Diplomarbeit, 2007
123 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Eine neue Strömung
2.1. Kunst und Postmoderne
2.1.1. Postmoderne in der Architektur
2.1.2. Postmoderne in Malerei und Skulptur
2.2. Kreativität und moderne Kommunikationsmedien
2.2.1. Moderne Kommunikationsmedien
3. Kreativitätsforschung
3.1. Was ist Kreativität?
3.2. Ursprünge der Kreativitätsforschung
3.2.1. Gründe für die zunehmende Beachtung der Kreativitätsforschung
3.2.2. Hindernisse für die Kreativitätsforschung
3.2.3. Gründe für die Ernüchterung in der Kreativitätsforschung
3.3. Kreativität aus der Sicht verschiedener psychologischer Schulen
3.3.1. Assoziationstheoretische Konzepte
3.3.2. Gestaltpsychologische Erklärungen
3.3.3. Andere psychologische Strömungen
3.3.4. Die Rolle des Unbewussten für Kreativität
3.4. Der kreative Prozess
3.5. Kreativität und Intelligenz
3.6. Guilfords Analyse des kreativen Denkens
3.6.1. Das Intelligenz – Struktur- Modell von Guilford
3.6.2. Kreative Fähigkeiten
3.6.3. Kreative Persönlichkeitsmerkmale
3.7. Das kreative Produkt
3.8. Die Umweltbedingungen
3.8.1. Kreativitätstraining
3. 8. 2. Aktivierung von Kreativität
3. 9. Wissenschaftliche Kreativität
3.10. Künstlerische Kreativität
3.10.1. Die Entstehung einer Collage
3.10.2. Die Entwicklung eines Romans
3.10.3. Die Entwicklung eines Gemäldes
4. Eine Umfrage zur künstlerischen Kreativität an modernen Kommunikationsmedien
4.1. Allgemeine Nutzungsformen des Internets
4.2. Ziel der Umfrage
4.3. Die Zielgruppe
4.4. Der Fragebogen
4.5. Künstlerische Teilbereiche des Fragebogens
4.5.1. Film
4.5.2. Fotografie
4.5.3. Literatur
4.5.4. Zeichnen/Malen
4.5.5. Musik
4.6. Auswertung der Umfrage
4.6.1. Auswertung einzelner Fragen
4.7. Variablen
4.7.1. Kreativitätsvariablen
4.7.2. Kreativitätsvariablen im Geschlechtervergleich
4. 8. Nutzung des Internet als Portal
4.9. Verwendung des PC als Kommunikationsmittel
4.9.1. Vbew (Bewertungsvariable)
4.9.2. Vaus (Austauschvariable)
4.9.3. Vko (Kommunikationsvariable)
4.10. Kreativität und Job
4.11. Zusammenfassung der Ergebnisse der Umfrage
4.11.1. Trends
5. Ursprüngliche Ziele des Internets
5.1. Cyberkultur in den neunziger Jahren
5.2. Ausblicke auf die Privatisierung von Kultur
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Kreativität und der Nutzung moderner Kommunikationsmedien, insbesondere des PCs und des Internets. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern Studenten moderne Medien kreativ nutzen und ob diese Medien tatsächlich als Kommunikationswerkzeuge für künstlerische Austauschprozesse dienen oder lediglich passive Konsumplattformen darstellen.
3.2. Ursprünge der Kreativitätsforschung
Den Anstoß gab Guilfords Vortrag vor der American Psychological Assoziation im Jahre 1950. Bis 1935 gab es nur sehr wenige Veröffentlichungen über kreatives Denken und „Imagination“ (Hutchinson 1931).
Guilford fand für die Jahre 1927 bis 1949 unter 121 000 psychologischen Arbeiten nur 186, die sich mit Kreativität befassten.
