Diplomarbeit, 1996
98 Seiten, Note: sehr gut
Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur rechtlichen Stellung von Cannabis und analysiert die Haltbarkeit und Sinnhaftigkeit des Arguments der „kulturellen Einbettung“ von Drogen. Ziel ist es, die vermeintliche Kulturfremdheit von Cannabis zu hinterfragen und empirisch nachzuweisen, dass kulturelle Muster und soziale Einbindung beim Cannabiskonsum existieren. Die Arbeit untersucht die aktuellen Erkenntnisse der Cannabisforschung und die deutsche Drogenpolitik, um das Urteil des BVerfG im Kontext dieser Entwicklungen zu interpretieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Cannabis und stellt den aktuellen Forschungsstand sowie die deutsche Drogenpolitik dar. Im Fokus steht dabei das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und die Argumentation der „kulturellen Einbettung“ von Drogen. Die Arbeit analysiert die Rechtsprechung zu Cannabis, insbesondere die Urteile des Landgerichts Lübeck und des Bundesverfassungsgerichts, und beleuchtet den Kulturbegriff im Kontext des BVerfG-Urteils.
Anschließend werden empirische Ergebnisse präsentiert, die Einblicke in die Außen- und Innenperspektive des Cannabiskonsums geben. Die Arbeit untersucht die Empfindungen von Cannabiskonsumenten, ihre Einstellungen zu Hanf und die Wirkungen und Auswirkungen des Konsums. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und diskutiert, um mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft aufzuzeigen.
Cannabis, Drogenpolitik, Bundesverfassungsgericht, kulturelle Einbettung, Kulturbegriff, Cannabisforschung, Empirische Forschung, Hanf, Drogenkonsum, Rechtsprechung, Legalisierung, Prohibition, soziale Einbindung.
Das Bundesverfassungsgericht nutzt diesen Begriff, um die Legalität von Alkohol und Nikotin durch deren tiefe Verwurzelung in der deutschen Kultur zu rechtfertigen, während es dies für Cannabis ablehnt.
Das Gericht sieht in Cannabis eine „kulturfremde“ Droge, deren Konsum im Gegensatz zu legalen Drogen nicht weitgehend missbrauchsfrei in soziale Muster integriert sei.
Ja, sozialwissenschaftliche Studien zeigen, dass Cannabiskonsumenten sehr wohl über kulturelle Muster, Regeln und eine soziale Einbindung ihres Konsums verfügen.
Kritisiert wird die einseitige Orientierung an veralteten Gefahrenmodellen und die Ignoranz gegenüber der tatsächlichen sozialen Realität der Konsumenten.
Die Forschung versucht, eine sachliche Grundlage für die Debatte um Prohibition oder Legalisierung zu schaffen, indem sie Konsummuster und deren Auswirkungen objektiv untersucht.
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