Diplomarbeit, 2006
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen
2.1 Begriffe und Definitionen
2.2 Motivationsarten
2.3. Arbeitsmotive
2.4 Motivationstheorien
2.4.1 Inhaltstheorien
2.4.1.1 Bedürfnispyramide nach MASLOW
2.4.1.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach HERZBERG
2.4.1.3 ERG-Theorie nach ALDERFER
2.4.1.4 Theorie der gelernten Bedürfnisse nach MCCLELLAND/ATKINSON
2.4.2 Prozesstheorien
2.4.2.1 Zielsetzungstheorie nach LOCKE
2.4.2.2 Gerechtigkeitstheorie nach ADAMS
2.4.2.3 Valenz - Instrumentalität - Erwartungs - Theorie nach VROOM
2.4.2.4 Motivationsmodell nach PORTER/LAWLER
2.4.2.5 Theorie der kognitiven Bewertung nach DECI/RYAN
2.5 Ökonomische Ansätze
2.5.1 Prinzipal-Agent-Theorie
2.5.2 Motivation Crowding Theorie nach FREY
3 Entlohnung als Anreizinstrument
3.1 Anreizsysteme und Anreize
3.2 Fixe Entlohnung
3.2.1 Anforderungsabhängige Entlohnung
3.2.2 Qualifikationsabhängige Entlohnung
3.3 Variable Entlohnung
3.3.1 Leistungsabhängige Entlohnung
3.3.2 Erfolgsabhängige Entlohnung und Kapitalbeteiligung
4 Auswirkungen der Entlohnung auf die Motivation
4.1 Bedürfnispyramide nach MASLOW als Inhaltstheorie
4.2 Prozesstheorien
4.2.1 Gerechtigkeitstheorie nach ADAMS
4.2.2 Valenz -Instrumentalität-Erwartungs-Theorie nach VROOM
4.2.3 Motivationsmodell nach PORTER/LAWLER
4.2.4 Die Theorie der kognitiven Bewertung nach DECI/RYAN
4.3 Ökonomische Ansätze
4.3.1 Prinzipal-Agent-Theorie
4.3.2 Motivation Crowding Theorie nach FREY
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die motivierenden Wirkungen von variabler versus hoher fixer Entlohnung auf Mitarbeiter im Kontext betriebswirtschaftlicher und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse.
2.4.1.1 Bedürfnispyramide nach MASLOW
Die Bedürfnispyramide nach ABRAHAM H. MASLOW (1954) stellt eine der am meisten betrachtete Motivationstheorien dar. MASLOW geht von der These aus, dass jeder Mensch fünf Bedürfnisklassen besitzt, die hierarchisch in einem Stufenbau angeordnet sind. Die unterste Stufe bilden die physiologischen Bedürfnisse, zu denen körperliche Bedürfnisse wie Hunger, Schlafen, Sex oder Durst zählen und die der unmittelbaren Selbst- und Arterhaltung dienen. Darüber stehen die Sicherheitsbedürfnisse, die sich auf Stabilität, Geborgenheit, Schutz, Angstfreiheit oder dem Bedürfnis nach Struktur, Ordnung und Gesetz beziehen. Die dritte Hierarchiestufe stellen die Zugehörigkeitsbedürfnisse dar. Zu ihnen gehören sowohl das Bedürfnis nach gefühlsbetonten Kontakten zu anderen Menschen (Liebesbedürfnisse) als auch der Wunsch, fester Bestandteil einer Gruppe zu sein (Soziale Bedürfnisse). Darüber folgen die Bedürfnisse nach Achtung. Hier möchte der Mensch einerseits seine Ich-Bedürfnisse (z.B. Status, Aufmerksamkeit, guter Ruf, Prestige etc.) befriedigen, d.h. er möchte Anerkennung durch andere Menschen erlangen. Andererseits möchte er auch seine Bedürfnisse nach Stärke, Leistung, Kompetenz, Selbstständigkeit etc. befriedigt wissen. Das oberste Bedürfnis der Bedürfnispyramide stellt die Selbstverwirklichung dar. Hier kommt es zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.
