Diplomarbeit, 2004
118 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
Kapitel 1 – Der Bezugsrahmen
2 Comedy im Fernsehen
2.1 Der Comedybegriff
2.1.1 Comedy – die Lust an der Alltagsdarstellung
2.1.2 Comedy – der Sinn im Unsinn
2.2 Begriffsbestimmung
3 Comedyformate im Fernsehen
3.1 Comedyshow und Comedyserie
3.1.1 Stand-up-Comedy
3.1.2 Late-Night-Show
3.1.3 Panel-Comedy
3.1.4 Sitcom
3.1.5 Candid-Camera
3.1.6 Sketch-Comedy
3.1.7 Specials
4 Comedy als Teil der Fernsehunterhaltung
5 Medienökonomische Bedeutung von Comedy im Fernsehen
5.1 Werbepreise und Reichweite
5.2 Einschaltquoten und Marktanteile von Comedy im Fernsehen
5.3 Werbepreise im Umfeld von Comedyformaten
6 Zusammenfassung
Kapitel 2 – Die Zuschauer
7 Die Resonanz bei den Zuschauern
8 Gründe für die Rezeption von Comedy im Fernsehen
8.1 Uses and Gratifications Approach
8.2 Mood-Management-Theorie
8.3 Eskapismustheorie
8.4 Weitere Modelle und Theorien
9 Faktoren der Rezeption bei Comedyformaten
9.1 Faktoren humoristischer Attraktivität
9.2 Wünsche der Zuschauer an Comedy im Fernsehen
9.3 Weitere Faktoren bei der Rezeption von Comedy
9.3.1 Identifikation mit den Darstellern
9.3.2 Neuartigkeit
10 Persönliche Faktoren der Zuschauer
11 Zusammenfassung
Kapitel 3 – Die Produktion von TV-Comedy
12 Berufsbilder in der Fernsehproduktion
12.1 Der Produzent
12.2 Der Producer
12.3 Der Regisseur
12.4 Der Autor
12.5 Der Redakteur
13 Wichtige Faktoren bei der Produktion von TV-Comedy
13.1 Methodisches Vorgehen
13.1.1 Qualitative Inhaltsanalyse
13.1.2 Durchführung
13.2 Faktor 1: Das Konzept
13.3 Faktor 2: Die Intuition
13.4 Faktor 3: Die Mitarbeiter
13.4.1 Die Autoren
13.4.2 Der Regisseur
13.5 Faktor 4: Die Darsteller
13.6 Faktor 5: Die Zielgruppe
14 Vorgaben bei der Produktion
14.1 Vorgaben für Produzent und Producer
14.1.1 Senderkriterien
14.1.2 Finanzielle Beschränkungen
14.2 Vorgaben für den Producer
14.3 Vorgaben für den Regisseur
14.4 Vorgaben für den Programmplaner auf Senderseite
15 Gründe für den Erfolg von TV-Comedy
16 Wirtschaftliche Bedeutung von TV-Comedy für Sender und Produzenten
16.1 Fernsehanstalten
16.1.1 Werbekunden
16.1.2 Zuschauerbindung
16.1.3 Kosten-Nutzen-Relation
16.2 Produktionsunternehmen
16.2.1 Produktionsvolumen
17 Zusammenfassung
Kapitel 4 - Zusammenführung
18 Vergleich der Faktoren von Rezeption und Produktion
18.1 Ergebnisse
18.2 Schlussfolgerungen
19 Schlussbetrachtung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg von Comedy-Formaten im deutschen Privatfernsehen bestimmen. Hierbei wird ein systematischer Vergleich zwischen der Rezeptionsseite (Zuschauer) und der Produktionsseite (Medienmacher) angestellt, um aufzuzeigen, wie erfolgreich diese Faktoren bei der Sendungsentwicklung genutzt werden.
2.1.1 Comedy – die Lust an der Alltagsdarstellung
Auch wenn Comedy als Fernsehunterhaltung in ihrer Darstellung nicht unbedingt der Realität entspricht, da oftmals absurd, ist bei den unterschiedlichen Comedyformaten meist Alltag und Menschliches Gegenstand der komischen Unterhaltung (vgl. Broder, 1994: 15; Neale/Krutnik, 1990: 11f; Sievert, 2004). Dies ist ähnlich den Soap Operas, Daily Talks oder Reality-TV-Formaten, die in erster Linie den Alltag als mediales Ereignis zeigen (vgl. Gleich, 2001: 524; Schäfer, 2002: 176).
„Comedy reflektiert das Alltagsgeschehen und stellt es in humoristischer Form dar, so daß sich die Rezipienten über vertraute Begebenheiten amüsieren können.“ (Lambernd, 1998: 58).
