Diplomarbeit, 2006
96 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.1.1 Risiko und Liquidität
2.1.2 Liquiditätsrisiken in Banken
2.1.3 Liquiditätsrisikomanagement im Kontext des Risikophasenmodells
2.2 Entwicklungen im Liquiditätsmanagement von Banken
3 Aufsichtsrechtliche Anforderungen und gesetzliche Bestimmungen
3.1 Quantitative Anforderungen
3.2 Qualitative Anforderungen
4 Methoden im Liquiditätsrisikomanagement von Banken
4.1 Messung von Liquiditätsrisiken
4.1.1 Anforderungen an die Methoden
4.1.2 Risikomaße
4.1.3 Methoden zur Messung von Liquiditätsrisiken
4.1.3.1 Liquiditätskoeffizienten des Grundsatzes II
4.1.3.2 Risikostrukturkennzahlen
4.1.3.3 Liquiditätsablaufbilanz
4.1.3.4 Liquidity at Risk Konzept
4.1.3.5 Money at Risk Konzept
4.1.4 Beurteilung der Methoden zur Messung von Liquiditätsrisiken
4.1.4.1 Liquiditätskoeffizienten des Grundsatzes II
4.1.4.2 Risikostrukturkennzahlen
4.1.4.3 Liquiditätsablaufbilanz
4.1.4.4 Liquidity-at-Risk-Konzept
4.1.4.5 Money at Risk Konzept
4.1.5 Zusammenfassende Beurteilung
4.2 Bewertung von Liquiditätsrisiken
4.3 Steuerung von Liquiditätsrisiken
4.3.1 Methoden zur Steuerung von Liquiditätsrisiken
4.3.1.1 Aktive Steuerungsmaßnahmen und deren Instrumente
4.3.1.2 Passive Steuerungsmaßnahmen und deren Instrumente
4.3.2 Beurteilung der Methoden zur Steuerung von Liquiditätsrisiken
5 Liquiditätsrisikomanagement in der Praxis
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, aktuelle Methoden zur Messung, Bewertung und Steuerung von Liquiditätsrisiken in Banken kritisch zu analysieren und zu beurteilen. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von Liquiditätsrisiken und der neuen Anforderungen durch die MaRisk, wird untersucht, inwieweit traditionelle und innovative Ansätze zur Bewältigung dieser Risiken geeignet sind.
4.1.3.4 Liquidity at Risk Konzept
Bei der Ermittlung des LaR kann – in Anlehnung an den VaR – zwischen drei statistischen Ansätzen unterschieden werden. Es handelt sich um den nichtparametrischen Ansatz, den parametrischen Ansatz und den semiparametrischen Ansatz. Einführend werden diese drei Ansätze kurz vorgestellt:
(1) „Der nichtparametrische Ansatz zieht die empirische Verteilung des Saldos autonomer Zahlungen als Prognoseverteilung für den zukünftigen Verlauf der Risikogröße heran.“ Nichtparametrische Verfahren zur Risikoschätzung eignen sich, wenn keine Modellvorstellung über die Verteilungen der Ausprägungen des Risikos vorliegt und sie auf einer empirischen Verteilungsfunktion basieren. Probleme im Hinblick auf die Liquiditätsrisikomessung ergeben sich jedoch daraus, dass die beobachteten Ausprägungen der Risikogröße den Wertebereich der Risikoschätzung begrenzen. Außerdem ist es nicht möglich Stressdimensionen abzubilden, da die zukünftigen Auszahlungsüberschüsse durchaus höher sein können als die in der Vergangenheit beobachteten. Somit besteht die Gefahr der Unterschätzung noch nicht vorgekommener hoher Liquiditätsanforderungen. Positiv anzumerken ist dennoch die einfache Implementierung der historischen Simulation.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas Liquiditätsrisikomanagement und Erläuterung der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen: Darstellung grundlegender Begriffe sowie Einordnung von Liquiditätsrisiken in den Risikomanagementprozess von Kreditinstituten.
3 Aufsichtsrechtliche Anforderungen und gesetzliche Bestimmungen: Überblick über quantitative Vorgaben wie den Grundsatz II sowie qualitative Anforderungen durch die MaRisk.
4 Methoden im Liquiditätsrisikomanagement von Banken: Detaillierte Untersuchung und kritische Beurteilung von Mess- und Steuerungsmethoden für Liquiditätsrisiken.
5 Liquiditätsrisikomanagement in der Praxis: Analyse der Umsetzung von Liquiditätsrisikomanagement bei ausgewählten deutschen Großbanken.
6 Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Liquiditätsrisikomanagements.
Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, Banken, MaRisk, Grundsatz II, Liquiditätsrisikomessung, Liquidity at Risk, Money at Risk, Risikosteuerung, Liquidität, Zahlungsströme, Fristentransformation, Risikobewertung, Bankenaufsicht, Zahlungsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Methoden zur Messung, Bewertung und Steuerung von Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten vor dem Hintergrund moderner aufsichtsrechtlicher Anforderungen.
Im Zentrum stehen die Begriffsabgrenzung, die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen (insbesondere MaRisk und Grundsatz II) sowie ein detaillierter Vergleich traditioneller und innovativer Mess- und Steuerungsmethoden.
Ziel ist es, die Eignung verschiedener Methoden zur Liquiditätsrisikomessung und -steuerung zu bewerten und aufzuzeigen, wie Banken diese in der Praxis unter Berücksichtigung regulatorischer Vorgaben implementieren können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich theoretischer Konzepte sowie der beispielhaften Darstellung von Vorgehensweisen in Geschäftsberichten renommierter Banken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Messmethoden (LaR, Money at Risk), deren kritische Beurteilung sowie die Untersuchung aktiver und passiver Steuerungsmaßnahmen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Liquiditätsrisiko, MaRisk, Grundsatz II, Liquidity at Risk, Money at Risk und Risikotragfähigkeit charakterisiert.
Es betrachtet Liquiditätsrisiko als Kosten, die bei Eintritt eines Negativ-Szenarios entstehen, um Liquiditätsinkongruenzen zu schließen, und ermöglicht damit eine monetäre Bewertung.
Die MaRisk fordern angemessene, institutsindividuelle Systeme zur Messung, Überwachung und Kontrolle, wodurch sie den Fokus von rein quantitativen Kennzahlen hin zu einer qualitativen, prozessorientierten Risikobewertung verschieben.
Nein, das Modell wird zwar als innovativer Ansatz beurteilt, gilt aber weder als ausgereift noch als in der Praxis etabliert.
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