Fachbuch, 2007
70 Seiten
1 Die Pflegepraxis und ihre Einflüsse
1.1 Was ist Pflege?
1.1.1 Was macht Pflege aus?
1.1.2 Wer empfängt Pflege?
1.1.3 Pflegetheorien
1.1.4 Pflegephänomene
1.1.5 Nutzerperspektive in der Pflegepraxis
1.2 Was ist professionelles Handeln in der Pflege?
1.2.1 Pflege als Profession
1.2.2 Professionelles Handeln in der Pflege
1.3 Was ist Gesundheit, Krankheit und Behinderung?
1.4 Was ist Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und Palliation?
1.4.1 Definitionsansätze
1.4.2 Salutogenese und Pathogenese
1.4.3 Therapeutischer Auftrag der Pflege
1.5 Pflegeberatung
1.6 Pflege in verschiedenen Settings und mit unterschiedlichen Personengruppen
1.6.1 Personengruppen
1.6.2 Orte, an denen Pflege stattfindet
1.6.3 Pflege im multiprofessionellen und interdisziplinären Team
1.7 Gesetzliche Grundlagen
1.7.1 Inhaltliche Vorgaben
1.7.2 Strukturvorgaben
2 Der Pflegeprozess in der Praxis
2.1 Definitionen und Modelle zum Pflegeprozess
2.1.1 Pflege als Prozess
2.1.2 Was ist ein Prozess?
2.1.3 Der Problemlösungsprozess
2.1.4 Definitionsansätze zum Pflegeprozess
2.1.5 Modelle zum Pflegeprozess
2.1.6 Reflexion für die Pflegepraxis
2.1.7 Grenzen des Pflegeprozesses in der Praxis
2.2 Der pflegediagnostische und –therapeutische Prozess
2.2.1 Der pflegediagnostische Prozess
2.2.2 Die Pflegediagnose
2.2.3 Der pflegetherapeutische Prozess
2.3 Das Pflegeprozessmanagement
2.3.1 Von der Aufnahme bis zur Entlassung
2.3.2 Fallführung und Überleitung
3 Die Prozessgestaltung in der Pflegepraxis
3.1 Die Einschätzung und Erhebung des Pflegebedarfes
3.2 Die Stellung der Pflegediagnose
3.3 Die Ziel- und Interventionsplanung
3.3.1 Fall- und Situationsverstehen
3.3.2 Das pflegetherapeutische Ziel
3.3.3 Die pflegetherapeutische Intervention
3.3.4 Der Pflegeplan
3.4 Die Auswertung und Rückkopplung
4 Das Aufnahme- und Entlassungsmanagement
4.1 Der Erstkontakt und das Aufnahmegespräch
4.2 Die Entlassungsplanung
5 Die Prozessdokumentation
5.1 Vom ersten bis zum letzten Tag
5.2 Die Dokumentationsbögen der Pflege
6 Was müssen Pflegende lernen, um ihren Job bewältigen zu können?
6.1 Kompetenzaneignung und –entwicklung
6.2 Beispiele beruflicher Kompetenzen und Kompetenzanforderungen
Das Werk verfolgt das Ziel, Pflegenden in verschiedenen Settings – vom Stationsmanagement bis zur Praxisausbildung – eine praxisorientierte Anleitung zur Anwendung des Pflegeprozesses zu bieten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie komplexe gesetzliche und qualitative Anforderungen in einen pragmatischen, undogmatischen und effizienten pflegerischen Handlungsprozess übersetzt werden können, der sowohl die professionelle Qualität sichert als auch den individuellen Bedürfnissen der Pflegeempfänger gerecht wird.
1.1.1 Was macht Pflege aus?
Pflege hat immer das Ziel, dass Menschen sich in ihrer individuellen Lebenssituation und -phase wie auch unter ihren speziellen Lebensbedingungen und Belastungen gesundheitlich wohlfühlen. Diese Aussage bezieht sich auf Einzelpersonen (Individuen), Familien und Gruppen (z.B. Migranten, Homosexuelle, Männer/Frauen, Schwangere, etc.) sowie auch Gemeinden und Bevölkerungen (gesamte Einwohneranzahl eines Dorfes, einer Stadt, eines Landes). Das beinhaltet die Förderung und Erhaltung von Gesundheit aller Menschen. Zugleich bedeutet diese Aussage aber auch die Vermeidung und Linderung von Krankheit. Das heißt, Pflegende treffen auf Menschen jeder Altersgruppe in unterschiedlichen Lebenssituationen und in verschiedenen Gesundheitslagen. Das prägt das pflegerische Menschenbild.
