Diplomarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit und Gang der Untersuchung
2 Begriffsdefinition und Abgrenzung
2.1 Corporate Social Responsibility
2.2 Corporate Citizenship
2.3 Corporate Governance
2.4 Corporate Sustainability
2.5 Business Ethics - Unternehmensethik
2.6 Fazit
3 Die historische Entwicklung von CSR
3.1 Die Entwicklung in den USA
3.1.1 Corporate Social Responsibility – CSR1
3.1.2 Corporate Social Responsiveness – CSR2
3.1.3 Corporate Social Rectitude und Cosmos, Science, Religion – CSR3,4
3.1.4 Corporate Social Performance
3.1.5 Stakeholder Ansatz
3.1.6 Fazit zur Entwicklung des CSR-Begriffes in den USA
3.2 CSR in Europa
3.2.1 Das EU-Grünbuch zu CSR
3.2.2 Das European Multi-Stakeholder-Forum (EMSF)
3.2.3 Fazit zur Entwicklung des CSR-Prozesses in Europa
4 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
4.1 Definition von KMU
4.2 Bedeutung von KMU in der Wirtschaft
5 Erfolgsfaktoren von CSR in KMU – Eine empirische Untersuchung
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Auswertung
5.2.1 Engagement der Unternehmen für seine Mitarbeiter
5.2.2 Engagement für den Umweltschutz
5.2.3 Engagement in der Gesellschaft
5.2.4 Unternehmensleitbild / Unternehmenswerte / Vision
5.2.5 Pflege externer Beziehungen
5.2.6 Kenntnisstand von CSR und Erwartungen
5.2.7 Die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen
5.3 Fazit
6 Wie wirkt sich sozial verantwortliches Handeln aus?
6.1 Erfolgreich durch CSR – Kritische und Befürwortende Stimmen
6.2 Erfolgreich durch CSR – Ein Erklärungsversuch
7 Entwicklung einer CSR-Strategie
7.1 CSR-Management anhand des Solution Cycle
7.1.1 1. Phase: Wo steht das Unternehmen im CSR-Management?
7.1.2 2. Phase: Entwicklung einer gemeinsamen Vision & Ansatzpunkte für das CSR-Engagement finden
7.1.3 3. Phase: Die Auswahl eines passenden Projektes
7.1.4 4. Phase: Planen und Bewerten des Projektes
7.1.5 5. Phase: Das Projekt realisieren
7.1.6 6. Phase: Projektauswertung
7.1.7 7. Phase: Lernen
7.1.8 8. Phase: Projektabschluss
7.2 Fazit
8 Instrumente zur Umsetzung von CSR in KMU
8.1 Schritte zur Umsetzung von CSR in KMU
8.2 Instrumente
8.2.1 Corporate Volunteering
8.2.2 Cause-Related-Marketing
8.2.3 Community Joint Venture
8.3 Bewertungsinstrumente
8.4 Leitfäden
8.5 Normen und Standards
8.5.1 Social Accountability 8000 (SA 8000)
8.5.2 ISO 14001ff.
8.6 Fazit
9 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Erfolgsfaktoren einer verantwortungsvollen Unternehmensführung (Corporate Social Responsibility, CSR) speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie KMU ihr gesellschaftliches Engagement strategisch planen und in den Managementprozess integrieren können, um dauerhaft erfolgreich zu wirtschaften.
3.1.1 Corporate Social Responsibility – CSR1
Der Beginn der wissenschaftlichen Debatte wird in der Publikation „Social Responsibilities oft the Businessmen“ von Bowen (1953) gesehen. Aus der Einsicht, dass die Wirtschaft das Leben der Bürger in vielen Bereichen beeinflusst, leitete Bowen die Frage nach den Verpflichtungen der Unternehmen ab, die sich daraus ergeben. Er schlussfolgerte, dass sich die soziale Verantwortung der Unternehmen an den gesellschaftlichen Werten und Erwartungen orientieren muss.26 Folglich sah er die Pflicht von Unternehmen, Verantwortung für gesellschaftliche Aktivitäten zu übernehmen, die über die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens hinaus gehen. Während der 1960er Jahre rückten die Einflussnahme der Unternehmen auf die Gesellschaft und die über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehende Verantwortung von Unternehmen in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Behandelt wurden spezifische soziale Aspekte wie z.B. die Diskriminierung oder Umweltverschmutzung. Bereits zu dieser Zeit wurde ebenfalls der Aspekt des langfristigen ökonomischen Gewinns als Ergebnis einer verantwortlichen Unternehmensführung diskutiert.
