Bachelorarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Faszinationsgründe
2.1 Sympathie mit Gangster
2.2 Gewalt – Mord – Macht
2.3 US-kulturspezifisches Verständnis
2.4 Geheime Verschwörung
2.5 Reale Bezüge
2.5.1 Die ‚echten’ Paten
2.5.2 Die ‚echten’ Mafiosi
2.5.3 ‚Wahre’ Begebenheiten
2.5.3.1 Sinatra
2.5.3.2 Komitees
2.5.3.3 Kuba
2.5.4 Zeitgeist
3 Don
3.1 Macht
3.2 Parallelgesellschaft
3.3 Patronage – Klientelismus
3.4 Selbstjustiz – Helfer
3.5 Kapitalismus
3.6 Werte
3.7 Marlon Brando
4 Inszenierung
4.1 Parallelisierung
4.2 Theatralik
4.3 Kolorit
4.4 Generationswechsel – Rise and Fall
5 Schlussbemerkung
Diese Arbeit untersucht die Faszinationskraft des Phänomens Mafia in Francis Ford Coppolas Filmtrilogie Der Pate und analysiert, wie der Film das Bild der organisierten Kriminalität prägt und inszeniert.
2.5.3.1 Sinatra
Das wohl bekannteste Gerücht in diesem Zusammenhang stellt sicherlich die Anekdote um den Pferdekopf in Der Pate dar. Die Figur Johnny Fontane, ein Sänger und Schauspieler sowie Patensohn von Vito Corleone, bittet diesen zu Beginn des ersten Teils, ihm mit seinen beruflichen Problemen zu helfen. Fontanes Karriere erlebt eine Talfahrt und er versucht eine Filmrolle zu bekommen, von der er sich erhofft, sie könne ihm zu altem Ruhm verhelfen. Der Produzent des Films weigert sich jedoch, Fontane die Rolle zuzusprechen.
Die Person, auf die diese Szene wahrscheinlich anspielt, ist der berühmte Entertainer Frank Sinatra, dem bis heute Verbindungen zum organisierten Verbrechen angelastet werden, wenngleich diese nie bewiesen wurden. Nährboden für derartige Spekulationen bildet dabei die Tatsache, dass Frank Costello, der als das Hauptvorbild für den ‚Paten’ gilt (siehe Kapitel ‚2.5.1 Die ‚echten’ Paten’) das Spielcasino Copacabana besaß, in dem auch Frank Sinatra auftrat (vgl. Wikipedia Website, Frank Costello: 2007, online). Es liegt nahe, hier eine Beziehung zwischen Costello alias Der Pate und Sinatra alias Johnny Fontane zu konstruieren. Im Film wird dem Produzenten der abgetrennte und blutige Kopf seines Lieblingshengstes im Schlaf ins Bett gelegt, um ihn bezüglich seiner Entscheidung der Nichtbesetzung Fontanes für den besagten Film umzustimmen. Gerüchten zufolge soll dies dem Produzenten von Verdammt in alle Ewigkeit tatsächlich widerfahren sein. Fakt ist, dass er Frank Sinatra engagierte, dem daraufhin ein Comeback als Schauspieler gelang, indem er sogar den Oscar als bester Nebendarsteller gewann.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Begriffs „Mafia“ als stereotypisiertes Label und Skizzierung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Faszinationsgründe: Untersuchung, warum das Thema Mafia auf das Publikum faszinierend wirkt, inklusive einer Betrachtung realer historischer Referenzen.
3 Don: Analyse der zentralen Figur des Don Corleone als Machtinstanz, Patron und Verkörperung spezifischer Werte.
4 Inszenierung: Auseinandersetzung mit der Regiearbeit von Francis Ford Coppola und der filmischen Gestaltung mittels Parallelisierung und Theatralik.
5 Schlussbemerkung: Zusammenfassendes Resümee über den Erfolg des Films und Ausblick auf die fortwährende mediale Relevanz des Mafia-Themas.
Mafia, Der Pate, Filmtrilogie, Francis Ford Coppola, Vito Corleone, Michael Corleone, Faszination, organisierte Kriminalität, US-Kultur, Patronage, Klientelismus, Kapitalismus, Inszenierung, Machtstreben, Generationswechsel.
Die Arbeit analysiert die Filmtrilogie Der Pate und untersucht, warum das Phänomen Mafia in der filmischen Darstellung eine so starke Faszination auf das Publikum ausübt.
Im Zentrum stehen die Gründe für die Popularität des Films, die Inszenierung der Macht des „Don“, die Darstellung der Mafia als Parallelgesellschaft und die Spiegelung US-amerikanischer gesellschaftlicher Entwicklungen.
Das Hauptziel ist es, den Erfolg der Filmtrilogie zu begründen und die Faszinationskraft sowie die damit verbundenen Konzepte der Mafia-Darstellung zu dechiffrieren.
Es handelt sich nicht um eine empirische Studie, sondern um heuristische Überlegungen, die auf einer umfassenden Analyse und Referenzierung vorhandener wissenschaftlicher Untersuchungen und Sekundärquellen basieren.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: Die Faszinationsgründe (inkl. Zeitgeist und realer Bezüge), die Analyse der zentralen Figur des „Don“ und eine detaillierte Untersuchung der filmischen Inszenierung durch den Regisseur.
Wichtige Begriffe sind Mafia, Der Pate, Machtstreben, Patronage, Kapitalismus, Generationswechsel und die filmische Inszenierung des organisierten Verbrechens.
Der Autor argumentiert, dass Brando der Figur des Vito Corleone eine menschliche Glaubwürdigkeit verlieh, die das öffentliche Bild der Mafia maßgeblich prägte und eine stärkere Identifikation ermöglichte.
Die Arbeit legt dar, dass der Film das organisierte Verbrechen nicht als wesensfremd, sondern als integralen, kapitalistischen Bestandteil der Gesellschaft zeichnet, der die gleichen Strukturen und Arbeitsteilungen wie bürgerliche Institutionen nutzt.
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