Masterarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Die Bildung der Großen Koalition im Jahr 2005
2.1 Die Bundestagswahl
2.2 Der chronologische Ablauf des Prozesses der Regierungsbildung
3. Die Bedeutung von Öffentlichkeit und Öffentlicher Meinung
3.1 Die zentralen Akteure der Öffentlichkeit
3.1.1 Die Sprecher
3.1.2 Das Publikum
3.1.3 Die Medien
3.2 Die Bedeutung von Nachrichtenfaktoren
3.3 Trennung von Nachricht und Meinung
3.4 Die Bedeutung der Qualitätspresse auf die öffentliche Meinung
3.5 Die Bedeutung der Öffentlichen Meinung für die Regierungsarbeit
4. Aufbau der Untersuchung
4.1 Die Fragestellung
4.1.1 Hypothesenbildung
4.1.2 Die Hypothesen zusammengefasst
4.2 Methodischer Teil
4.2.1 Zeitraum der Untersuchung
4.2.2 Festlegung des Codiermaterials
4.2.3 Datenerfassung und Datenbereinigung
4.2.4 Aussagenklassifizierung
4.3 Das Codebuch
4.4 Reliabilitätsprüfungen
5. Ergebnisse
5.1 Formale Variablen
5.2 Parteienbewertungen
5.2.1 Wertende Aussagen über die Parteien
5.2.2 Die Bewertung der SPD im Vergleich zur Union
5.2.3 Die Häufigkeit der Nennungen in den einzelnen Zeitungen
5.2.4 Die Bewertung von SPD und Union in den einzelnen Zeitungen
5.3 Akteursbewertung
5.3.1 Die Bewertung der politischen Spitzen-Akteure
5.3.2 Die politischen Spitzen-Akteure im Vergleich zueinander
5.3.3 Die Bewertung von Schröder und Merkel in den einzelnen Zeitungen
5.3.4 Die Aussagen in Bezug auf die Bundestagswahl
5.3.5 Die Aussagen in Bezug auf Kanzlerfrage und persönlichem Auftreten
5.3.6 Die Bewertung vor und nach Schröders Rücktrittsankündigung
5.3.7 Schröder und Merkel im Vergleich zu den Parteiakteuren insgesamt
5.4 Koalitionsbewertungen
5.4.1 Die Bewertung der unterschiedlichen Koalitionsoptionen
5.4.2 Die Koalitionsoptionen nach Schröders Rücktrittsankündigung
5.4.3 Die Bewertung der Großen Koalition in den einzelnen Zeitungen
6. Zusammenfassung und Diskussion
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss der öffentlichen Meinung, wie sie sich in Pressekommentaren der überregionalen Qualitätspresse in Deutschland widerspiegelt, auf den komplizierten Regierungsbildungsprozess nach der Bundestagswahl 2005. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Resonanz der Presse auf die politischen Akteure, Parteien und Koalitionsoptionen ausfiel und inwiefern diese mediale Berichterstattung Rückschlüsse auf das politische Meinungsbild zulässt.
3.1.2 Das Publikum
Öffentlichkeit entsteht dort, wo ein Sprecher vor einem Publikum kommuniziert. Als ein entscheidender Faktor stellt sich hierbei dar, dass man beim Publikum von einer prinzipiellen Unabgeschlossenheit sprechen kann (Vgl. Neidhardt a.a.O. S.12-14). Die Größe eines Publikums lässt sich bei massenmedialer Kommunikation nicht exakt bestimmen und über dessen Zusammensetzung nur wenig Fundiertes sagen. Da in Deutschland heutzutage nahezu sämtliche Bürger durch Massenkommunikation erreicht werden können, lässt sich über die genaue Wirkung von Kommunikation in der Gesellschaft nur wenig Fundiertes aussagen.
Im Prinzip lässt sich die Gesamtheit der Bevölkerung als Publikum von öffentlicher Kommunikation bezeichnen, jedoch entspricht dies im Normalfall nicht der Realität, da Kommunikation auch seitens des Publikums ein Mindestmaß an Aktivität, sprich eine eigene Beteiligung am Interaktionsprozess, voraussetzt. Von einer kontingenten Größe kann beim Publikum somit nicht gesprochen werden. Friedhelm Neidhardt zieht daraus das Fazit, dass das Publikum somit alles andere als bevölkerungsrepräsentativ ist. (Vgl. Ebd. S.13)
1. Einleitung: Darstellung des denkwürdigen Auftritts von Bundeskanzler Schröder nach der Bundestagswahl 2005 und Einführung in die Fragestellung bezüglich des Einflusses der öffentlichen Meinung auf die Regierungsbildung.
2. Die Bildung der Großen Koalition im Jahr 2005: Zusammenfassung des langwierigen Prozesses der Regierungsbildung und der Ausgangslage nach der Bundestagswahl.
3. Die Bedeutung von Öffentlichkeit und Öffentlicher Meinung: Theoretische Herleitung der Konzepte Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung sowie Erläuterung der Rolle der beteiligten Akteure und Medien.
4. Aufbau der Untersuchung: Darlegung der methodischen Vorgehensweise, der Hypothesenbildung sowie der Kriterien für die Auswahl des Codiermaterials.
5. Ergebnisse: Präsentation und Analyse der empirischen Daten hinsichtlich Parteien-, Akteurs- und Koalitionsbewertungen.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Forschungsergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Medien für den politischen Prozess.
Bundestagswahl 2005, Regierungsbildung, Große Koalition, überregionale Qualitätspresse, Pressekommentare, Inhaltsanalyse, Gerhard Schröder, Angela Merkel, öffentliche Meinung, Nachrichtenfaktoren, Medienwirkung, politische Kommunikation, Parteienbewertung, Akteursbewertung.
Die Arbeit analysiert, wie sich der Prozess der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2005 in den Kommentaren der überregionalen deutschen Qualitätspresse widerspiegelte.
Zentral sind die Bewertung der politischen Parteien, die Resonanz auf die Spitzenakteure (insbesondere Schröder und Merkel) sowie die Kommentierung möglicher Koalitionsvarianten.
Die Studie untersucht, wie die Resonanz der Pressekommentare der überregionalen Tageszeitungen in Deutschland auf den Prozess der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2005 ausfiel.
Die Arbeit nutzt eine empirische Inhaltsanalyse, um die Tonalität und Häufigkeit von Aussagen über politische Akteure und Parteien in den Zeitungen zu erfassen.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen zur Öffentlichkeit, das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Regierungsbildung 2005, Qualitätspresse, Inhaltsanalyse, politische Kommunikation und öffentliche Meinung.
Das Ergebnis war kompliziert und überraschend, da kein klassisches Lager eine Mehrheit erringen konnte, was zu langwierigen Sondierungsgesprächen und intensiven öffentlichen Spekulationen führte.
Ja, die Analyse zeigt, dass sich die Bewertung von Gerhard Schröder nach seiner Ankündigung, einer Großen Koalition nicht im Wege stehen zu wollen, tendenziell verbesserte und die Aufmerksamkeit für ihn abnahm.
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