Diplomarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Aktuelle Lage des Mittelstandes
2.1 Definition des Mittelstandes
2.2 Wirtschaftliche Stellung
2.3 Finanzierungssituation
3 Der Weg von Basel I zu Basel II
3.1 Der Baseler Ausschuss
3.2 Der Baseler Akkord (Basel I)
3.3 Die neue Eigenkapitalverordnung (Basel II)
4 Rating-Ansätze für die Banken
4.1 Definition des Ratings und dessen Zielgruppen
4.2 Der Standardansatz
4.3 Die internen Ratings (IRB-Ansätze)
4.4 Die Mittelstandskomponente
5 Wesentliche Bestandteile bankinterner Rating-Verfahren
5.1 Ausgewählte interne Rating-Modelle
5.1.1 Das Rating-Modell der Sparkassen (DSGV-Rating)
5.1.2 Das Rating-Modell der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR-II-Rating)
5.2 Die Bestandteile bankinterner Ratings
6 Identifikation der Erfolgsfaktoren von KMU
6.1 Begriffsabgrenzungen: Erfolgsfaktoren und Erfolgspotenziale
6.2 Erfolgsfaktorenforschung
6.3 Erfolgsfaktoren von KMU
7 Qualitätsmanagementsysteme
7.1 Begriffsabgrenzungen: Qualität, Qualitätsmanagement und QM-Systeme
7.2 Total Quality Management
7.2.1 Das EFQM-Modell für Excellence
7.2.2 Die DIN EN ISO 9000:2000ff.
7.3 Wesentliche Elemente von QM-Systemen im Rating-Kontext
7.3.1 Hauptkriterien von QM-Systemen
7.3.2 Wesentliche QM-Maßnahmen
8 Wirkmodell zur Darstellung des Zusammenhangs zwischen QM-Maßnahmen und Finanzierungskonditionen
8.1 Konzeption des Wirkmodells
8.2 Problem bei der Bewertung des Wirkmodells
8.3 Wirkungsverzögerungen von QM-Maßnahmen
8.3.1 Empirische Untersuchung an amerikanischen Unternehmen
8.3.2 Anwendbarkeit der Untersuchungsergebnisse auf deutsche Unternehmen
8.3.3 Ansatz zur Quantifizierung der zeitlichen Wirkungsverzögerungen von QM-Maßnahmen
8.3.4 Versuch den möglichen Beitrag von QM-Maßnahmen zum Unternehmenserfolg zu ermitteln
8.3.5 Kritische Betrachtung der Untersuchungsergebnisse
9 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie mittelständische Unternehmen durch den Einsatz von Qualitätsmanagementsystemen (QM-Systemen) gezielt Einfluss auf ihre Finanzierungskonditionen nehmen können. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Maßnahmen im Rahmen eines QM-Systems die Bonität und damit das Rating durch Banken verbessern können.
3.2 Der Baseler Akkord (Basel I)
Der vom Baseler Ausschuss im Jahre 1988 beschlossene und seit 1993 als verpflichtend zu beachtende Baseler Akkord (Basel I) regelte seitdem die Kapitalausstattung der Banken. Basel I stellte erstmals international geltende Regelungen zu Mindestanforderungen an die Eigenkapitalunterlegung von Banken auf. So waren die Banken seitdem verpflichtet, jeden Kredit mit 8% Eigenkapital (sog. Solvabilitätsfaktor) zu unterlegen. Um dem Adressausfallrisiko Rechnung zu tragen, waren die Banken angehalten, einen dem Kreditnehmer entsprechenden Gewichtungsfaktor (sog. Anrechnungsfaktor) zu berücksichtigen. Die Höhe dieses Faktors und dessen Auswirkung auf die zu hinterlegende Eigenkapitalsumme seitens der Kreditinstitute sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen. Die von der Bank zu hinterlegende Eigenkapitalsumme berechnet sich dabei wie folgt:
Kreditsumme x Anrechnungsfaktor x Solvabilitätsfaktor = zu hinterlegendes EK
1 Einleitung: Einführung in die Finanzierungssituation von KMU unter Berücksichtigung der neuen Eigenkapitalanforderungen von Basel II und Zielsetzung der Arbeit.
