Diplomarbeit, 2006
124 Seiten, Note: 1.7
Die Diplomarbeit analysiert die Reform des deutschen Wohlfahrtsstaates und beleuchtet das Konzept der aktivierenden Sozialhilfe als ein mögliches Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Sie untersucht die verschiedenen Instrumente der deutschen Beschäftigungspolitik und setzt sich kritisch mit den Vor- und Nachteilen der Aktivierenden Sozialhilfe auseinander.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema und der Definition des Begriffs "aktivierende Sozialhilfe". Anschließend werden die wichtigsten Instrumente der deutschen Beschäftigungspolitik vorgestellt, wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, workfare und Lohnsubventionen.
Im dritten Kapitel wird der Reformbedarf des deutschen Wohlfahrtsstaates beleuchtet und die aktivierende Sozialhilfe als Reformvorschlag des Ifo-Instituts ausführlich dargestellt. Hierbei werden die Kernelemente des Vorschlags, die Rechtfertigung von Lohnsubventionen, die Ausgestaltung des Kombilohnelements, die kommunalen Beschäftigungsmöglichkeiten sowie die Auswirkungen auf Löhne, Beschäftigung und Verteilung und die fiskalischen Kosten analysiert.
Das vierte Kapitel widmet sich einer kritischen Diskussion der aktivierenden Sozialhilfe. Hierbei wird die Einordnung des Vorschlags in die Literatur betrachtet, empirische Bewertungen der vorgeschlagenen Instrumente präsentiert und Kritik an der aktivierenden Sozialhilfe geübt.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind aktivierende Sozialhilfe, Wohlfahrtsstaat, Arbeitslosigkeit, Beschäftigungspolitik, Lohnsubventionen, workfare, negative Einkommenssteuer, Reform, Deutschland, Ifo-Institut, Empirie, Kritik, Verteilungseffekte, fiskalische Kosten.
Es ist ein Reformvorschlag des Ifo-Instituts, der darauf abzielt, Arbeitslose durch Lohnsubventionen und verringerte Sozialtransfers zur Aufnahme einer Beschäftigung im Niedriglohnsektor zu motivieren.
Die Kritik besagt, dass die Transfers zu hoch seien und als implizite Mindestlöhne fungieren, was die Arbeitsaufnahme bei niedrigen Löhnen unrentabel mache.
Dieses aus den USA stammende Prinzip sieht Arbeitsverpflichtungen vor; bei Nichtannahme von Arbeit werden Sozialleistungen drastisch gekürzt.
Lohnsubventionen (Kombilohn) sollen den Verdienst aus einer niedrig bezahlten Arbeit aufstocken, damit die Beschäftigung attraktiver ist als der reine Leistungsbezug.
Die Arbeit hinterfragt, ob es gesellschaftlich effizient ist, gering Qualifizierte konsequent in den Arbeitsmarkt zu drängen und wen die Auswirkungen des zusätzlichen Arbeitsangebots am stärksten treffen.
Ein steuerliches Instrument, bei dem Menschen unterhalb einer Einkommensgrenze keine Steuern zahlen, sondern stattdessen Zahlungen vom Staat erhalten, um Arbeitsanreize zu schaffen.
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