Magisterarbeit, 2003
119 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Internet als Massenmedium
2.1 Geschichte und Struktur
2.2 Das World Wide Web (WWW)
2.2.1 Kommunikative Level
2.2.2 Anwendungen im Web
2.3 Verbreitung
2.4 Zusammenfassung
3 Presse und Rundfunk im Netz
3.1 Online-Medien
3.1.1 Funktionen
3.1.2 Innovationen
3.1.3 Kompetenzen
3.2 Präsenz
3.2.1 Entwicklung
3.2.2 Zukunftsvisionen
4 Vertrauen in Online-Medien
4.1 Theorie des Vertrauens
4.2 Vertrauen in Journalismus
4.2.1 Konstrukt
4.2.2 Typen von Vertrauen
4.2.3 Konstruktvalidität
4.3 Vertrauen innerhalb des WWW
5 Ableitung des Untersuchungsdesigns
5.1 Theoretische Ergebnisse
5.2 Stand der Forschung
5.3 Fragestellung und Forschungshypothesen
5.4 Forschungsdesign
6 Methode
6.1 Stichprobe
6.2 Durchführung
6.3 Operationalisierung
6.4 Probleme des Messinstruments
7 Ergebnisse
8 Diskussion der Ergebnisse
9 Resümee und Ausblick
10 Literatur
11 Internetliste
11.1 Literatur
11.2 Online-Medien
11.3 Statistische Daten
11.4 Studien
Die Arbeit untersucht den Stellenwert journalistischer Onlineangebote im Internet und analysiert, inwiefern Vertrauen der Nutzer in die journalistische Selektionsleistung als entscheidendes Motiv für deren Medienwahl dient.
1 Einleitung
„Ich leb online mit t-online“
Durchaus mehr als nur ein aktueller Werbeslogan, mit dem der kommerzielle Onlineanbieter Kunden wirbt. Ein Ausdruck der Notwendigkeit, nämlich der, des „Onlineseins“, verbirgt sich hinter diesem Kommunikat. Ein Leben jenseits von Bits und Bytes scheint geradezu unmöglich zu werden. Im Alltag wird man ununterbrochen auf diesen Bedarf hingewiesen. Es gibt kaum noch ein vertrautes Produkt, dem die Referenz einer Internetadresse fehlt. Und tatsächlich liegt der Glaube nahe, eine Existenz ohne PC und Internetanschluss, ohne E-Commerce und Onlinebanking, sowie ohne das dort gelagerte Wissen wird es künftig nicht mehr geben. Eine Vision, die sich in der Schlagzeile von n-tv – online wie folgt niederschlägt: „Internet lebensnotwendig: Ohne Online geht es nicht.“
Mit dem Internet ist eine innovative Technologie geboren, die mit Themen zu allen Lebensbereichen und Informationen jeglicher Art aufwarten kann, ein gigantischer Wissensspeicher, bestehend aus einer kolossalen Masse von Angeboten. Mit der Gewissheit, dass sich irgendwo im Datendschungel die benötigten Informationen verbergen, steht der Nutzer diesem meist hilflos gegenüber. Als Orientierungshilfen dargebotene Suchmaschinen verstärken diesen Zustand häufig nur, in dem sie den Nutzer mit Suchergebnissen überhäufen. Welche Angebote dabei Relevanz besitzen und in wie fern die präsentierten Informationen korrekt sind, muss nach eigenem Ermessen entschieden werden. Zentrales Anliegen der vorliegenden Arbeit ist, zu untersuchen, welchen Beitrag der Journalismus an dieser Stelle leisten kann. Innerhalb der Gesellschaft übernimmt er, als förderndes Instrument von Demokratie und Öffentlichkeit, eine bedeutende Aufgabe.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Online-Daseins ein und formuliert das zentrale Anliegen, den Beitrag des Journalismus zur Orientierung in der Informationsflut des Internets zu untersuchen.
2 Das Internet als Massenmedium: Das Kapitel befasst sich mit der historischen Entstehung, der technischen Struktur und der Einordnung des Internets als Massenmedium in der Kommunikationswissenschaft.
3 Presse und Rundfunk im Netz: Hier werden die Angebotsstrukturen journalistischer Online-Medien und deren funktionale Anforderungen sowie das Phänomen der crossmedialen Präsenz analysiert.
4 Vertrauen in Online-Medien: Dieses Kapitel erläutert die Theorie des Vertrauens in Journalismus nach Kohring und überträgt das Konzept auf die spezifische Vertrauensproblematik im World Wide Web.
5 Ableitung des Untersuchungsdesigns: Der Abschnitt fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, leitet daraus die Forschungsfragen und Hypothesen ab und begründet die Wahl des Forschungsdesigns.
6 Methode: Die Methodik beschreibt die Durchführung der schriftlichen, standardisierten Befragung von Studenten, die als Stichprobe für die empirische Untersuchung dienen.
7 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Befragung hinsichtlich der Onlinenutzung, des Imagetransfers und der Vertrauenswerte gegenüber journalistischen Online-Produkten.
8 Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten kritisch gewichtet und im Kontext der Mediensituation in Deutschland interpretiert.
9 Resümee und Ausblick: Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und reflektiert die zukünftige Rolle des Online-Journalismus als Informationsmanager.
Internet, Journalismus, Online-Medien, Massenmedium, Vertrauen, Mediennutzung, Informationssuche, Imagetransfer, Online-Journalismus, Informationsgesellschaft, Journalistische Selektion, Medienkompetenz, Digitale Kommunikation, Studenten, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit analysiert den Stellenwert journalistischer Angebote im Internet und untersucht, ob und wie Nutzer Vertrauen zu diesen digitalen Medien aufbauen.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Internets, den Online-Journalismus, die Theorie des Vertrauens in journalistische Selektionsleistungen sowie das Nutzungsverhalten von Online-Medien.
Das Hauptziel ist es zu klären, welchen Beitrag der Journalismus zur Orientierung in der Informationsflut des Internets leisten kann und ob Vertrauen ein zentrales Motiv für die Nutzung journalistischer Onlineprodukte ist.
Die Autorin führt eine empirische, schriftliche standardisierte Befragung von 150 Studenten der Friedrich-Schiller-Universität und der Fachhochschule Jena durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Vertrauens- und Medientheorien sowie eine empirische Untersuchung, die das Nutzungs- und Vertrauensverhalten gegenüber verschiedenen Online-Angeboten analysiert.
Zentrale Begriffe sind Internet, Journalismus, Online-Medien, Vertrauen, Mediennutzung, Selektionsleistung und Imagetransfer.
Studenten bilden eine homogene Gruppe mit freiem oder kostengünstigem Internetzugang und einer im Studienalltag unerlässlichen Mediennutzung, was sie zu einem idealen Untersuchungsobjekt macht.
Der Imagetransfer beschreibt die Annahme, dass Nutzer den traditionell bekannten Ruf von Medienmarken (wie „Spiegel“ oder „Tagesschau“) auf deren Online-Pendants übertragen.
Die Ergebnisse zeigen, dass interaktive Angebote wie Chats oder Foren von der Mehrheit der Nutzer kaum aktiv wahrgenommen oder genutzt werden, da oft das Zeitbudget für solch eine Beteiligung fehlt.
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