Fachbuch, 2007
100 Seiten
Einleitung
I. König Salomos Hohelied der Liebe
II. Die Personen und die Handlung
III. Biblische Sexualethik im Kontext der Zeiten
IV. Nachwort
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Hohelied Salomos nicht als allegorische Darstellung, sondern als ein biblisches Zeugnis für die erotische Liebe zwischen Mann und Frau zu interpretieren und in einen Dialog mit modernen sexualethischen Fragestellungen zu bringen.
Die Einzigartigkeit des Geliebten
In einem fließenden Übergang zum Kap 1, den wir als Prolog bezeichnet haben, beginnt das Kap 2 mit einer Strophe des Liedes, die man vielleicht als Tagtraum Sulamith bezeichnen könnte. Dieser zeigt uns Wesentliches über das Verhältnis des jungen Liebespaares zueinander verrät. Vielleicht ruft sie sich in dessen Abwesenheit schöne Stunden ins Gedächtnis, die sie mit ihm erlebt hat.
2. 1-3: Ich bin eine Narzisse im Sharon, eine Lilie der Täler. Wie eine Lilie unter Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern. Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten zu sitzen gelüstet's mich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß.
Es geht um mehr als um Komplimente, die sich die Liebenden gegenseitig gemacht haben: Die Bilder sind symbolhaft und bedeutungsvoll. Mag ihre Schönheit auch vergleichbar sein mit der anderer Blumen, aber in ihre Sanftheit ist sie einzigartig, denn sie hat keine Dornen wie die andere um sie herum. Die Attraktivität Sulamiths liegt nicht nur in ihrer körperlichen Schönheit. Der Hirte erwartet mehr von seiner künftigen Partnerin für's Leben. Die Lilie unter den Dornene scheint auf die Sanftheit des Mädchens hinzudeuten. Bei ihr holt wird er sich keine Verletzungen einhandeln.
Einleitung: Der Autor führt in die historische Situation des Königtums zur Zeit Salomos ein und begründet seine Motivation, das oft vernachlässigte Hohelied neu auf die erotische Liebe hin zu lesen.
I. König Salomos Hohelied der Liebe: Dieses Kapitel kritisiert gängige allegorische Auslegungen und plädiert für eine wörtliche Deutung des Hohelieds als Liebeslied, um die biblische Aussage über die Sexualität zu bewahren.
II. Die Personen und die Handlung: Es wird die Hypothese einer Dreiecksbeziehung zwischen Salomo, dem Mädchen Sulamith und einem Hirten aufgestellt, um die Dynamik und die Entscheidung des Mädchens zu beleuchten.
III. Biblische Sexualethik im Kontext der Zeiten: Hier werden die im Hohelied entdeckten Werte Treue, persönliche Entscheidung und Intimität mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen der Gegenwart kontrastiert.
IV. Nachwort: Das Nachwort resümiert die Notwendigkeit einer bewussten sittlichen Orientierung und betont die Hoffnung, die im christlichen Glauben für gelingende Beziehungen liegt.
Hohelied, Sexualethik, Sulamith, Salomo, Erotik, biblische Auslegung, Liebe, Treue, Partnerschaft, Hirtenlied, Integrität, Selbstbeherrschung, zwischenmenschliche Beziehungen, Ehe, biblische Anthropologie.
Das Buch bietet eine Auslegung des Hohelieds Salomos als ein biblisches Zeugnis für die erotische Liebe zwischen Mann und Frau, abseits der traditionellen allegorischen Deutungen.
Die Themen umfassen die biblische Sicht auf Sexualität, die Analyse zwischenmenschlicher Treue, die Bedeutung persönlicher Integrität bei der Partnerwahl sowie die Herausforderung, biblische Werte in eine säkulare Moderne zu integrieren.
Das primäre Ziel ist es, den ursprünglichen, lebensbejahenden Charakter der Liebe im Hohelied freizulegen und daraus Impulse für eine zeitgemäße, ethisch fundierte Sexualität zu gewinnen.
Es handelt sich um eine exegetisch orientierte, aber nicht primär theologische Facharbeit, die den Text im Lichte der sogenannten Hirten-Theorie liest und psychologische sowie soziologische Beobachtungen einfließen lässt.
Der Hauptteil analysiert die Akteure des Hohelieds, den Verlauf der „Handlung“ zwischen Salomo, dem Mädchen und dem Hirten, sowie die Anwendung dieser biblischen Erkenntnisse auf moderne gesellschaftliche Krisen in der Sexualethik.
Die zentralen Begriffe sind Hohelied, Sexualethik, Liebe, Treue, Sulamith, biblische Auslegung, Partnerschaft und christliche Werte.
Während die Kirchengeschichte das Lied oft allegorisch (als Beziehung zwischen Gott und Israel oder Christus und der Gemeinde) deutete, besteht der Autor auf einer realen, menschlichen Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau.
Sie dient als hermeneutischer Schlüssel, um Sulamiths Entscheidung gegen den König Salomo und für den einfachen Hirten zu verstehen, was als bewusste Entscheidung für echte Liebe statt materieller Macht gedeutet wird.
Der Autor plädiert für eine bewusste Selbstbeherrschung und Rückbesinnung auf biblische Maßstäbe, um der „Orientierungslosigkeit“ und dem Missbrauch der Sexualität in der modernen Gesellschaft zu begegnen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