Komik entsteht, wenn das Außergewöhnliche mit dem Alltäglichen in Verbindung gebracht wird. Es ist z.B. außergewöhnlich und absurd, eine homosexuelle Raumschiffbesatzung darzustellen. Es wird allerdings noch komischer, wenn genau diese Besatzung sich mit ganz alltäglichen Belangen befasst wie etwa Namenstag, Übergewicht oder Käsesahne.4 Meist kommen aber ganz „normale“ Menschen in ungewöhnliche Situationen oder erleben komische Begebenheiten, die in der Realität relativ unwahrscheinlich sind und letzten Endes zum Lachen und Amüsieren anregen (vgl. Brown/Bryant, 1983: 145). Comedy ist demnach „ein humorvolles Abbild der Welt“ (Sievert, 2004). Bei diesem Nachahmen der Realität geht es immer darum, möglichst schnell und zielgerichtet auf die komische Unterhaltung, das Lustige im Realen zu kommunizieren (vgl. Kalkofe, 2000: 213).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Fernsehens in Deutschland als Massenmedium und die wachsende Bedeutung von Comedy als festen Bestandteil der privaten Fernsehunterhaltung.
Kapitel 1 – Der Bezugsrahmen: Dieses Kapitel definiert den Comedybegriff und ordnet verschiedene Comedyformate in den Kontext der Fernsehunterhaltung ein, wobei auch die medienökonomischen Aspekte wie Werbepreise beleuchtet werden.
Kapitel 2 – Die Zuschauer: Hier werden die Gründe für die Rezeption von Comedy untersucht, wobei psychologische Modelle wie die Mood-Management-Theorie und die Eskapismustheorie zur Erklärung des Erfolgs herangezogen werden.
Kapitel 3 – Die Produktion von TV-Comedy: Dieses Kapitel widmet sich den Berufsbildern in der Produktion sowie den entscheidenden Faktoren und Vorgaben, die bei der Umsetzung von Comedy-Sendungen eine Rolle spielen.
Kapitel 4 - Zusammenführung: Der letzte Teil führt die Ergebnisse aus der Rezeptionsanalyse und der Produktionsforschung zusammen und vergleicht, wie die identifizierten Erfolgsfaktoren in der Praxis Anwendung finden.
Comedy, Fernsehen, Rezeption, Produktion, Einschaltquoten, Werbepreise, Unterhaltung, Zielgruppe, Humorforschung, Mood-Management, Eskapismus, Comedy-Formate, Fernsehproduktion, Programmplanung, Zuschauerbindung.
Die Arbeit untersucht den Bereich Comedy im deutschen Fernsehen und vergleicht dabei die Sichtweisen und Anforderungen von Zuschauern (Rezeption) mit den Prozessen und Vorgaben der Produzenten (Produktion).
Zentrale Felder sind die Definition von Comedy, die Analyse der Publikumsbedürfnisse, die medienökonomische Relevanz für Sender sowie der tatsächliche Produktionsalltag mit seinen vielfältigen Anforderungen.
Das Ziel besteht darin, die Faktoren für den Erfolg von TV-Comedy zu identifizieren und aufzuzeigen, inwieweit diese Faktoren bei der professionellen Produktion von Comedysendungen bewusst oder intuitiv berücksichtigt werden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf qualitativen Interviews mit Experten aus der Comedy-Produktion, deren Aussagen mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Erklärungsmodelle zur Comedy-Rezeption, die Analyse von Erfolgsfaktoren (wie die 7 A's der humoristischen Attraktivität) sowie eine detaillierte Darstellung der Produktionsfaktoren (Konzept, Intuition, Mitarbeiter, Darsteller, Zielgruppe).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Comedy, Rezeption, Produktion, medienökonomische Bedeutung, Zielgruppenorientierung und Erfolgsfaktoren.
Diese Altersgruppe ist für die Werbeindustrie besonders attraktiv, da sie als konsumfreudig gilt, was wiederum die Programmentscheidungen der privaten Fernsehsender maßgeblich beeinflusst.
Sie liefert eine psychologische Begründung dafür, warum Menschen Comedy konsumieren: Die Zuschauer nutzen entsprechende Sendungen, um ihre Stimmung zu regulieren – entweder um schlechte Laune zu vermeiden oder um positive Gefühle zu verstärken.
Es zeigt sich, dass Produzenten viele der von der Forschung identifizierten Erfolgsfaktoren intuitiv in ihrem Handeln anwenden, auch wenn sie diese nicht immer als theoretisches "Handwerkszeug" explizit benennen.
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