Diplomarbeit, 2004
115 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Adipositas
2.1 Bewertungskriterien
2.1.1 Bewertung des Ausmaßes
2.1.2 Körperzusammensetzung
2.1.2.1 Methoden zur Messung des Körperfettanteils
2.1.2.2 Fettverteilungsmuster
2.2 Prävalenz und Kosten der Adipositas
2.3 Risiko der Adipositas
2.3.1 Medizinische Auswirkungen
2.3.2 Psychische Auswirkungen
2.4 Ätiologie
2.4.1 Positive Energiebilanz
2.4.2 Bewegungsmangel
2.4.3 Die genetische Disposition
2.4.3.1 Adipositas bei syndromaler Krankheit und bei Einnahme von Medikamenten
2.4.4 Ernährungsverhalten
2.4.4.1 Ernährungsverhalten im Wandel
2.5 Adipositastherapie
2.5.1 Indikation und Diagnostik
2.5.2 Therapieziele
2.5.2.1 Gewichtsziele
2.5.2.2 Verhaltenstherapeutische Ziele
2.5.3 Charakteristik des therapeutischen Vorgehens
2.5.3.1 Ernährungstherapie
2.5.3.2 Bewegungstherapie
2.5.3.3 Verhaltenstherapie
2.5.3.4 Kommerzielle Gewichtsreduktionsprogramme
2.5.3.5 Gewichtsenkende Medikamente
2.5.3.6 Chirurgie
2.5.4 Qualitätskriterien zum Aufbau eines Adipositastherapieprogrammes
2.5.4.1 Strukturqualität
2.5.4.2 Prozessqualität
2.5.4.3 Ergebnisqualität
2.5.4.3.1 Kriterien zur Beurteilung der Ergebnisqualität
3 Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen
3.1 Erläuterung des Begriffs
3.2 Konzepte zur Erfassung der Lebensqualität
3.2.1 Messung der Lebensqualität
3.2.2 Grundaspekte zur Beurteilung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
3.3 Stand der Forschung
3.4 Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
3.4.1 Zentrale Gesundheitsprobleme im Kindesalter
3.4.2 Erklärungsansätze für gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen
3.4.2.1 Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen als Determinanten von Gesundheit und Entwicklung
3.4.3 Gesundheitsförderung
3.4.3.1 Erläuterung des Begriffs
3.4.3.2 Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
4 Fragebogen zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
4.1 Hintergrund der Modifikation
4.2 Subskalen zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
4.2.1 Körperliche Aktivität
4.2.2 Körperliche Funktionsfähigkeit
4.2.3 Gesundheitszustand, Gesundheitswahrnehmung, Gesundheitsempfinden
4.2.4 Psychisch-emotionales Wohlbefinden
4.2.5 Körperkonzept
4.2.5.1 Körperwahrnehmung
4.2.5.2 Körperbild
4.2.6 Soziales Umfeld
4.3 Erhebung der Daten
4.4 Codierung und Auswertung der Daten
4.5 Darstellung der Ergebnisse
4.5.1 Körperliche Aktivität/Freizeitgestaltung
4.5.2 Körperliche Funktionsfähigkeit
4.5.3 Gesundheitszustand, Gesundheitswahrnehmung, Gesundheitsempfinden
4.5.4 Psychisch-emotionales Wohlbefinden
4.5.5 Körperwahrnehmung
4.5.6 Körperbild
4.5.7 Soziales Umfeld
4.5.8 Die Figurenzeichnungen
4.6 Diskussion der Ergebnisse
5 Ausblick
Die Diplomarbeit widmet sich der Modifikation eines Fragebogens zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei adipösen Kindern und Jugendlichen. Angesichts der epidemischen Zunahme von Adipositas in dieser Altersgruppe und der damit einhergehenden physischen sowie psychischen Belastungen, zielt die Arbeit darauf ab, ein valides und altersgerechtes Messinstrument zu entwickeln, um die Lebensqualität Betroffener systematisch zu evaluieren und als Erfolgsparameter für therapeutische Maßnahmen zu etablieren.
2 Adipositas
Der menschliche Organismus besitzt die Fähigkeit, aufgenommene Nahrungsenergie unabhängig von ihrer Form (Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß) im Fettgewebe zu speichern. Aufgrund der saisonalen Schwankungen in Menge und Qualität des Nahrungsangebotes, war dies für die Entstehungsgeschichte des Menschen in vor- und frühgeschichtlicher Zeit von überlebenswichtiger Bedeutung. Heute hat dieser Vorteil der effizienten Energiekonservierung seine ursprüngliche Bedeutung verloren. Für den Menschen mit konstantem Überangebot an Nahrungsenergie und gleichzeitig eingeschränktem Energieverbrauch wird diese Fähigkeit zum „genetischen Bumerang“ (Wenk, Amado, Dupuis, 1997) da sie zur übermäßigen Anlage von Depotfett mit pathophysiologischen Konsequenzen führt.