Ein weiterer wichtiger Hauptgedanke MASLOWS ist, dass eine höhere Bedürfnisstufe erst erreicht und verhaltenswirksam werden kann, wenn die darunter liegende befriedigt ist. Diese muss aber nicht zu 100 % befriedigt sein. Die Motivation einer Person ist also immer abhängig davon, auf welcher Stufe sie sich gerade befindet. Ist das Bedürfnis befriedigt, verschwindet es folglich aus dem Bewusstsein der betroffenen Person und wirkt somit nicht mehr motivierend. Sie hat also kein bewusstes Bedürfnis mehr nach Achtung, Liebe, Sicherheit oder Hunger, sondern nur noch im metaphysischen Sinne, nach dem ein satter Mensch zwar Hunger verspürt, aber dieses Bedürfnis nicht mehr verhaltensmotivierend wirkt.
1 Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die unterstellte Wirksamkeit variabler Entlohnung und untersucht die motivierende Rolle hoher fixer Entlohnung.
2 Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Motivationsbegriffe, erläutert verschiedene Motivationstheorien (Inhalts- und Prozesstheorien) sowie relevante ökonomische Ansätze.
3 Entlohnung als Anreizinstrument: Es werden Anreizsysteme definiert und die verschiedenen Entlohnungsformen, insbesondere fixe und variable Vergütung, systematisiert.
4 Auswirkungen der Entlohnung auf die Motivation: Die zuvor vorgestellten Theorien werden kritisch auf ihre Anwendbarkeit bezüglich variabler und fixer Entlohnungsformen untersucht.
5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Motivationswirkung stark von individuellen Bedürfnisstrukturen abhängt und variable Entlohnung nicht zwangsläufig unternehmensrelevante Leistung fördert.
Motivation, Variable Entlohnung, Fixe Entlohnung, Anreizsysteme, Bedürfnispyramide, Leistungsmotivation, Prinzipal-Agent-Theorie, Arbeitszufriedenheit, Motivation Crowding Theorie, Prozesstheorien, Inhaltstheorien, Entgeltsysteme.
Die Diplomarbeit untersucht die motivationalen Wirkungen von Entlohnungssystemen, insbesondere den Vergleich zwischen variabler und hoher fixer Vergütung.
Die Arbeit verknüpft psychologische Motivationstheorien wie Maslows Bedürfnispyramide oder Vrooms VIE-Theorie mit ökonomischen Konzepten wie der Prinzipal-Agent-Theorie.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie variable und hohe fixe Entlohnung auf die Motivation von Mitarbeitern wirken und ob eine Leistungssteigerung durch Anreize garantiert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender verhaltenswissenschaftlicher und ökonomischer Theorien, die auf die Fragestellung angewendet werden.
Im Hauptteil werden verschiedene Entlohnungsformen detailliert beschrieben und deren Auswirkungen auf die Motivation anhand der gewählten Prozess- und Inhaltstheorien analysiert.
Motivation, Anreizsysteme, variable und fixe Entlohnung, Leistungs- und Erfolgsentlohnung sowie die Prinzipal-Agent-Theorie.
Die Arbeit zeigt auf, dass Entlohnung nur motivierend wirkt, wenn sie Bedürfnisse befriedigt, die für die jeweilige Person aktuell relevant sind. Daher reagieren Mitarbeiter höchst individuell auf dieselben Anreize.
Nein. Die Arbeit stellt heraus, dass variable Entlohnung aufgrund von mangelndem Individualbezug oder negativen psychologischen Effekten (Crowding-out) oft nicht die beabsichtigte leistungssteigernde Wirkung entfaltet.
Hohe fixe Entlohnung kann über den Shirking-Ansatz motivierend wirken, da Mitarbeiter den attraktiven, gut bezahlten Arbeitsplatz durch Leistung sichern wollen, um drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
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