soaps und dem amerikanischen Pendant, um zu verstehen, wie sich diese Formate inhaltlich und formal unterscheiden.
Die Untersuchung umfasst die inhaltliche Gestaltung (Charaktere, Themen, Motive), die formale Umsetzung (Kamera, Schnitt) sowie produktionstechnische Aspekte und die Zuschauerbeliebtheit.
Das Ziel ist es, herauszufinden, warum amerikanische Soaps oft als "Traumwelt" wahrgenommen werden, während deutsche Formate stärker auf Realitätsnähe und Identifikation setzen.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse von jeweils 15 Folgen der Soaps "Reich und Schön" und "GZSZ", ergänzt durch eine eigene quantitative Zuschauerbefragung und die Auswertung von Forenbeiträgen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Differenzierung, einen formalen Vergleich der visuellen Gestaltung und eine Untersuchung der Stabsstrukturen und Quoten.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem "Soap-Opera", "Cliffhanger", "Handlungsstrang", "Zuschauerforschung" und "Formale Analyse".
Diese Unterscheidung ist entscheidend, um zu erklären, warum Zuschauer die Soaps konsumieren: Entweder als Flucht aus dem Alltag (amerikanische Soaps) oder als Spiegel eigener Lebenssituationen (deutsche Soaps).
Durch spezifische Schnitttechniken und Kameraeinstellungen wird Spannung erzeugt, die den Zuschauer bindet. Die Arbeit zeigt, dass amerikanische Soaps hierbei einen hochwertigeren, detaillierteren Look pflegen.
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