Die zunächst günstige evolutionsbedingte Konstellation hat sich heute in einen Nachteil verwandelt (vgl. Kluthe, 1995; Wenk, Amado, Dupuis, 1997). Übergewicht gilt als eines der Hauptprobleme des modernen Menschen. Steigt das Gewicht über ein bestimmtes Maß hinaus an, spricht man von Adipositas.
Adipositas ist eine generalisierte, übermäßige Vermehrung des Körperfettgewebes. Die Fettmasse bildet einen zu hohen Anteil am Körpergewicht, welcher mit einer deutlichen Beeinflussung der Gesundheit einhergeht (Pudel, 1991; Pudel & Westenhöfer, 1997). Heute wird die Adipositas als chronische Krankheit und nicht nur als biologische Variante angesehen (AGA, 2002). Sie stellt einen entscheidenden Risikofaktor für medizinisch relevante Erkrankungen dar, wie folgendes Zitat beschreibt: „Obesity may decrease longevity, aggrevate the onest and clinical progression of maladies, and modify the social or economical quality of life“ (Bray, 1986). In den USA werden ca. 280.000 Todesfälle/Jahr auf die Adipositas mit ihren Folgeerkrankungen zurückgeführt, womit sie statistisch gesehen die zweithäufigste Todesursache im Erwachsenenalter nach dem Rauchen ist (vgl. AGA, 2002).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel des Ernährungsverhaltens sowie die zunehmende Stigmatisierung übergewichtiger Kinder und erläutert die Notwendigkeit, neben medizinischen Risiken auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität adipöser Jugendlicher zu erforschen.
2 Adipositas: Dieses Kapitel definiert die Adipositas als chronische Erkrankung und analysiert ihre Ursachen, medizinische Risiken, psychische Folgen sowie die Kriterien für eine effektive Therapie und deren Qualitätsmanagement.
3 Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen: Hier werden theoretische Grundlagen der Lebensqualitätsforschung diskutiert, der Forschungsstand beleuchtet und der Zusammenhang zwischen Lebensbedingungen und der Gesundheit junger Menschen hervorgehoben.
4 Fragebogen zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität: Dieser Teil beschreibt die Modifikation des ILQAKJ-Fragebogens, die Subskalen, die Datenauswertung einer ersten Erhebungswelle sowie die Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich Reliabilität und Anpassung an den kognitiven Entwicklungsstand der Kinder.
5 Ausblick: Das Kapitel skizziert die Notwendigkeit weiterführender Evaluationen und beschreibt ein geplantes Untersuchungsdesign, das neben subjektiven Einschätzungen auch objektive Parameter zur fundierten Gesundheitsberichterstattung integriert.
Adipositas, Kinder und Jugendliche, gesundheitsbezogene Lebensqualität, ILQAKJ, Fragebogenmodifikation, Therapieprogramme, Übergewicht, psychische Gesundheit, Körperkonzept, Bewegungsmangel, Ernährungsverhalten, Prävention, Lebensqualität, Körperwahrnehmung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Modifikation eines Instruments zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei adipösen Kindern und Jugendlichen.
Die Arbeit verknüpft medizinische Grundlagen der Adipositas bei Kindern mit psychologischen Aspekten der Lebensqualität und testet ein wissenschaftliches Instrument zur Datenerhebung.
Das primäre Ziel ist die Modifikation des ILQAKJ-Fragebogens, um ein valides Werkzeug bereitzustellen, das die Lebensqualität adipöser junger Menschen aus deren eigener Perspektive erfassbar macht.
Es wurde eine Modifikation existierender, standardisierter Fragebögen durchgeführt, gefolgt von einer ersten Erhebungswelle (n=23) und einer anschließenden reliabilitätsstatistischen Analyse (Cronbachs Alpha).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Adipositasdiagnostik, eine Analyse der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des entwickelten Fragebogens.
Wichtige Begriffe sind Adipositas, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Körperkonzept, ILQAKJ und therapeutische Intervention.
Existierende Fragebögen für Erwachsene sind oft nicht an den kognitiven Entwicklungsstand von Kindern angepasst, weshalb eine kindgerechte Adaption für eine präzise Datenerhebung essenziell ist.
Das Körperbild ist ein sensibler Indikator für psychische Belastungen; die Studie nutzt Figurenzeichnungen, um die Diskrepanz zwischen realer und idealer Figur als Maß für Unzufriedenheit zu messen.
Es beschreibt die evolutionäre Anpassung, bei Nahrungsknappheit Energie zu speichern, die in der heutigen Überflussgesellschaft bei dauerhaftem Überangebot als genetische Prädisposition für Adipositas wirkt.
Der Autor äußert sich eher pessimistisch zur Langzeitstabilität und verweist auf hohe Drop-out-Raten sowie Schwierigkeiten, Gewichtsverluste über Jahre hinweg stabil zu halten.
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