2 Aktuelle Lage des Mittelstandes: Definition des Mittelstandes und Darstellung seiner wirtschaftlichen Bedeutung sowie der hohen Abhängigkeit von Bankkrediten.
3 Der Weg von Basel I zu Basel II: Historische Entwicklung und wesentliche Unterschiede der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen hinsichtlich der Risikobetrachtung.
4 Rating-Ansätze für die Banken: Definition von Ratings, deren Zielgruppen sowie Darstellung des Standardansatzes und der IRB-Ansätze.
5 Wesentliche Bestandteile bankinterner Rating-Verfahren: Analyse der Rating-Modelle von Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken sowie der quantitativen und qualitativen Bestandteile.
6 Identifikation der Erfolgsfaktoren von KMU: Definition von Erfolgsfaktoren und Erfolgspotenzialen sowie Ableitung relevanter Faktoren für den Unternehmenserfolg.
7 Qualitätsmanagementsysteme: Erläuterung von Qualitätsmanagementbegriffen, TQM, EFQM-Modell sowie DIN EN ISO 9000ff. und Ableitung wesentlicher QM-Kriterien.
8 Wirkmodell zur Darstellung des Zusammenhangs zwischen QM-Maßnahmen und Finanzierungskonditionen: Konzeption eines Modells zur Verknüpfung von QM-Maßnahmen mit dem Ratingergebnis unter Berücksichtigung zeitlicher Verzögerungen.
9 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassende Darstellung der Erkenntnisse bezüglich des Einflusses von QM auf das Rating und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Qualitätsmanagement, Basel II, Rating, KMU, Finanzierung, Kreditrisiko, Eigenkapital, Erfolgsfaktoren, TQM, DIN EN ISO 9001, Wirkmodell, Bonität, Banken, Prozessorientierung, Unternehmensführung.
Die Arbeit analysiert, inwieweit mittelständische Unternehmen durch Qualitätsmanagement gezielt Einfluss auf die Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit (Rating) bei Banken und damit auf ihre Finanzierungskonditionen ausüben können.
Zentrale Themen sind die Anforderungen von Basel II, die Funktionsweise bankinterner Rating-Verfahren, die Identifikation betriebswirtschaftlicher Erfolgsfaktoren und die Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen als strategisches Instrument.
Das primäre Ziel ist es, den Wirkungszusammenhang zwischen spezifischen QM-Maßnahmen und dem qualitativen Ratingergebnis von KMU zu modellieren und zu bewerten.
Es wurde eine literaturbasierte Analyse durchgeführt, ergänzt durch ein Experteninterview mit einem Finanzdienstleister zur Überprüfung der aufgestellten Modellannahmen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Baseler Akkorde, einer detaillierten Analyse von Rating-Verfahren, der Identifikation von KMU-Erfolgsfaktoren, der Darstellung gängiger QM-Systeme und der Konzeption eines Wirkmodells.
Wichtige Schlüsselwörter sind Basel II, Qualitätsmanagement, Rating, Finanzierung von KMU, Kreditrisiko und Erfolgsfaktoren.
Da qualitative Faktoren (soft facts) bei modernen bankinternen Rating-Verfahren einen signifikanten Anteil an der Notenfindung haben, können gezielte Qualitätsmaßnahmen diese Kriterien positiv beeinflussen.
Die Untersuchung zeigt, dass Qualitätsmaßnahmen oft nicht unmittelbar im aktuellen Rating sichtbar werden, sondern mit zeitlicher Verzögerung indirekt über die Verbesserung quantitativer Finanzkennzahlen in späteren Perioden wirken.
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