Diplomarbeit, 2006
84 Seiten, Note: 1,7
1 Wertschöpfungsbeitrag des strategischen Beschaffungsmanagement
2 Bedeutung und Instrumente der Lieferantenintegration in Industrieunternehmen
2.1 Strategische Bedeutung des Lieferantenmanagement aus Beschaffungssicht
2.2 Instrumente in der Lieferantenintegration
2.3 KANBAN als Form der Just-in-Time-Beschaffung
3 Potenziale einer Lieferantenintegration durch Just-in-Time
3.1 Relevanz von Fertigungsstrategien im Wettbewerb bei Lieferantenpartnerschaften
3.2 Information und Kommunikation als Basisfaktor der Lieferantenintegration durch Just-in-Time
3.3 Wechselseitige Beeinflussung von Just-in-Time-Methoden und Infrastruktur bei Industrieunternehmen
4 Beitrag einer Lieferantenintegration durch Just-in-Time für die Unternehmensperformance
4.1 Beitrag von Lieferantenintegration durch Just-in-Time im High Performance Manufacturing
4.2 Just-in-Time gesteuerte Beschaffung bei einer Lieferantenintegration in der Automobilindustrie
5 Effiziente Kooperation zwischen Hersteller und Handel in der Konsumgüterindustrie
Diese Arbeit untersucht den Beitrag des Just-in-Time-Konzepts (JIT) zur materialflussorientierten Lieferantenintegration in Industriebetrieben. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch die enge Verknüpfung von Beschaffungs- und Fertigungsprozessen Wettbewerbsvorteile erzielt werden können und welche Rolle dabei unterstützende Infrastrukturfaktoren wie Informationstechnologie und Personalmanagement spielen.
2.3 KANBAN als Form der Just-in-Time-Beschaffung
Ein Beispiel für die organisatorische Umsetzung von JIT innerhalb einer Lieferantenintegration ist die Materialbereitstellung durch das KANBAN-System. Die KANBAN-Steuerung wurde von Toyota zur Planung und Steuerung von Materialflüssen im Unternehmen und mit dicht angesiedelten Zulieferern initiiert, um Kostensenkungseffekte durch Lagerbestandsreduktion und eine schnelle Materialbereitstellung zu erreichen. Das System ist ein einfaches Materialkontrollsystem, das es ermöglicht, interne Vorgänge mit denen von Lieferanten zu verknüpfen und zu synchronisieren. Der Materialfluss funktioniert nach dem Pullprinzip, das heißt, dass Material, welches von einer Stufe verbraucht wird, von der vorgelagerten Stufe wieder nachgeliefert beziehungsweise nachproduziert wird. Die Bestandshöhe im System ist durch die Anzahl der umlaufenden KANBAN-Karten, die je einem Standard-KANBAN-Behälter entsprechen, bestimmt. Sobald eine Entnahme eines KANBAN-Behälters aus dem Pufferlager stattfindet, löst diese Stufe einen Bedarfsimpuls für die Materialvorstufe aus, was auch in Abbildung 3 ersichtlich wird.
Die Kommunikation zwischen den Wertschöpfungsstufen findet durch weitergeleitete Identifikationskarten statt, die an den Fertigwaren-KANBANs angebracht sind. Im unternehmensübergreifenden KANBAN-System, welches in Abbildung 3 dargestellt ist, informiert die Bedarf-KANBAN-Karte die Zulieferfirma A darüber, eine vordefinierte Menge zu fertigen, wenn die Menge aus dem Pufferlager der Firma B entnommen wurde. Die Lieferanten-KANBAN-Karte fordert auf, einen vollen KANBAN-Behälter an einen Arbeitsplatz zu bringen oder sie an die Abnehmerfirma zu liefern. Die dabei entstandenen vermaschten, selbst steuernde Regelkreise, ermöglichen eine dezentrale Steuerung, in der Bestände quasi durch Informationskarten substituiert werden.
1 Wertschöpfungsbeitrag des strategischen Beschaffungsmanagement: Analysiert die Verlagerung von Wertschöpfungsaufgaben auf Zulieferer infolge globaler Marktdynamik und definiert den strategischen Stellenwert der Beschaffung.
2 Bedeutung und Instrumente der Lieferantenintegration in Industrieunternehmen: Erläutert die Grundlagen des Lieferantenmanagements und stellt Instrumente wie TQM, KANBAN und Neuproduktentwicklung vor.
3 Potenziale einer Lieferantenintegration durch Just-in-Time: Untersucht die Auswirkungen von JIT auf Wettbewerbsfaktoren wie Kosten, Qualität und Zeit sowie die Bedeutung von Informationssystemen und Infrastruktur.
4 Beitrag einer Lieferantenintegration durch Just-in-Time für die Unternehmensperformance: Bewertet den Erfolg von JIT im Kontext des High Performance Manufacturing und präsentiert die Smart-Produktion als Praxisbeispiel.
5 Effiziente Kooperation zwischen Hersteller und Handel in der Konsumgüterindustrie: Überträgt die JIT-Logik auf das ECR-Konzept in der Konsumgüterbranche und zeigt Synergien in der gesamten Wertschöpfungskette auf.
Just-in-Time, Lieferantenintegration, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfung, KANBAN, Supply Chain Management, Informationssysteme, EDI, Produktionsstrategie, Prozessoptimierung, High Performance Manufacturing, Fertigungstiefe, Lean Management, Wettbewerbsvorteile
Die Arbeit analysiert, wie das Just-in-Time-Konzept als strategisches Instrument zur materialflussorientierten Integration von Lieferanten in Industrieunternehmen eingesetzt werden kann, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem strategischen Beschaffungsmanagement, der Bedeutung von Informations- und Kommunikationssystemen (wie EDI und APS), der notwendigen Infrastruktur für JIT-Methoden und der Integration in die Lieferkette.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine enge Kooperation zwischen Abnehmer und Lieferant Kosten gesenkt, Durchlaufzeiten verkürzt und die Qualität optimiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Forschung, ergänzt durch Fallbeispiele, insbesondere aus der Automobilindustrie.
Im Hauptteil werden die Potenziale von JIT, die Rolle von IT-Systemen, der Einfluss der Unternehmensinfrastruktur sowie konkrete Beispiele aus dem High Performance Manufacturing (HPM) analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Just-in-Time, Lieferantenintegration, Supply Chain Management, KANBAN, EDI und Performance-Steigerung.
Smartville ist ein extremes Beispiel für einen Zulieferpark, bei dem Zulieferer direkt auf dem Werksgelände operieren, um eine minimale Leistungstiefe bei gleichzeitig hoher JIT-Integration zu realisieren.
Ohne eine fundierte Infrastruktur – wie beispielsweise qualifiziertes Personal, präventive Instandhaltung und Qualitätsmanagement – können JIT-Methoden ihr volles Potenzial nicht entfalten und führen oft nicht zum gewünschten Erfolg.
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