Masterarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Zielstellung und Vorgehensweise
2. Kostenwahrheit
2.1 Definition
2.2 Ziel und künftige Entwicklungen
2.3 Entwicklung im Straßengüterverkehr in Europa
2.4 Entwicklung des inländischen Güterverkehrsaufkommens
2.5 Beförderungsleistungen
3. Externe Kosten
3.1 Definition
3.2 Beispiele für externe Kosten
3.2.1 Luftverschmutzung
3.2.2 Unfallschäden
3.3 Strategien zur Reduzierung externer Kosten
4. Bewertung der externen Kosten
4.1 Modelle zur Bewertung externer Kosten
4.1.1 Konzept der Unterlassungskosten
4.1.2 Hedonistisches Preiskonzept
4.1.3 Schadensfunktion/Dosis-Wirkungs-Konzept
4.1.4 Konzept der geäußerten Präferenzen
4.2 Verteilungsproblematik bei externen Effekten
5. Internalisierung
5.1 Definition
5.2 Probleme der Internalisierung
6. Kostenanlastung im Güterverkehr
6.1 Kraftfahrzeugbezogene Belastungen
6.1.1 Kraftfahrzeugsteuer
6.1.2 Dieselkraftstoffpreis und Mineralölsteuer
6.1.3 Berechnungsbeispiel
6.2 Streckenabhängige Belastungen
7. Erreichung des Kostendeckungsgrads
7.1 Studie des Instituts für Wirtschaftspublizistik und des Forschungsunternehmens INFRAS
7.2 Studie der OECD und Österreich
7.3 Fallstudien der Europäischen Kommission
7.4 UNITE-Studie zu den Unfallkosten
7.5 Zusammenfassung der Studien
7.6 Auswirkungen für deutsche Unternehmen im Straßengüterverkehr
8. Fiktives Berechnungsbeispiel zur Kostenwahrheit
8.1 Belastungen der Unternehmen
8.2 Aufstellung der externen Kosten
8.3 Ermittlung der Deckungslücke
9. Zukunftsausblick
Diese Masterarbeit analysiert den aktuellen Stand der Kostenwahrheit im Straßengüterverkehr innerhalb der Europäischen Union und Deutschlands. Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, inwieweit externe Kosten bereits internalisiert sind, und welche finanziellen Belastungen für deutsche Logistikunternehmen durch die bestehende Deckungslücke drohen.
3.2.1 Luftverschmutzung
In der Stellungnahme des Umweltbundesamtes zum Weißbuch der europäischen Verkehrspolitik bis 2010 wird festgestellt, welche negativen Beiträge der Verkehr für die Umwelt liefert. „Laut der Europäischen Umweltagentur trägt der Straßenverkehr ganz maßgeblich zu diesen Umweltbelastungen bei: mit 24 % zur Versauerung, 45 % zur Ozonbelastung und 36 % zur Partikelemission“.
Die Luftverschmutzung, die sich nicht nur aus den Abgasen von Pkws und Lkws, sondern auch von Industrie, Haushalten und Landwirtschaft zusammensetzt, belastet die Umwelt schwer. Da in dieser Masterarbeit jedoch das Hauptaugenmerk auf dem logistischen Sektor liegt, sollen nunmehr die Auswirkungen in diesem Bereich näher betrachtet werden.
Interessant erscheinen hierbei vor allem die Verteilungen beim Ausstoß der Treibhausgase, wie z. B. Kohlenstoffdioxid, sowie der Ausstoß bei den Stickoxiden, wie z. B. NOx. Das Gas Kohlenstoffdioxid wurde ausgewählt, weil es einen Teil der Wärmestrahlung, bzw. Infrarotstrahlung, absorbiert. Diese Eigenschaft macht Kohlenstoffdioxid zu einem Treibhausgas. Nach Wasserdampf ist Kohlenstoffdioxid entsprechend seinem Mengenanteil das Wirksamste der Treibhausgase. Alle Treibhausgase zusammen erhöhen die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche von ca. −18 Grad Celsius auf +15 Grad Celsius, wobei man hier vom natürlichen Treibhauseffekt spricht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle umweltpolitische Debatte zum Klimawandel ein und skizziert die Notwendigkeit, das Erreichen der Kostenwahrheit im europäischen Straßengüterverkehr zu untersuchen.
