Magisterarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,1
1. EINLEITUNG
1.1 ZIELSETZUNGEN
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2. VON DER GESUNDHEITSERZIEHUNG ZUR GESUNDHEITS-FÖRDERUNG IM BETRIEB
2.1 TRADITIONELLE GESUNDHEITSERZIEHUNG IM BETRIEB
2.2 GRÜNDE FÜR EINE NEUORIENTIERUNG DES GESUNDHEITS-VERSTÄNDNISSES
2.2.1 Veränderung der Arbeits- und Lebensbedingungen
2.2.2 Wandel des Krankheitsspektrums
2.2.3 Wandel des Gesundheits-/ Krankheitsverständnisses
2.3 DAS KONZEPT DER BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG
2.3.1 Ziele und Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung
2.3.2 Hemmnisse, Überwindungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren betrieblicher Gesundheitsförderung
2.3.3 Handlungsprinzipien betrieblicher Gesundheitsförderung
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3. ANFORDERUNGEN UND RESSOURCEN IN DER ARBEITSWELT UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESUNDHEIT
3.1 ANFORDERUNGEN IN DER ARBEITSWELT
3.1.1 Psychische Belastungen, Beanspruchungen und Beanspruchungsreaktionen
3.1.2 Physische Anforderungen
3.2 RESSOURCEN AM ARBEITSPLATZ
3.2.1 Personale Ressourcen
3.2.1.1 Kognitive Stile
3.2.1.2 Handlungsbezogene Kompetenzen und Fähigkeiten
3.2.2 Soziale Ressourcen
3.2.3 Organisationale Ressourcen
4. MAßNAHMEN BETRIEBLICHER GESUNDHEITSFÖRDERUNG
4.1 VERHALTENSORIENTIERTE MAßNAHMEN
4.1.1 Stressmanagementmethoden – Zu sich kommen statt außer sich geraten
4.1.1.1 Emotionsorientierte Stressmanagementmethoden
4.1.1.2 Problemorientierte Stressmanagementmethoden
4.1.2 Bewegungsmanagement und Sportprogramme – Wer Leistung fordert, muss Fitness fördern
4.1.3 Ernährungsberatung – Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit durch bewusste Ernährung
4.2 VERHÄLTNISORIENTIERTE MAßNAHMEN
4.2.1 Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
4.2.2 Gesundheitszirkel – Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter für ihre Gesundheit
4.2.3 Arbeitsaufgabengestaltung – Möglichkeit zu salutogener und beanspruchungsreduzierender Wirkung
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung von der traditionellen Gesundheitserziehung hin zu modernen, ganzheitlichen Ansätzen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Unternehmen durch die gezielte Gestaltung von Arbeitsbedingungen und die Stärkung von Ressourcen sowohl die Gesundheit ihrer Mitarbeiter erhalten als auch deren Leistungsfähigkeit und Motivation nachhaltig fördern können.
Kohärenzsinn
Das Konstrukt des Kohärenzsinns bildet den Mittelpunkt des salutogenetischen Modells und ist laut Antonovsky der zentrale Faktor, der zu einer Bewegung in Richtung des gesunden Pols auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum führt. Das Kohärenzerleben ergibt sich aus der Kombination folgender drei Komponenten:
1. Gefühl von Verstehbarkeit (sense of comprehensibility)
Hierbei handelt es sich um die Erwartung bzw. Fähigkeit von Menschen, Stimuli (auch unbekannte) als geordnete, konsistente, strukturierte Informationen verarbeiten zu können und nicht mit Reizen oder Situationen konfrontiert zu werden, die chaotisch, willkürlich und unerklärlich sind. Mit Verstehbarkeit meint Antonovsky dementsprechend ein kognitives Verarbeitungsmuster.
2. Gefühl von Handhabbarkeit (sense of manageability)
Diese Komponente beschreibt die Gewissheit eines Menschen, dass Probleme und Schwierigkeiten lösbar sind. Als Synonym führt Antonovsky den Begriff des instrumentellen Vertrauens an. Hiermit meint er das Ausmaß, in dem eine Person die Anforderungen, die auf sie zukommen, mit den verfügbaren Ressourcen als bewältigbar wahrnimmt. Zudem hebt Antonovsky hervor, dass es nicht nur um Ressourcen geht, die man selbst unter Kontrolle hat, sondern auch um Ressourcen, die von anderen kontrolliert werden, wie zum Beispiel Freunden, Ehepartner, Kollegen. Das Gefühl der Handhabbarkeit betrachtet Antonovsky als kognitiv-emotionales Verarbeitungsmuster. Wer über ein hohes Maß an Handhabbarkeit verfügt, wird in schwierigen Lebenssituationen besser mit ihnen umgehen können.
