Diplomarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 2,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Bedeutung des Bonitätsratings in der Unternehmensfinanzierung
2.1 Grundlagen des Rating
2.1.1 Das Bonitätsrating
2.1.2 Externes vs. Intenes Rating
2.2 Bonitätsrating und Basel II
2.2.1 Grundlagen und Zielsetzung von Basel II
2.2.2 Auswirkungen von Basel II für die Unternehmen
2.3 Auswirkung von Mezzanine-Kapital auf das Rating
3 Mezzanine Kapital als alternative Form der Unternehmensfinanzierung
3.1 Erläuterung des Begriffs Mezzanine Kapital
3.2 Grundlagen und Allgemeine Kriterien von Mezzanine Kapital
3.2.1 Covenants
3.2.2 Vergütungsinstrumente
3.2.3 Anlässe
3.3 Einteilungsmöglichkeiten von Mezzanine Kapital
3.3.1 Mezzanine-Kapital im Engeren und Weiteren Sinne
3.3.2 Eigen- und Fremdkapitalnahe Einteilung der Mezzanine Instrumente
3.4 Vorteile von Mezzanine-Kapital
3.5 Bedeutung der Ausweisung von Mezzanine Kapital in der Bilanz
4 Bilanzierung von Mezzanine Kapital
4.1 Eigen- und Fremdkapital
4.2 Bilanzieller Ansatz von Mezzanine-Kapital nach HGB
4.3 Bilanzieller Ansatz von Mezzanine-Kapital nach IFRS
4.4 Bewertung der Bilanzierung von Mezzanine-Kapital
5 Ausgewählte Mezzanine Instrumente im Einzelnen und ihre Bilanzierung
5.1 Nachrangdarlehen
5.1.1 Eigenschaften des Nachrangdarlehens
5.1.2 Bilanzierung von Nachrangdarlehen
5.2 Verkäuferdarlehen
5.2.1 Eigenschaften des Verkäuferdarlehens
5.2.2 Bilanzierung von Verkäuferdarlehen
5.3 Partiarisches Darlehen
5.3.1 Eigenschaften des Partiarischen Darlehens
5.3.2 Bilanzierung von Partiarischen Darlehen
5.4 Stille Beteiligung
5.4.1 Eigenschaften der Stillen Beteiligung
5.4.1.1 Allgemeine Eigenschaften
5.4.1.2 Typisch Stille Beteiligung
5.4.1.3 Atypisch Stille Beteiligung
5.4.2 Bilanzierung der Stillen Beteiligung
5.4.2.1 Allgemeine Bilanzierungsrichtlinien
5.4.2.2 Bilanzierung der Typisch Stillen Beteiligung
5.4.2.3 Bilanzierung der Atypisch Stillen Beteiligung
5.5 Genussrechte
5.5.1 Eigenschaften von Genussrechten
5.5.2 Bilanzierung von Genussrechten
5.6 Wandel- und Optionsanleihe
5.6.1 Eigenschaften von Wandel- und Optionsanleihen
5.6.2 Bilanzierung der Wandel- und Optionsanleihe
5.7 Vorzugsaktien
5.7.1 Eigenschaften von Vorzugsaktien
5.7.2 Bilanzierung von Vorzugsaktien
5.8 Zusammenfassende Darstellung
6 Praxisbeispiele zum Einsatz von Mezzanine Kapital zur Verbesserung des Bonitätsratings
7 Abschließende Bemerkungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Mezzanine-Kapital für die Bilanzierung sowie das Bonitätsrating von mittelständischen Unternehmen. Angesichts der durch Basel II verschärften Eigenkapitalvorschriften analysiert der Autor, inwieweit hybride Finanzierungsformen als wirtschaftliches Eigenkapital zur Stärkung der Finanzstruktur und zur Verbesserung der Ratingergebnisse beitragen können.
1.1 Problemstellung
Auslöser dieser Entwicklung ist das in Deutschland auffällige Defizit der Unternehmen im Bereich der Eigenkapitalquote. Besonders der Mittelstand ist von dieser Problematik betroffen, denn die durchschnittliche Eigenkapitalausstattung beträgt lediglich um die 7,5 %. Im Ausland dagegen sind Werte zwischen 30 % und 45 % anzutreffen.