2. Kostenwahrheit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kostenwahrheit als zentralen Grundpfeiler der Arbeit und analysiert den Zusammenhang zwischen dem Anstieg des Güterverkehrsaufkommens und den damit verbundenen externen Kosten.
3. Externe Kosten: Der Autor erläutert die ökonomischen Grundlagen externer Effekte, listet verschiedene Kostenarten wie Lärm, Luftverschmutzung und Unfallschäden auf und stellt Strategien zu deren Reduzierung vor.
4. Bewertung der externen Kosten: In diesem Kapitel werden wissenschaftliche Modelle und Methoden (z.B. Unterlassungskosten, hedonistisches Preiskonzept) zur monetären Messung schwer greifbarer Umweltbelastungen analysiert.
5. Internalisierung: Es wird definiert, wie externe Kosten durch monetäre Anreize den Verursachern zugerechnet werden können, wobei die praktischen und politischen Probleme dieses Prozesses hervorgehoben werden.
6. Kostenanlastung im Güterverkehr: Dieser Abschnitt vergleicht die fiskalischen Belastungen für Unternehmen, insbesondere Kraftfahrzeugsteuern und Mautgebühren, im europäischen Vergleich.
7. Erreichung des Kostendeckungsgrads: Anhand verschiedener Studien wird untersucht, wie hoch der Anteil der durch den Straßengüterverkehr gedeckten Kosten tatsächlich ist und welche Implikationen sich daraus für deutsche Unternehmen ergeben.
8. Fiktives Berechnungsbeispiel zur Kostenwahrheit: Basierend auf den Parametern eines 40-Tonnen-Lkw wird konkret ermittelt, wie hoch die Deckungslücke zwischen bereits getragenen Steuern/Abgaben und den verursachten externen Kosten ausfällt.
9. Zukunftsausblick: Das Fazit stellt fest, dass die Kostenwahrheit in Europa bei weitem nicht erreicht ist und prognostiziert für die Zukunft aufgrund weiter steigender Transportleistungen eine Zunahme der externen Belastungen.
Kostenwahrheit, Straßengüterverkehr, externe Kosten, Internalisierung, Lkw-Maut, Kraftfahrzeugsteuer, Umweltbelastung, CO2-Emissionen, Deckungslücke, Verkehrspolitik, Logistik, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Schadensfunktion, Treibhausgase.
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen und umweltpolitischen Thematik der "Kostenwahrheit" im europäischen Straßengüterverkehr, also der Frage, ob alle durch Transporte verursachten externen Kosten vom Verursacher getragen werden.
Im Mittelpunkt stehen die Identifizierung externer Effekte, deren monetäre Bewertung, die vergleichende Analyse der steuerlichen Belastungen von Logistikunternehmen in Europa sowie die Quantifizierung der sogenannten Deckungslücke.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie weit die Kostenwahrheit in der EU und Deutschland verwirklicht ist und welche ökonomischen Risiken durch eine mögliche Unterdeckung für deutsche Unternehmen entstehen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu bestehenden Studien (UNITE-Projekt, INFRAS) und kombiniert diese mit einem fiktiven Berechnungsbeispiel für einen 40-Tonnen-Lkw, um die theoretischen Modelle in der Praxis zu verifizieren.
Der Hauptteil umfasst die Definition und Kategorisierung externer Kosten, die Darstellung verschiedener Bewertungsmodelle, den Vergleich fiskalischer Abgaben in EU-Mitgliedsstaaten sowie die Auswertung empirischer Studien zum Kostendeckungsgrad.
Die zentralen Begriffe sind Kostenwahrheit, externe Kosten, Internalisierung, Lkw-Maut, Deckungslücke und Straßengüterverkehr.
Das Beispiel zeigt, dass bei einem 40-Tonnen-Lkw eine erhebliche Deckungslücke besteht, da der Betrieb nur etwa 57 % der externen Kosten abdeckt, die der Gesellschaft durch den Lkw entstehen.
Die Lkw-Maut dient als ein wichtiges Instrument der Internalisierung, wobei die Arbeit kritisch untersucht, ob die derzeitigen Mautsätze ausreichen, um die tatsächlichen ökologischen und infrastrukturellen Schäden zu decken.
Alle betrachteten Studien kommen zu dem Schluss, dass der Straßengüterverkehr signifikant höhere externe Kosten pro Transporteinheit verursacht als etwa der Schienengüterverkehr oder die Binnenschifffahrt.
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