Hier lassen sich deutliche Parallelen zum Konstrukt der Selbstwirksamkeit erkennen.
3. Gefühl von Sinnhaftigkeit (sense of meaningfulness)
Dieses Element beschreibt das „Ausmaß in, dem man das Leben als emotional sinnvoll empfindet: dass wenigstens einige der vom Leben gestellten Probleme und Anforderungen es wert sind, dass man Energie in sie investiert, (…), dass sie eher Herausforderungen sind, als Lasten, die man gerne los wäre.“
1. EINLEITUNG: Darstellung des ambivalenten Verhältnisses von Arbeit und Gesundheit sowie der Relevanz des Themas in einer modernen, leistungsorientierten Arbeitswelt.
2. VON DER GESUNDHEITSERZIEHUNG ZUR GESUNDHEITS-FÖRDERUNG IM BETRIEB: Erläuterung des Wechsels von pathogenetischen Modellen zu einem salutogenetischen, ressourcenorientierten Verständnis von Gesundheit im Betrieb.
3. ANFORDERUNGEN UND RESSOURCEN IN DER ARBEITSWELT UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESUNDHEIT: Analyse der Belastungen aus Arbeitsaufgabe und -rolle sowie der personalen, sozialen und organisationalen Ressourcen zur Bewältigung dieser Anforderungen.
4. MAßNAHMEN BETRIEBLICHER GESUNDHEITSFÖRDERUNG: Vorstellung konkreter Ansätze auf Verhaltens- (Stressmanagement, Sport, Ernährung) und Verhältnisebene (Ergonomie, Gesundheitszirkel, Arbeitsaufgabengestaltung).
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Plädoyer für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement, das Mitarbeiter aktiv in den Mittelpunkt stellt.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ressourcen, Belastung, Beanspruchung, Stressmanagement, Arbeitsschutz, Empowerment, Partizipation, Gesundheitszirkel, Arbeitsgestaltung, Arbeitspsychologie, Kohärenzgefühl, Selbstwirksamkeit, Prävention.
Die Arbeit analysiert, wie moderne betriebliche Gesundheitsförderung über den klassischen Arbeitsschutz hinausgeht, um Gesundheit in der Arbeitswelt zu erhalten und zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Belastungs-Beanspruchungs-Analyse, der Rolle von personalen und sozialen Ressourcen sowie konkreten Interventionsmethoden im Betrieb.
Ziel ist es, gesundheitliche Ressourcen am Arbeitsplatz sowie auftretende Belastungen herauszuarbeiten und Maßnahmen zur Belastungsminderung und Ressourcenförderung darzulegen.
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und strukturierte Darstellung aktueller arbeitspsychologischer Konzepte und Modelle, basierend auf einer umfangreichen Literaturanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Salutogenese), die Analyse von Anforderungen und Ressourcen (psychisch/physisch) sowie die Vorstellung praktischer Maßnahmen (Verhaltens- und Verhältnisebene).
Zentrale Begriffe sind betriebliche Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ressourcen, Belastung, Stressmanagement, Partizipation und Arbeitsgestaltung.
Der Gesundheitszirkel ermöglicht es, das Expertenwissen der betroffenen Mitarbeiter direkt in die Ursachenanalyse und Lösungssuche einzubeziehen, was die Akzeptanz von Maßnahmen erhöht.
Diese Trennung erfolgt aus analytischen Gründen, um gezielt zwischen der individuellen Kompetenzstärkung der Beschäftigten und der systemischen Gestaltung der Arbeitsumgebung differenzieren zu können.
Sie sind als personale Ressourcen entscheidend für das Stresserleben und die Bewältigungsfähigkeit (Coping), da sie beeinflussen, wie ein Individuum Anforderungen wahrnimmt und bewertet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

