Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Der Produktlebenszyklus
2.1. Grundlagen
2.2 Phasen des Produktlebenszyklus
2.3 Der Aussagewert des Produktlebenszykluskonzeptes
3. Die Lebenszykluskostenrechnung
3.1 Entstehungsgeschichte
3.2 Gegenstand und Rechnungsziel von Lebenszykluskostenrechnungen
3.3 Bezugsobjekte
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Lebenszykluskostenrechnung aus Konsumentensicht
3.3.3 Produktlebenszykluskostenrechnung aus Produzentensicht
3.4 Abgrenzung der Phasen und Kostenkategorien
3.5 Kosten und Erlöse in der Vor- und Nachlaufphase
3.6 Die Verrechnung der Vorlauf- und Folgekosten
3.6.1 Grundlagen
3.6.2 Die Prognose der Kosten und Erlöse
3.7 Die Ratierliche Kalkulation
3.8 Der deckungsbeitragorientierte Ansatz
3.8.1 Grundlagen
3.8.2 Der periodenübergreifende Ausweis von Vorlauf- und Folgekosten
3.8.3 Die periodengerechte Verrechnung von Vorlauf- und Folgekosten
3.9 Der investitionsorientierte Ansatz
3.9.1 Grundlagen
3.9.2 Der investitionsorientierte Ansatz für ein Produkt
3.9.3 Der Kalkulationszinssatz
3.9.4 Konzeption einer mehrstufigen Produktlebenszykluskostenrechnung
3.10 Die Bewertung der Ansätze der Produktlebenszykluskostenrechnung
3.11 Das Lücke-Theorem
3.11.1 Grundlagen
3.11.2 Abgrenzung der Begriffe Auszahlungen, Ausgaben bzw. Kosten und ihre Verbindung
3.11.3 Das Lücke-Theorem als Bindeglied zwischen zahlungsorientierter und kostenorientierter Produktlebenszykluskostenrechnung
3.11.4 Beurteilung des Lücke-Theorems
4. Die Abgrenzung zu anderen Kostenrechnungssystemen
4.1. Abgrenzung zum Target Costing
4.1.1. Grundlagen des Target Costing
4.1.2. Verbindungen zum Target Costing
4.2. Abgrenzung zur Plankostenrechnung
4.2.1. Grundlagen der Plankostenrechnung
4.2.2. Systeme der Plankostenrechnung
4.2.3. Verbindungen zur Plankostenrechnung
5. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Lebenszykluskostenrechnung als strategisches Instrument zur ganzheitlichen Erfassung und Steuerung von Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus, mit dem Ziel, die Profitabilität von Produkten durch die Einbeziehung von Vorlauf- und Folgekosten zu optimieren und gegenüber traditionellen Systemen wie dem Target Costing und der Plankostenrechnung abzugrenzen.
3.1 Entstehungsgeschichte
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte das amerikanische Verteidigungsministerium (Department of Defence) ein neues Kostenrechnungskonzept, welches als Entscheidungshilfe für die Beschaffung von Waffensystemen dienen sollte. Dieses sogenannte „Life Cycle Costing“ fand im Laufe der Zeit auch Anwendung für öffentliche Bauprojekte. Für den Anwender dieses Konzeptes bestand das Augenmerk darin, durch Betrachtung von Anschaffungs- und Folgekosten die Investitionsentscheidungen zu fundieren und die Gesamtkosten zu beeinflussen.
Der Einsatz der Lebenszykluskostenrechnung, insbesondere für den privatwirtschaftlichen Bereich, ist nicht zuletzt auf die immer schnelllebigere Zeit und die damit stark in Verbindung stehenden, immer kürzer werdenden Produktzyklen, zurückzuführen. Heutzutage ist es keine Seltenheit, dass ein Produkt nur wenige Jahre auf dem Markt ist, bevor es infolge neuartiger Produktinnovationen zunehmend weniger nachgefragt wird. Dieser Sachverhalt führt zu einer Verkürzung des Zeitraumes der Gewinnrealisierung und zu einem Ansteigen der Gemeinkosten vor allem durch die notwendige intensive Forschung und Entwicklung. Aus dieser Dynamik heraus gewinnen diese Kosten zunehmend an Bedeutung, was insbesondere in der Lebenszyklusrechnung zur Anwendung kommt. Hierbei werden die Kosten und Erlöse bereits während der Entwicklungsphase analysiert und prognostiziert, wodurch eine Kostenplanung und -beeinflussung ermöglicht wird.