Aus diesen groben Aussagen lässt sich schließen, dass Pflegende sich mit Menschen und deren (sozialer) Umwelt sowie Ihrer Gesundheit und Krankheit im Gestaltungsprozess der Pflegepraxis wie auch der Pflegewissenschaft und –forschung auseinandersetzen. Pflegende forschen für Menschen und ihrer Gesundheit zur Gestaltung/Begründung der Pflegepraxis und bringen Anforderungen/Probleme der Pflegepraxis in die Pflegewissenschaft ein. Damit ist Pflege ein Gesundheitsberuf (Gesundheitsprofession) bzw. eine gesundheits- und personenbezogene Dienstleistung (Dienstleistung am Menschen).
Die WHO benennt vier allgemeingehaltene Aufgaben von Pflege: die Erbringung und Organisation der Pflege in logisch nachvollziehbaren Schritten (Pflegeprozess), Wissensweitergabe an Patienten/Bewohner und deren Angehörige sowie MitarbeiterInnen der Gesundheitsversorgung (Beratung, Informationsaustausch), Einfügen als effektives Mitglied eines Gesundheitsversorgungsteams (Teamarbeit) und Die Weiterentwicklung der Praxis durch kritische Reflexion und Beitrag in der Forschung.
Schröck beschreibt zwei generalistische Merkmale bzw. Aufgaben der Pflege, die diese auch deutlich von anderen spezialisierten therapeutischen Aufgaben (Berufen) unterscheidet. Danach begleitet Pflege Menschen im Alltag und hilft diesen angemessen, physische, emotionale, intellektuelle, spirituelle und soziale Bedürfnisse im Rahmen ihrer Lebensweisen zu gestalten. Zudem stellt Schröck das Wie der Beziehungsgestaltung als eine wesentliche Aufgabe der Pflege dar.
1 Die Pflegepraxis und ihre Einflüsse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Pflege, einschließlich des Pflegebegriffs, professioneller Handlungsweisen sowie gesundheitswissenschaftlicher Aspekte wie Salutogenese und Pflegeberatung.
2 Der Pflegeprozess in der Praxis: Hier werden Definitionen, Modelle und Prozessschritte des Pflegeprozesses analysiert und deren praktische Reflexion sowie Grenzen in der Anwendung beleuchtet.
3 Die Prozessgestaltung in der Pflegepraxis: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung, insbesondere dem Assessment, der Pflegediagnose sowie der zielgerichteten Planungs- und Interventionsmethodik anhand konkreter Fallbeispiele.
4 Das Aufnahme- und Entlassungsmanagement: Es behandelt den Erstkontakt sowie die strukturierte Entlassungsplanung als integralen Bestandteil einer professionellen Prozesssteuerung.
5 Die Prozessdokumentation: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung und Umsetzung einer fachlich angemessenen Dokumentation als Nachweis professionellen Handelns und Grundlage für die Informationsweitergabe im Team.
6 Was müssen Pflegende lernen, um ihren Job bewältigen zu können?: Hier werden die notwendigen beruflichen Kompetenzanforderungen und die Bedeutung einer kontinuierlichen beruflichen Lernkultur für die Bewältigung komplexer Anforderungen in der Pflegepraxis dargestellt.
Pflegeprozess, Pflegepraxis, Pflegediagnose, Pflegeassessment, Professionalisierung, Prozessmanagement, Gesundheitsförderung, Patientenorientierung, Fallführung, Pflegeintervention, Pflegewissenschaft, Kompetenzentwicklung, Dokumentation, Interdisziplinarität, Pflegedienst.
Das Buch bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur Anwendung des Pflegeprozesses. Es verknüpft theoretische Konzepte mit konkreten Anforderungen der Pflegepraxis, um eine strukturierte und professionelle Pflegequalität sicherzustellen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Pflege, die methodische Gestaltung des Pflegeprozesses (von der Anamnese bis zur Evaluation), das Prozessmanagement sowie die notwendigen beruflichen Kompetenzen für Pflegende.
Ziel ist es, Pflegenden zu verdeutlichen, dass der Pflegeprozess kein starres Modell ist, sondern ein pragmatisches Instrument, das helfen soll, Pflege qualitativ hochwertig, rechtssicher und professionell zu gestalten.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch reflektierte Aufarbeitung, die sich an aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert und diese anhand von zahlreichen, praxisnahen Fallbeispielen veranschaulicht.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Phasen der Prozessgestaltung – Assessment, Diagnosestellung, Planung, Intervention und Evaluation – sowie auf das Aufnahme- und Entlassungsmanagement und die Prozessdokumentation.
Zentrale Begriffe sind Pflegeprozess, Pflegediagnose, professionelles Handeln, Prozessmanagement und Kompetenzentwicklung.
Im Gegensatz zur medizinischen Diagnose, die oft defizit- und krankheitszentriert ist, erfasst die Pflegediagnose physische, psychische und soziale Phänomene sowie Ressourcen im Kontext der Lebenssituation des Pflegeempfängers.
Es ist die Voraussetzung für eine patientenzentrierte Pflege. Nur durch das Einnehmen der Sichtweise des Betroffenen können Interventionen so geplant werden, dass sie für den Patienten individuell sinnvoll und wirksam sind.
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