Examensarbeit, 2007
61 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Themeneingrenzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Turnen im Schulsport
2.2 Begriffsbestimmung Turnen
2.3 Begriffsbestimmung Koordinative Fähigkeiten
2.4 Begriffsbestimmung Gleichgewichtsfähigkeit
2.5 Methoden zur Bestimmung der Gleichgewichtsfähigkeit
2.6 Trainierbarkeit der Gleichgewichtsfähigkeit
2.7 Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit durch Turnen
3 Planung der Unterrichtseinheit
3.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen und Rahmenbedingungen
3.2 Didaktische Vorüberlegungen
3.3 Methodische Vorüberlegungen
4 Aufbau der Unterrichtseinheit mit Darstellung zweier ausgewählter Unterrichtsstunden
4.1 Erster ausführlicher Unterrichtsentwurf
4.1.1 Aufgabenspezifische Lernausgangslage
4.1.2 Didaktischer Begründungszusammenhang
4.1.3 Sach- und Aufgabenanalyse
4.1.4 Methodischer Begründungszusammenhang
4.1.5 Verlaufsübersicht
4.1.6 Reflexion der Stunde
4.2 Zweiter ausführlicher Stundenentwurf
4.2.1 Aufgabenspezifische Lernausgangslage
4.2.2 Didaktischer Begründungszusammenhang
4.2.3 Sach- und Aufgabenanalyse
4.2.4 Methodischer Begründungszusammenhang
4.2.5 Verlaufsübersicht
4.2.6 Reflexion der Stunde
5 Gesamtreflexion der Unterrichtseinheit und Auswertung der Unterrichtsergebnisse
5.1 Bemerkungen zum Verlauf der Unterrichtseinheit
5.2 Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit
5.2.1 Beobachtungen
5.2.2 Sportmotorischer Ausgangstest
5.3 Steigerung des Selbstbewusstseins
5.4 Didaktisch-methodische Erkenntnisse und Konsequenzen
Die Arbeit untersucht, ob die Gleichgewichtsfähigkeit von Schülern einer 5. Realschulklasse durch eine gezielte Unterrichtseinheit im Bereich Turnen verbessert werden kann und wie sich dies auf deren Bewegungssicherheit und Selbstbewusstsein auswirkt.
4.1.3 Sach- und Aufgabenanalyse
Beim Balancieren besteht der Handlungssinn in der Spannung zwischen Verlust und Wiedergewinn des Gleichgewichts. Dadurch entsteht ein lustbetontes Gefühl, das zur Erprobung der Aufgaben motiviert. Die Schüler werden weder über noch unterfordert. Sie haben das Gefühl von Kontrolle über die Aktivität. Der Balancierende ist fähig sich auf sein Tun zu konzentrieren, die Aktivität hat deutliche Ziele und gibt eine unmittelbare Rückmeldung. Dieses Gefühl wird als „Flow-Erlebnis“ bezeichnet und häufig auch in den Trendsportarten gesucht.
Auch wenn beim Balancieren die Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit im Vordergrund steht, werden gleichzeitig andere koordinative Fähigkeiten mehr oder weniger intensiv geschult.
Die Gleichgewichtsfähigkeit wird in den Sportwissenschaften nochmals in drei Formen unterschieden:
Statisches Gleichgewicht: Ist die Fähigkeit, das Körpergleichgewicht bei Bewegungen ohne Ortsveränderungen zu erhalten und wiederherzustellen, zum Beispiel: stehen auf Kipp- oder Rollbrettern, stehen auf einem Skateboard, Wasserski fahren. Auch die „Wahrung des Gleichgewichts nach äußeren Störungen beim Ringen, Judo oder auch beim Klettern“ zählt zum statischen Gleichgewicht.
Dynamisches Gleichgewicht: Ist die Fähigkeit, das Gleichgewicht des Köpers bei Bewegungen, z. B. beim In-Line skaten, beim Balancieren auf dem Balken usw. zu erhalten.
Objektgleichgewicht: Ist die Fähigkeit, ein Handgerät im Gleichgewicht zu halten.
„Zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit eignen sich alle Bewegungsabläufe auf labilem oder schrägem Untergrund sowie Bewegungen durch bzw. über Hindernisse“. Im Folgenden werden die einzelnen Stationen der Stunde analytisch dargestellt.
1 Einleitung: Beschreibt das Defizit an Bewegungsfertigkeiten bei Jugendlichen und führt in die Fragestellung zur Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit durch Turnen ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläutert die Grundlagen des Turnens im Schulsport sowie die wissenschaftlichen Definitionen und Methoden zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit.
3 Planung der Unterrichtseinheit: Behandelt die Rahmenbedingungen der Lerngruppe sowie die didaktischen und methodischen Überlegungen für den Unterricht.
4 Aufbau der Unterrichtseinheit mit Darstellung zweier ausgewählter Unterrichtsstunden: Dokumentiert detailliert zwei Unterrichtseinheiten zum Balancieren und zur Akrobatik inklusive Verlaufsplänen und Reflexionen.
5 Gesamtreflexion der Unterrichtseinheit und Auswertung der Unterrichtsergebnisse: Fasst die Ergebnisse der Tests zusammen und bewertet den Lernerfolg sowie die didaktisch-methodischen Erkenntnisse.
Turnen, Schulsport, Gleichgewichtsfähigkeit, Koordination, Realschule, Sportunterricht, motorische Entwicklung, Balancieren, Akrobatik, sensiblen Phasen, Bewegungsfertigkeiten, Selbstbewusstsein, Lernzuwachs, Sportmotorischer Test, Gruppenarbeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Durchführung und Auswertung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Turnen" zur Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit in einer 5. Realschulklasse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung koordinativer Fähigkeiten, der Methodik des Turnens an Geräten sowie der Förderung von sozialen Kompetenzen und Selbstvertrauen durch akrobatische Übungen.
Ziel ist es zu belegen, dass durch gezielte Übungen im Turnen die Gleichgewichtsfähigkeit nachhaltig verbessert und die Bewegungssicherheit sowie das Selbstvertrauen der Schüler gestärkt werden kann.
Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, der einen Eingangstest, eine achtwöchige Trainingsphase an Stationen sowie einen abschließenden Test zum Vergleich der Lernfortschritte kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung, eine detaillierte Planung der Unterrichtsstunden (mit Stundenentwürfen für Balancieren und Akrobatik) sowie eine kritische Reflexion des Unterrichtsverlaufs.
Kernbegriffe sind Gleichgewichtsfähigkeit, Turnen im Schulsport, koordinative Fähigkeiten, motorische Entwicklung und die "sensible Phase" bei 10- bis 12-jährigen Kindern.
Die Autorin stützt sich auf sportwissenschaftliche Erkenntnisse, wonach das Alter von 10 bis 12 Jahren ein Zeitfenster darstellt, in dem die Gleichgewichtsfähigkeit besonders effizient (mit bis zu 100% Effektivität) trainierbar ist.
Die Karten dienen der selbstständigen Orientierung der Schüler, um den Zeitaufwand für Erklärungen durch die Lehrkraft zu minimieren und eine hohe Übungsintensität zu gewährleisten.
Der Erfolg wurde durch die Gegenüberstellung der Ergebnisse aus einem Eingangstest (Einbeinstand, Balancier-Parcours) und einem Abschlusstest sowie durch die persönliche Beobachtung der gesteigerten Selbstsicherheit der Schüler evaluiert.
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