Diplomarbeit, 2006
116 Seiten, Note: 1,0
1 GEGENSTAND UND ZIEL DER ARBEIT
2 FRANZÖSISCH ALS WELTSPRACHE
2.1 Französisch und Englisch – zwei Sprachen in Konkurrenz um den Status als internationale Verkehrssprache
2.1.1 Die französische Sprache als Ausdruck der politischen Stellung Frankreichs – historische Dimension
2.1.2 Der Vormarsch des Englischen
2.1.3 Die globale Stellung des Französischen – zeitgenössische Dimension
2.2 Französisch als kulturelles Erbe der frankophonen Gemeinschaft
2.2.1 Der Stellenwert der Sprache im französischen Selbstverständnis
2.2.2 Sprachgesetzgebung und Kulturpolitik in Frankreich
2.2.3 Institutionen der Frankophonie – Pflege des „patrimoine“
3 FRANZÖSISCH ALS EUROPÄISCHE VERKEHRSSPRACHE
3.1 Europäische Sprachenpolitik – ein linguistisches Mosaik
3.1.1 Gesetzliche Regelungen
3.1.2 Amts- und Arbeitssprachen
3.1.3 Die Diskussion um die europäische Mehrsprachigkeit
3.1.4 Alternativen zur aktuellen Regelung
3.2 Die Stellung des Französischen in den Institutionen der Europäischen Union
3.2.1 Die Sprachenpraxis in den Organen der EU
3.2.2 Empirische Untersuchungen zur Sprachenfrage in der EU
3.2.3 Experteninterviews
3.2.4 Maßnahmen der französischen Regierung zum Erhalt des Französischen als Arbeitssprache der EU
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert der französischen Sprache innerhalb der Europäischen Union und analysiert, inwieweit Frankreich durch Kulturpolitik und institutionelle Frankophonie versucht, den Status des Französischen als Arbeitssprache gegenüber der Dominanz des Englischen zu verteidigen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Bedeutung der französischen Sprache für ihre Sprecher und ihre Rolle in der multilingualen Praxis der EU-Institutionen.
Die französische Sprache als Ausdruck der politischen Stellung Frankreichs – historische Dimension
Bei der Betrachtung des Weltsprachenstatus’ des Französischen können im Wesentlichen zwei kulturelle und politische Höhepunkte identifiziert werden. Dazu zählen sowohl das 12. und 13. Jahrhundert als auch die Periode vom 17. bis zum 18. Jahrhundert. In beiden zeitlichen Abschnitten war nicht nur Französisch als internationale Verkehrssprache vorherrschend, auch für Frankreich waren dies Epochen politischer und kultureller Größe (vgl. Hagège 1992: 93). Allerdings kann erst ab dem 16. Jahrhundert von der neufranzösischen Sprache gesprochen werden. Zudem konstituierte sich damals nicht nur die nationale Einheit Frankreichs, sondern auch das Französische als dessen Nationalsprache (vgl. Klare 1998: 89). Die Betrachtung im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll daher ab dieser Zeit erfolgen.
Bis ins 16. Jahrhundert genoss das Lateinische als Schriftsprache in den verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, des Rechts, der Verwaltung und Diplomatie sowie der Kirche ein hohes Prestige. Dennoch konnten sich im Mittelalter erstmals auch einige Volkssprachen international durchsetzen. Die Reformation, die die Verwendung des Lateinischen als Kirchensprache ablehnte, unterstützte diese Entwicklung. In Frankreich nutzte der damalige König Franz I. erstmals Französisch als Instrument, um die Nation nach innen und außen zu repräsentieren.
1 GEGENSTAND UND ZIEL DER ARBEIT: Das Kapitel führt in die Fragestellung ein, ob und wie die französische Sprache ihre Bedeutung als Weltsprache im europäischen Kontext behaupten kann.
2 FRANZÖSISCH ALS WELTSPRACHE: Dieses Kapitel erörtert die sprachhistorischen und sozioökonomischen Faktoren, die Französisch den Status einer Weltsprache verliehen haben und betrachtet die Rolle der Institutionen der Frankophonie.
3 FRANZÖSISCH ALS EUROPÄISCHE VERKEHRSSPRACHE: Der Abschnitt analysiert die mehrsprachige Praxis innerhalb der Europäischen Union, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die empirische Verwendung der Sprachen in verschiedenen EU-Organen.
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Perspektiven der französischen Sprache in der EU unter Berücksichtigung der laufenden Erweiterungsprozesse.
Französisch, Europäische Union, Weltsprache, Frankophonie, Sprachpolitik, Mehrsprachigkeit, Arbeitssprache, Kulturpolitik, Sprachbewusstsein, Lingua Franca, Identität, Diplomatie, Sprachenregelung, europäische Integration, Fremdsprachenerwerb.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle der französischen Sprache im Kontext der europäischen Sprachenpolitik und ihre Stellung innerhalb der EU-Institutionen.
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung des Französischen als Weltsprache, die Verbindung von Sprache und kultureller Identität in Frankreich sowie die praktische Anwendung von Sprachen in EU-Organen.
Ziel ist es, den aktuellen Stellenwert des Französischen als Arbeitssprache in der EU zu bewerten und zu hinterfragen, wie dieser durch politische Maßnahmen gestützt wird.
Es werden eine theoretische Analyse der Fachliteratur zur Sprachgeschichte und Sprachpolitik sowie empirische Experteninterviews mit EU-Abgeordneten und Mitarbeitern genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Weltsprachenstatus des Französischen, die europäische Sprachenpolitik und die konkrete Sprachenpraxis in Institutionen wie der EU-Kommission und dem Parlament.
Zu den Kernbegriffen gehören Sprachenpolitik, Frankophonie, Mehrsprachigkeit, Arbeitssprache und europäische Identität.
Die "clarté" (Klarheit) wird als zentraler Mythos der französischen Sprache angeführt, der maßgeblich zu ihrem früheren Prestige als Sprache der Diplomatie und der intellektuellen Elite beigetragen hat.
Die Experten sind mehrheitlich der Meinung, dass eine Reduzierung der Amtssprachen (ähnlich wie im Europarat) zu logistischen Problemen, Diskriminierung und einer Schwächung der Bürgernähe führen würde.
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