Während der 1970er Jahre rückte die CSR Forschung den Fokus von der Verantwortung der Manager zu den Auswirkungen der Unternehmung als gesamte Organisation auf die Gesellschaft. Kernpunkt der Diskussion war der gesamtgesellschaftliche Nutzen und nicht die Einzelinteressen von Firmen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von verantwortungsvollem Wirtschaften angesichts gesellschaftlicher Skandale und definiert den Fokus auf mittelständische Unternehmen.
2 Begriffsdefinition und Abgrenzung: Dieses Kapitel klärt wichtige Begriffe wie Corporate Social Responsibility, Corporate Citizenship und Corporate Governance, um ein ganzheitliches Verständnis für verantwortliche Unternehmensführung zu schaffen.
3 Die historische Entwicklung von CSR: Es wird die konzeptionelle Entwicklung von CSR beleuchtet, unterteilt in die Ursprünge in den USA und die spätere Adaption sowie Förderung durch die Europäische Kommission.
4 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Hier werden KMU definiert und ihre elementare Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und als Kernbereich der Wirtschaft hervorgehoben.
5 Erfolgsfaktoren von CSR in KMU – Eine empirische Untersuchung: Anhand einer eigenen Befragung werden Erfolgsfaktoren und der Status quo gesellschaftlichen Engagements im deutschen Mittelstand analysiert.
6 Wie wirkt sich sozial verantwortliches Handeln aus?: Das Kapitel diskutiert kritische Stimmen und Befürworter von CSR und unternimmt einen Erklärungsversuch, warum verantwortliche Führung zum Unternehmenserfolg beitragen kann.
7 Entwicklung einer CSR-Strategie: Hier wird der "Solution Cycle" als Management-Prozess eingeführt, um CSR-Engagement strategisch und zielgerichtet zu planen und umzusetzen.
8 Instrumente zur Umsetzung von CSR in KMU: Es werden konkrete Instrumente, Leitfäden und Standards wie Corporate Volunteering oder SA 8000 vorgestellt, die KMU bei der praktischen Implementierung unterstützen.
9 Schlussbetrachtung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Relevanz der strategischen CSR-Verankerung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unterstrichen.
Corporate Social Responsibility, CSR, KMU, Mittelstand, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Corporate Citizenship, Erfolgsfaktoren, Unternehmenswerte, Solution Cycle, Corporate Governance, Unternehmensethik, gesellschaftliches Engagement, Wettbewerbsvorteil
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Corporate Social Responsibility (CSR) und untersucht, wie mittelständische Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung strategisch in ihre Unternehmensführung integrieren können.
Im Fokus stehen die theoretische Abgrenzung von CSR-Konzepten, die historische Entwicklung, die spezifischen Anforderungen des Mittelstands (KMU) sowie die praktische Strategieentwicklung und Umsetzung mittels geeigneter Instrumente.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie KMU durch verantwortliches Handeln dauerhaft erfolgreich sein können und welche Erfolgsfaktoren dabei eine Rolle spielen.
Der Autor führt eine empirische Untersuchung durch, bei der Fragebögen an 211 mittelständische Unternehmen verschickt und durch Vor-Ort-Interviews ergänzt wurden, um den Stand und die Effekte von CSR-Maßnahmen zu erfassen.
Der Hauptteil analysiert die empirischen Daten zur CSR-Umsetzung, erörtert Chancen und Nutzen sowie Risiken, und entwickelt einen 8-Phasen-Strategieansatz basierend auf dem "Solution Cycle" für mittelständische Unternehmen.
Die zentralen Schlagworte sind Corporate Social Responsibility, Mittelstand, strategisches Management, Stakeholder-Ansatz, Unternehmenswerte und der "Solution Cycle".
Im Gegensatz zu Großkonzernen ist ein KMU stark durch die Persönlichkeit des Eigentümers geprägt, dessen Überzeugungen und Führungsstil maßgeblich bestimmen, wie CSR-Prozesse gelebt und implementiert werden.
Viele KMU sind traditionell eng in ihrer Region verwurzelt und handeln aus einer inneren Haltung heraus verantwortungsvoll, ohne diesen Prozess explizit mit dem angloamerikanischen Fachbegriff "CSR" zu titulieren.
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