Literatur über Kreativität und Begabung war in den Jahren 1870 – 1955, 1956- 1965 und 1966 gleich umfangreich (Parnes und Brunelle 1967). Für die Jahre 1969 – 1971 berichtet Landau (1971) von jährlich etwa 1250 relevanten neuen Veröffentlichungen.
Künstler und Wissenschaftler aller Zeiten (der Begründer der differentiellen Psychologie F. Galton, die klassischen Tiefenpsychologen S. Freud und C. G. Jung, sowie Psychiater E. Kretschmer) setzten sich mit dem Problem des genialen und des schöpferischen auseinander. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich die deutsche Denkpsychologie mit produktiven, schöpferischen Problemlösen beschäftigt (z. B. Kahler 1971, Duncker 1935, Wertheimer 1925 und 1945). In den USA gab es eine Langzeituntersuchung über intellektuell, hochbegabte „Geniale“ (Terman 1925, Terman and Oden 1947, 1959).
Guilford versuchte verschiedene Ansätze zu integrieren, regte neue Richtungen an und erregte das Interesse für ein vernachlässigtes Gebiet.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die scheinbare Unvereinbarkeit von Kreativität und moderner Technik und führt in die zentrale Fragestellung ein.
2. Eine neue Strömung: Dieses Kapitel thematisiert den soziologischen Wandel durch moderne Medien, die eine "proteische Persönlichkeit" erfordern, welche flexibel in parallelen Realitäten interagiert.
3. Kreativitätsforschung: Ein theoretischer Abriss der psychologischen Kreativitätsforschung, von Definitionen über verschiedene psychologische Schulen bis hin zur Frage des Zusammenhangs mit Intelligenz.
4. Eine Umfrage zur künstlerischen Kreativität an modernen Kommunikationsmedien: Die empirische Kernuntersuchung, in der die Nutzung des PCs und Internets durch Studenten in den Bereichen Fotografie, Film, Literatur, Malerei und Musik analysiert wird.
5. Ursprüngliche Ziele des Internets: Ein kritischer Blick auf die Genese des Internets als Werkzeug der Freiheit und dessen heutige Kommerzialisierung durch die Privatisierung der Kultur.
Kreativität, Moderne Kommunikationsmedien, Internet, Kreativitätsforschung, J. P. Guilford, Intelligenz, Online-Umfrage, Studenten, Digitale Kunst, Kommunikation, Wissensdatenbanken, Postmoderne, Cyberkultur, Mediennutzung, Kreativitätsvariablen.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von menschlicher Kreativität und dem Einsatz moderner Kommunikationsmedien, vor allem unter dem Gesichtspunkt, ob diese Technik die Kreativität einschränkt oder neue Räume eröffnet.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen der Kreativitätspsychologie sowie eine empirische Untersuchung der Mediennutzung von Studenten in künstlerischen Teilbereichen wie Film, Fotografie und Literatur.
Ziel ist es herauszufinden, ob und in welcher Weise moderne Medien von Studenten genutzt werden, um kreativ zu sein, und ob dabei ein echter kreativer Austausch stattfindet.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse zur Kreativitätsforschung wurde eine Online-Umfrage unter Studenten verschiedener Studienrichtungen (Kunst, Technik, Sozialwissenschaften) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der psychologischen Kreativitätsmodelle (insbesondere das von J. P. Guilford) und die anschließende empirische Auswertung der Befragungsdaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kreativitätsforschung, moderne Kommunikationsmedien, Mediennutzung, digitale Kreativität und studentische Online-Umfrage beschreiben.
Die Studie zeigt, dass Techniker den PC häufiger kreativ nutzen, während Kunststudenten zwar kreativer in ihrer Herangehensweise sind, jedoch den PC weniger intensiv zur digitalen Kommunikation oder Veröffentlichung einsetzen.
Der Autor argumentiert, dass das Internet, ursprünglich als Werkzeug für freie Forschung und Kommunikation gedacht, heute zunehmend kommerzialisiert wird und dadurch ursprüngliche Ideale der Cyberkultur verloren gegangen sind.
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