Allerdings ist dieser Punkt nicht der alleinige Auslöser für die rasante Entwicklung des Mezzanine-Marktes in den letzten Jahren. Zusätzlich haben die Verordnungen der Baseler Eigenkapitalvorschriften (Basel II) einen Einfluss auf diesen Markt, denn Banken sind seitdem zur risikoadjustierten Kreditvergabe gezwungen. Diese, für jeden Kreditnehmer risikobezogene Ausgabe von Darlehen, wird durch ein eigens vorgenommenes Bonitätsrating aber auch durch die Anerkennung von Risikoklassifizierung externer Ratingagenturen erreicht. Zudem geht es aber auch um den Zugang zum Kredit- bzw. Kapitalmarkt an sich, denn eine geänderte Finanzierungsstruktur einhergehend mit der Aufnahme von Kapital, welches nicht klassischem Fremdkapital entspricht, öffnet Unternehmen den Zugang zu neuen Möglichkeiten der Fremdkapitalaufnahme.
Festzuhalten ist, dass die Möglichkeit, eigenkapitalähnliche Finanzierungspakete aufzunehmen zu können, direkt mehrere Ziele verfolgt. Denn Mezzanine-Instrumente spülen nicht nur frische Gelder in die Kassen der Unternehmen und verbessern bei richtiger Ausgestaltung das Rating oder sogar direkt die Eigenkapitalstruktur der Kapitalnehmer, sondern sie ziehen auch keine Einschränkungen der unternehmerischen Freiheit mit sich.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Eigenkapitalausstattung deutscher Mittelständler ein und erläutert die Relevanz von Mezzanine-Kapital im Kontext von Basel II.
2 Bedeutung des Bonitätsratings in der Unternehmensfinanzierung: Das Kapitel beleuchtet die Grundlagen des Ratings und den Einfluss der Baseler Eigenkapitalvorschriften auf die Kreditvergabe.
3 Mezzanine Kapital als alternative Form der Unternehmensfinanzierung: Hier wird ein Überblick über Begriffe, Kriterien, Anlässe und Instrumente des Mezzanine-Kapitals gegeben.
4 Bilanzierung von Mezzanine Kapital: Dieses Kapitel stellt Kriterienkataloge für den bilanziellen Ausweis nach HGB und IFRS vor, um eine Einordnung als Eigenkapital zu prüfen.
5 Ausgewählte Mezzanine Instrumente im Einzelnen und ihre Bilanzierung: Im Hauptteil werden spezifische Instrumente von Nachrangdarlehen bis zu Vorzugsaktien detailliert untersucht und ihre bilanzielle Behandlung analysiert.
6 Praxisbeispiele zum Einsatz von Mezzanine Kapital zur Verbesserung des Bonitätsratings: Hier werden beispielhaft standardisierte Programme deutscher Banken betrachtet und deren Bedingungen für eine Anerkennung als wirtschaftliches Eigenkapital aufgezeigt.
7 Abschließende Bemerkungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet kritisch die Wirkung von Mezzanine-Kapital und wagt einen Ausblick auf die Marktentwicklung.
Mezzanine-Kapital, Bonitätsrating, Basel II, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapitalquote, Bilanzierung, HGB, IFRS, Nachrangdarlehen, Stille Beteiligung, Genussrechte, Mittelstand, Kreditrisiko, Finanzierungsstruktur, Equity Kicker
Die Arbeit analysiert die Nutzung von Mezzanine-Kapital als Instrument, um die Eigenkapitalquote und das Bonitätsrating von mittelständischen Unternehmen zu optimieren.
Die zentralen Felder sind die Auswirkungen von Basel II auf die Kreditfinanzierung, die bilanzielle Klassifizierung hybrider Finanzierungsinstrumente und die strategische Einordnung dieser in den Ratingprozess.
Ziel ist es, den Einfluss verschiedener Mezzanine-Instrumente auf die Bilanzstruktur zu beleuchten und Empfehlungen zu geben, wie diese Instrumente für ein besseres Rating ausgestaltet werden können.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur Definition von Mezzanine-Kapital, ergänzt durch eine detaillierte Prüfung bilanzieller Kriterien nach HGB und IFRS sowie eine Untersuchung praktischer Marktbeispiele.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Untersuchung einzelner Mezzanine-Instrumente wie Nachrangdarlehen, Verkäuferdarlehen, Stille Beteiligungen, Genussrechte sowie Wandel- und Optionsanleihen hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Bilanzierung.
Wichtige Begriffe sind Mezzanine-Kapital, Bonitätsrating, Basel II, Eigenkapitalquote, HGB, IFRS und die spezifischen Finanzierungsinstrumente.
Aufgrund ihrer mitunternehmerischen Ausgestaltung kann sie unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital bilanziert werden, was einen positiven Effekt auf die Eigenkapitalquote ausübt.
Da Basel II Banken zu einer risikoadjustierten Kreditvergabe zwingt, suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, ihr Bonitätsrating durch eine verbesserte Eigenkapitalausstattung (ggf. auch durch Mezzanine-Kapital) zu heben.
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