Magisterarbeit, 2007
94 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlegende Konzepte
2.1 Wortbedeutung, Polysemie und Synonymie
2.2 Institutionalisierung und Lexikalisierung
2.3 Nichtetablierung und das Veralten von Wörtern
2.4 Produktivität
2.5 Potenzielle Wörter
3 Gründe für lexikalischen Wandel
3.1 Innovation und Wandel
3.2 Relevante Gründe für lexikalischen Wandel in der Computerterminologie
3.2.1 Bedarf an neuem Vokabular
3.2.2 Ausdruck von Lebensgefühl und Gruppenzugehörigkeit
4 Wortbildung
4.1 Komposita
4.2 Affigierung
4.3 Combining Forms
4.3.1 Die Form cyber
4.4 Konversion
4.5 Clipping
4.6 Blends oder Wortkreuzungen
4.7 Akronyme und Abkürzungen
4.8 Neologismen
4.9 Analogien oder Wortspiele
5 Borrowing oder Entlehnungen
6 Semantischer Wandel
6.1 Bedeutungserweiterung
6.1.1 digital/cyber/virtual/electronic
6.2 Bedeutungsverengung
6.3 Metapher
6.4 Metonymie
6.5 Ellipse
6.6 Tabu und Euphemismus
6.7 Bedeutungsverbesserungen und -verschlechterungen
7 Korpus Analyse
7.1 Verwendete Korpora
7.1.1 WebCorp – das Internet als Korpus
7.1.2 Korpus des Guardian und der New York Times
7.2 Wichtige Neubildungen der letzten Jahre
7.3 Beispiele von Ungebräuchlichkeit und Veralten
7.4 Ist die Form cyber immer noch produktiv?
7.5 Der Gebrauch von cyber, virtual, digital und electronic
7.6 Das Vorkommen von Ellipsen
7.7 Synonymische Wortbildungen
7.8 Der Einfluss der Computerterminologie auf andere Bereiche der Sprache
7.9 Ausblick auf andere mögliche Korpora
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den lexikalischen Wandel im heutigen Englisch, wobei der Schwerpunkt auf der technologisch geprägten Sprache des Computer- und Internetbereichs liegt. Ziel der Arbeit ist es, die Mechanismen und Prozesse zu identifizieren, durch die dieser spezifische Wortschatz entsteht, sich verbreitet oder wieder veraltet, sowie den Einfluss dieser Terminologie auf die allgemeine Sprache zu beleuchten.
3.2.1 Bedarf an neuem Vokabular
Die Benennung von neuen Konzepten und Objekten mit neuen Wörtern ist die wohl wichtigste Ursache von lexikalischem Wandel. Für Dinge, die es bisher noch nicht gab, können auch noch keine Bezeichnungen existieren. So genannte ‚lexical gaps’ gibt es aus verschiedenen Gründen. So können sie durch Neuerungen in der Politik, Technologie und allen anderen gesellschaftlichen und persönlichen Bereichen entstehen. Immer wenn der Bedarf für ein neues Wort gegeben ist, gibt es mehrere potenzielle Wörter, die diese Lücke einnehmen können. Obwohl es Kriterien gibt (siehe Kapitel 2.5), welche Wörter sich eher durchsetzten als andere, lässt sich das nie genau sagen. Letztendlich hängt das immer vom Geschmack und Zeitgeist ab.
In dem Maße wie er entsteht, kann ein semantischer Bedarf, also der Bedarf für einen neuen Ausdruck, aber auch wieder abhanden kommen. Wenn das Konzept sich nicht durchsetzt, veraltet schließlich das Wort, das es bezeichnet mit ihm. Der bloße Fakt, dass es schon eine funktionierende Bezeichnung für ein Konzept gibt, besagt noch lange nicht, dass sich nicht auch andere Bezeichnungen für das schon vorhandene Konzept entwickeln können und letztendlich auch durchsetzen können. Das Prinzip des Blockings greift hier nicht (Kjellmer, 2000: 221ff). Dieses liegt besonders daran, dass Wörter durch häufige, teils inflationäre Benutzung einen Teil ihrer Ausdruckskraft verlieren. Sie kommen aus der Mode und werden durch neue und frischere Begriffe ersetzt, die mehr dem Zeitgeist entsprechen (Aitchinson, 2001: 146.) Es ist demnach auch nicht ausgeschlossen, dass sich zwei synonyme Bezeichnungen für ein Konzept etablieren, die dann zumindest zeitweise nebeneinander existieren.
