Magisterarbeit, 2004
121 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
1. Fragestellung
2. Forschungstand
3. Methode und Aufbau der Arbeit
II. Die globalisierungskritische Bewegung
1. Die Gegebenheiten der globalisierungskritischen Bewegung
1.1 Globalisierung
1.2 Entstehungsgeschichte
1.3 Die Bewegung vor Seattle: Inkubationsphase
1.4 Die Bewegung nach Seattle: Konsolidierungsphase
1.5 Neues Altes
2. Die globalisierungskritische Bewegung im Spiegel der Theorien Neuer Sozialer Bewegungen
2.1 Definition
2.2 Dimensionen
2.2.1 Denkweisen – Framing
2.2.2 Struktur der Anhängerschaft
2.2.3 Organisationsgrad
2.2.4 Strategien und Aktionsrepertoires
III. Exemplarischer Exkurs: Attac
1. Die Entstehung Attacs: Gründe für den Erfolg
2. Attac-D
2.1 „Globalisierung ist kein Schicksal – eine andere Welt ist möglich“
2.2 Organisation / Kommunikationswege
2.3 Sozialstruktur der Mitglieder
2.4 Aktionsrepertoires
2.5 Kritik an Attac
3. Geschlechtsspezifische Themen in Attac
3.1 Quote
3.2 FeministAttac
3.2.1 Gründung und Struktur von FeministAttac
3.2.2 Positionen von FeministAttac
3.2.3 Frauenpolitische Aktionen des Netzes FeministAttac
IV. Geschlechterverhältnisse und Globalisierung
1. Geschlecht, Geschlechtersensibilität, Feminismus
2. Allgemeine Einschätzungen
3. Geschlechtersensible und feministische Debatten um Globalisierung
3.1 Globalisierung und Flexibilisierung in den Industriestaaten
3.2 Migration, globaler Frauenhandel und Gewalt gegen Frauen
3.3 Einflusschancen von Frauenbewegungspolitik
3.4. Die Entwicklungspolitische Debatte
3.4.1 Die „globalisierte Frau“
3.4.2 Die ökofeministische Perspektive: der „Bielefelder Ansatz“
4. Die Debatten der Frauen- und Geschlechterforschung zur globalisierungskritischen Bewegung
V. Feministische Interventionen?
1. Gendersensible NGOs und Globalisierungskritik
1.1 DAWN
1.2 WEDO
1.3 WLUML
1.4 WIDE
1.5 NRO-Frauenforum
2. Ergebnisse der ExpertInneninterviews
2.2 „Im Kopf ist das allen klar“ – Interview mit Ilona Johanna Plattner
2.3. „Es ist die Konkurrenz unter Frauen!“ – Interview mit Brigitte Young
VI. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Globalisierungskritik und Geschlechterverhältnissen mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten zwischen den Anliegen der Frauenbewegung und der globalisierungskritischen Bewegung zu identifizieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie geschlechtersensible Perspektiven in die aktuelle Globalisierungskritik integriert werden können und welchen Beitrag die Frauen- und Geschlechterforschung hierzu leistet.
1. Die Gegebenheiten der globalisierungskritischen Bewegung
Im Folgenden wird von der globalisierungskritischen Bewegung die Rede sein. Mit dieser Benennung, welche sich auch in den zum Thema erschienenen Veröffentlichungen durchgesetzt hat (vgl. Wahl 2002; Walk/Boehme 2002b), entgeht man dem Problem, eine zu verkürzte Bezeichnung der Bewegung zu verwenden, wie das bei Begriffen wie Anti-Globalisierer oder NO-Globals der Fall wäre. Bevor die globalisierungskritische Bewegung aus einer bewegungssoziologischen Perspektive analysiert wird (vgl. Abschnitt 2), soll zunächst ein knapper Überblick über die Konstellationen dieser neuen Bewegung gegeben werden. Ziel des Kapitels ist es, Einblick in die Gegebenheiten dieser Neuen Sozialen Bewegung zu geben, um mögliche geschlechtersensible und feministische Perspektiven besser verorten zu können. Die oben beschriebene Vorgehensweise macht es nötig, vorab zu klären, vor welchem Hintergrund die globalisierungskritische Bewegung agiert und welchen Begriff von Globalisierung man zugrunde legen kann.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Globalisierungskritik unter Berücksichtigung feministischer Anliegen und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.
II. Die globalisierungskritische Bewegung: Systematische Vorstellung der Bewegung als Neue Soziale Bewegung unter Verwendung bewegungssoziologischer Analysedimensionen.
III. Exemplarischer Exkurs: Attac: Exemplarische Analyse von Attac Deutschland und dessen Umgang mit geschlechtsspezifischen Themen sowie feministischen Forderungen.
IV. Geschlechterverhältnisse und Globalisierung: Darstellung der theoretischen Diskurse der Frauen- und Geschlechterforschung zur Globalisierung, inklusive des Bielefelder Ansatzes.
V. Feministische Interventionen?: Untersuchung der praktischen Repräsentanz feministischer Perspektiven innerhalb der Bewegung anhand von NGOs und Experteninterviews.
VI. Conclusio: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse sowie Ausblick auf das Potenzial einer geschlechtersensiblen Globalisierungskritik.
Globalisierungskritik, Geschlechterverhältnisse, Feminismus, Neue Soziale Bewegungen, Attac, FeministAttac, Gender Mainstreaming, Globalisierung, Subsistenzperspektive, Macht, soziale Gerechtigkeit, Experteninterviews, Frauenbewegung, Neoliberalismus.
Die Arbeit analysiert die Verbindung zwischen globalisierungskritischen Bewegungen und feministischen Ansätzen, um zu prüfen, ob und wie Geschlechterfragen in der Globalisierungskritik thematisiert werden.
Zentrale Themen sind die Systematisierung der globalisierungskritischen Bewegung, die Rolle der Geschlechter in globalen ökonomischen Prozessen sowie feministische Ansätze zur Globalisierungskritik.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten zwischen Frauenbewegungsanliegen und globalisierungskritischen Anliegen aufzuzeigen und die Anschlussfähigkeit feministischer Perspektiven an die Globalisierungskritik zu untersuchen.
Die Arbeit nutzt Methoden der bewegungssoziologischen Forschung sowie Experteninterviews (mit Ilona Johanna Plattner und Prof. Dr. Brigitte Young) zur Gewinnung von Insider- und Außenperspektiven.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Analyse der Bewegung, ein Fallbeispiel zu Attac Deutschland (inkl. FeministAttac), eine theoretische Auseinandersetzung mit der Geschlechterforschung und die Untersuchung von feministischen NGOs.
Die wichtigsten Begriffe sind Globalisierungskritik, Geschlechterverhältnisse, Feminismus, Neue Soziale Bewegungen, Attac und der "Bielefelder Ansatz".
Attac Deutschland dient als exemplarischer Exkurs, um die Praxis einer globalisierungskritischen Organisation und deren internen Umgang mit feministischen Themen wie der "Quote" zu beleuchten.
Die Arbeit stellt fest, dass in der globalisierungskritischen Bewegung, selbst bei den theoretischen Vordenkern, ein erheblicher "gender gap" existiert und feministische Perspektiven bisher kaum strukturell integriert sind.
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