Magisterarbeit, 2007
148 Seiten, Note: 1,5
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Weblogs
2.1 Online-Medien
2.1.1 Eigenschaften des World Wide Web und von Online-Journalismus
2.1.2 Weblogs: Eigenschaften und Definition
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Stand der Weblogforschung
2.2.2 Weblogs und Journalismus
2.3 Medienkritik als Gegenstand von Weblogs
2.3.1 Medienkritik und Medienjournalismus
2.3.2 Problemfelder der Medienkritik
2.3.2.1 Eigenwerbung und Konkurrenzschelte
2.3.2.2 Institutionalisierungsproblem
2.3.2.3 Journalistische Rollenverständnisse
2.3.3 Weblogs und Medienkritik
3 Theorie
3.1 Journalismus als soziales System
3.1.1 Systemtheoretische Ansätze in der Publizistikwissenschaft
3.1.2 Journalismus als eigenständiges soziales System
3.1.3 Journalistische Akteure
3.1.4 Begriffsdefinition
3.2 Qualität im Journalismus
3.2.1 Stand der empirischen Qualitätsforschung
3.2.2 Qualitätsdimensionen
3.2.3.1 Unabhängigkeit
3.2.3.2 Richtigkeit
3.2.3.3 Akzeptanz
3.2.3.4 Rechtmässigkeit
3.2.4 Erhobene Qualitätskriterien
3.2.4.1 Aktualität
3.2.4.2 Transparenz
3.2.4.3 Objektivität
3.2.4.4 Vielfalt
3.2.4.5 Vollständigkeit
3.2.4.6 Relevanz
3.2.4.7 Analytische Qualität
3.2.4.8 Interaktivität
3.2.4.9 Verständlichkeit
3.2.4.10 Hypermedialität
3.2.4.11 Unterhaltsamkeit
3.2.5 Journalistische Qualität in Weblogs
4 Fragestellung und Hypothesen
5 Methode
5.1 Gegenstand
5.1.1 Einschränkungen
5.1.1.1 Beschränkung der Gültigkeit
5.1.1.2 Beschränkung der Perspektive
5.1.1.3 Beschränkung der Dimensionen
5.1.2 Untersuchungsmaterial
5.1.3 Untersuchte Weblogs
5.2 Inhaltsanalyse
5.2.1 Codebuch und Pretest
5.3 Befragung
5.4 Datenstruktur
6 Ergebnisse
6.1 Aktualität
6.2 Transparenz
6.3 Objektivität
6.4 Vielfalt
6.5 Vollständigkeit
6.6 Relevanz
6.7 Analytische Qualität
6.8 Interaktivität
6.9 Verständlichkeit
6.10 Hypermedialität
6.11 Unterhaltsamkeit
6.12 Gesamtwerte
6.13 Befragung
7 Fazit und Ausblick
8 Literatur
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die journalistische Qualität medienkritischer Weblogs durch eine quantitative Inhaltsanalyse zu untersuchen und mit der journalistischen Qualität von Online-Ausgaben traditioneller Tageszeitungen zu vergleichen, um der Forschungsfrage nachzugehen, ob Medienkritik in Weblogs eine höhere Qualität als in traditionellen Medien aufweist oder ob es sich lediglich um Pseudojournalismus handelt.
Medienkritik als Gegenstand von Weblogs
In diesem Kapitel soll gezeigt werden, weshalb Weblogs gerade für den Bereich der medialen Selbstberichterstattung Vorteile bieten können. Denn es gibt im Medienjournalismus wie in keinem anderen Themengebiet medialer Berichterstattung eine Vielzahl von Problemfeldern. Deshalb kommen die spezifischen Eigenschaften von Weblogs hier besonders zum Tragen.