Der Bedarf an neuem Vokabular ist auch für die Computerterminologie der zentrale Grund, warum in diesem Bereich lexikalischer Wandel stattfindet. Seit den vierziger Jahren wird der Computer immer weiter entwickelt und es entstanden und entstehen immer noch viele neue Konzepte, für die es vorher einfach keine Bezeichnung gab, weil sie nicht existierten. Für sie müssen jetzt Bezeichnungen gefunden werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des lexikalischen Wandels durch den Einfluss von Computertechnologie und Internet ein und stellt das methodische Vorgehen vor.
2 Grundlegende Konzepte: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen wie Polysemie, Synonymie, Institutionalisierung und Produktivität definiert, um den Rahmen für die Analyse zu schaffen.
3 Gründe für lexikalischen Wandel: Das Kapitel beleuchtet linguistische, historische und soziale Ursachen des Sprachwandels, mit Fokus auf die spezifischen Bedürfnisse der Computerterminologie.
4 Wortbildung: Hier werden die verschiedenen morphologischen Prozesse der Wortbildung, wie Komposition, Derivation, Clipping und Blending, an computerbezogenen Beispielen analysiert.
5 Borrowing oder Entlehnungen: Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Entlehnungen und stellt fest, dass die englische Computerterminologie heute eher eine Gebersprache als eine Empfängersprache ist.
6 Semantischer Wandel: Hier liegt der Fokus auf der Bedeutungserweiterung, Metaphern, Metonymien und anderen semantischen Prozessen, die den Wandel im Computerwortschatz vorantreiben.
7 Korpus Analyse: Im Zentrum dieses Kapitels steht die empirische Untersuchung von Wörtern und deren Kollokationen anhand von Internet- und Zeitungsarchiven, um Gebrauchstrends nachzuweisen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie schnell der lexikalische Wandel in der Computerwelt abläuft und welche Rolle das Internet dabei spielt.
Lexikalischer Wandel, Computerterminologie, Internet, Wortbildung, Semantischer Wandel, Korpusanalyse, Neologismen, Metapher, Produktivität, WebCorp, Sprachwandel, Anglizismen, Bedeutungserweiterung, Internet-Sprache, Fachsprache.
Die Arbeit untersucht, wie sich die englische Sprache durch technologische Neuerungen, insbesondere im Bereich der Computer und des Internets, verändert und weiterentwickelt.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Wortbildungsprozesse (wie Komposita oder Blends), der semantische Wandel durch Metaphern sowie die Rolle des Internets als treibende Kraft für Neologismen.
Die Autorin möchte aufzeigen, wie die Computerterminologie entsteht, welche linguistischen Prinzipien dabei wirken und wie diese Fachsprache schrittweise in die allgemeine Umgangssprache übergeht.
Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus theoretischer Fundierung linguistischer Prozesse und einer empirischen Korpusanalyse, für die WebCorp sowie Zeitungsarchive genutzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Wortbildungsprozesse und des semantischen Wandels, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Beispielen im Computerumfeld.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie lexikalischer Wandel, Korpusanalyse, Internetterminologie und semantische Bedeutungserweiterung charakterisieren.
Die Metapher ist laut Autorin das wichtigste Werkzeug, um abstrakte technische Konzepte für Laien begreifbar zu machen, wobei besonders der Anthropomorphismus (die Vermenschlichung von Computern) stark ausgeprägt ist.
Veralterung tritt ein, wenn entweder die zugrunde liegende Technik vom Markt verschwindet oder wenn ein neues Wort mit höherer Prägnanz und dem aktuellen Zeitgeist besser harmoniert und das alte Wort ablöst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