Riezler definiert die Lebenszykluskostenrechnung kurz und dennoch aussagekräftig: „Die Lebenszykluskostenrechnung ist ein umfassendes, periodenübergreifendes Planungs- und Überwachungsinstrumentarium, das die mit einem Strategischen Projekt über dessen gesamte Laufzeit verbundenen wirtschaftlichen Wirkungen berechenbar macht.“
Es kann festgehalten werden, dass in den ersten Ansätzen zur Lebenszykluskostenrechnung zunächst die Interessen der öffentlichen Hand dominierten. Der zentrale Einsatzbereich dieses Kostenrechnungskonzeptes befand sich zuerst nicht im erwerbswirtschaftlichen Bereich. Der Einsatz konzentrierte sich auf lang andauernde Projekte mit einem hohen Auftragsvolumen (z.B. Kraftwerke und Bohrinseln, dem Transrapid, Museen, den Kliniken in Aachen und Wien, usw.), für welche die Auftragsvergabe von der Informationstransparenz der Lebenszykluskosten abhing.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den steigenden Kostendruck und die Verkürzung von Produktlebenszyklen als Auslöser für die Notwendigkeit einer strategischen, lebenszyklusorientierten Kostenrechnung.
2. Der Produktlebenszyklus: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept des Produktlebenszyklus als Marktreaktionsmodell und beschreibt die fünf klassischen Phasen von der Einführung bis zur Degeneration.
3. Die Lebenszykluskostenrechnung: Hier werden Entstehungsgeschichte, verschiedene methodische Ansätze sowie die Problematik der Zurechnung von Vorlauf- und Folgekosten detailliert analysiert.
4. Die Abgrenzung zu anderen Kostenrechnungssystemen: Dieses Kapitel stellt die Unterschiede und möglichen Integrationen zwischen der Lebenszykluskostenrechnung, dem Target Costing und der Plankostenrechnung dar.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Relevanz und der methodischen Herausforderungen der Lebenszykluskostenrechnung für das moderne Kostenmanagement.
Lebenszykluskostenrechnung, Produktlebenszyklus, Vorlaufkosten, Folgekosten, Target Costing, Plankostenrechnung, Investitionsrechnung, Lücke-Theorem, Deckungsbeitragsrechnung, Kostenmanagement, Rentabilität, Amortisation, Kapitalwertmethode, Kostensubstitution, Preismanagement.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Konzept der Lebenszykluskostenrechnung, die darauf abzielt, alle während der Lebensdauer eines Produktes anfallenden Kosten und Erlöse zu erfassen, um eine fundiertere strategische Steuerung zu ermöglichen als klassische, periodenbezogene Kostenrechnungssysteme.
Die zentralen Themen umfassen die systematische Erfassung von Vorlauf- und Folgekosten, die Anwendung verschiedener Kalkulationsmethoden (z. B. ratierliche Kalkulation) sowie die Verknüpfung der Kostenrechnung mit investitionstheoretischen Ansätzen.
Das Hauptziel ist es, die Eignung der Lebenszykluskostenrechnung als Instrument für das Kostenmanagement darzustellen und ihre Abgrenzung sowie Synergiemöglichkeiten zu etablierten Systemen wie dem Target Costing und der Plankostenrechnung aufzuzeigen.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Konzepte durch Literaturanalyse, ergänzt durch die mathematische Fundierung mittels verschiedener Kalkulationsansätze, Formeln zur Kapitalwertermittlung und der theoretischen Verbindung durch das Lücke-Theorem.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Produktlebenszyklus, die detaillierte Analyse der Lebenszykluskostenrechnung (einschließlich ihrer mathematischen Modellierung und Prognoseverfahren) sowie die systematische Abgrenzung zu anderen Kostenrechnungssystemen.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Lebenszykluskostenrechnung, Vorlauf- und Folgekosten, investitionsorientierte Ansätze, Target Costing und Deckungsbeitragsrechnung charakterisieren.
Das Lücke-Theorem dient als theoretische Brücke, um die kalkulatorische Kostenrechnung und die zahlungsorientierte Investitionsrechnung miteinander in Einklang zu bringen, indem es zeigt, wie Residualgewinne in den Kapitalwert überführt werden können.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie eine "periodenübergreifende" Sichtweise ermöglicht, die verhindert, dass Kosten für Forschung und Entwicklung oder spätere Entsorgung fälschlicherweise nur einzelnen Perioden zugeordnet werden, was sonst den strategischen Blick auf die tatsächliche Produktprofitabilität verzerren würde.
Der Autor weist insbesondere auf die hohen Anforderungen an die Datengüte und die Prognoseunsicherheit in frühen Phasen hin, sowie auf den hohen administrativen Aufwand bei der Implementierung, der je nach Unternehmen individuell abgewogen werden muss.
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