Bei der Betrachtung von deutschsprachigen Weblogs fällt auf, dass sich eine Vielzahl von ihnen mit Medienthemen beschäftigt. Wenn man davon ausgeht, dass Weblogs eine Alternative zur bestehenden Medienlandschaft bilden können, kann diese Erscheinung als Hinweis darauf angesehen werden, dass bei Medienthemen ein besonderer Bedarf an einer solchen Alternative besteht. Dieser Eindruck wird bestätigt, wenn man sich die umfangreiche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Medienberichterstattung und -kritik genauer ansieht. Diese zeigt, dass die Besonderheit der medialen Selbstbeobachtung zu einer ganzen Reihe von Problemen führt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Macht der Medien, die Problematik ihrer ökonomischen Verflechtung und die Rolle der Medienkritik als „fünfte Gewalt“, während sie gleichzeitig die Hypothese aufstellt, dass Weblogs eine neue, potenziell unabhängigere Plattform für Medienkritik darstellen könnten.
2 Weblogs: Dieses Kapitel definiert den Gegenstand Weblogs, ordnet ihn in den Online-Journalismus ein und arbeitet den Forschungsstand auf, wobei insbesondere die Herausforderungen der Definition aufgrund der formalen und inhaltlichen Heterogenität des Mediums hervorgehoben werden.
3 Theorie: Der theoretische Teil führt die soziologische Systemtheorie als Analyseinstrument ein, definiert Journalismus als autonomes soziales System und leitet aus der bestehenden medienwissenschaftlichen Forschung relevante Qualitätsdimensionen für eine empirische Untersuchung ab.
4 Fragestellung und Hypothesen: Basierend auf der Theorie werden Hypothesen über die journalistische Qualität von Weblogs im Vergleich zu Online-Zeitungen formuliert, mit der Haupthypothese, dass Weblogs eine höhere Qualität bei der Medienkritik aufweisen.
5 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der zehn untersuchten Weblogs und die ergänzende Befragung der Betreiber zur Validierung der Ergebnisse.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die empirischen Daten zu den elf untersuchten Qualitätsdimensionen, wobei Weblogs bei der Mehrheit der Kriterien, insbesondere bei der analytischen Qualität, besser abschneiden als Online-Zeitungen, während Letztere bei Transparenz und Objektivität punkten.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt, dass Weblogs qualitativ hochwertigen Medienjournalismus leisten können und eine ernstzunehmende Ergänzung zu den traditionellen Medien darstellen, wobei auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung hingewiesen wird.
Medienkritik, Weblogs, Online-Journalismus, Qualitätsforschung, Medienjournalismus, Systemtheorie, Inhaltsanalyse, Blogosphäre, Journalistische Qualität, Systemtheorie, Empirische Studie, Medienberichterstattung, Gatekeeper-Paradigmas, Mikrojournalisten, Internet.
Die Arbeit untersucht, ob medienkritische Weblogs journalistische Qualitätsstandards erfüllen und ob sie eine qualitativ hochwertigere Alternative zu der Medienkritik in traditionellen Online-Zeitungen darstellen.
Die zentralen Themenfelder sind die Medienkritik, die Rolle von Weblogs als neue Form des Journalismus und die Anwendung systemtheoretischer Ansätze zur Messung von journalistischer Qualität.
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob Medienkritik in Weblogs – entgegen einer oft skeptischen Sichtweise – eine höhere Qualität aufweist als in den traditionellen Medien oder ob es sich lediglich um Pseudojournalismus handelt.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Inhaltsanalyse von Weblog-Artikeln sowie eine begleitende Befragung der Blogger, um sowohl die inhaltliche Produktseite als auch die Produzentenperspektive empirisch zu erfassen.
Der Hauptteil behandelt die systemtheoretische Fundierung von Journalismus als eigenständigem sozialen System und leitet daraus verschiedene Qualitätsdimensionen wie Aktualität, Transparenz, Objektivität und analytische Qualität ab.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienkritik, Weblogs, Qualitätsdimensionen, Systemtheorie, Online-Journalismus und journalistische Professionalität.
Tageszeitungen wurden gewählt, da Medienkritik dort eine gewisse Tradition hat und ihre Online-Ausgaben aufgrund der vergleichbaren technischen Grundlage eine geeignete Basis für einen empirischen Vergleich bieten.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Weblogs insgesamt eine höhere journalistische Qualität aufweisen als die verglichenen Online-Zeitungen, wobei Weblogs insbesondere bei der analytischen Qualität und der Interaktivität besser abschneiden.
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