Doktorarbeit / Dissertation, 2007
374 Seiten, Note: magna cum laude
1 Inductio
1.1 Relevanz?
1.2 Problemstellung
1.3 Methodik
2 Heranführung
2.1 Definition des Begriffs Katastrophe
2.2 Kriterien für die Unterscheidung von Katastrophen
2.2.1 Unterscheidung über den Primärauslöser
2.2.2 Unterscheidung über die Vorhersagegenauigkeit des Eintritts
2.2.2.1 Grundgefährdung bestimmter Regionen
2.2.2.2 Vorhersagbarer Beginn
2.2.2.3 Nicht vorhersehbarer Beginn
2.2.3 Unterscheidung über die Vorhersagegenauigkeit der Dauer
2.2.4 Verlauf der Ungewißheit zwischen Eintritt und Ende der Restoration
2.2.5 Netzwerk und Infrastruktur
2.2.6 Auswahl der zu betrachtenden Katastrophen
2.3 Deskriptive Betrachtung von Naturkatastrophen
2.3.1 Verteilung der Opfer auf Regionen und Ereignistypen
2.3.2 Verteilung der Opfer zur Bevölkerungsdichte
2.3.3 Häufigkeit in Bezug auf Region, Typ und Zeit
2.3.4 Entwicklungsstand und Wirkung von Naturkatastrophen
2.3.5 Zuweisung von OFDA
2.3.6 Entwicklung der Schadenshöhe im Zeitverlauf
2.3.7 Verteilung der Schäden in Bezug zum erzeugten BIP
2.3.8 Verteilung der Schäden in Bezug auf den Ereignistyp
2.3.9 Verteilung der Schäden zur Kapitaldichte
2.4 Mikroskopische Betrachtung der Auswirkungen
2.4.1 Wirkungsketten
2.4.1.1 Überschwemmung
2.4.1.2 Sturm
2.4.1.3 Erdbeben
2.4.1.4 Epidemie
2.4.1.5 Dürre
2.4.1.6 Vulkanausbruch
2.4.2 Zusammenbruch des Systems
2.5 Grundlage für die stilisierten Fakten
3 Analyse einzelner Katastrophen
3.1 Auswahl der Ereignisse und statistische Methodik
3.2 Analyse einzelner Katastrophen
3.2.1 Ereignisermittlung
3.2.2 Japan, Kobe-Erdbeben 17.01.1995
3.2.3 Montserrat, Hurrikan 17.09.1989
3.2.4 Indien, Dürre 1965-67
3.2.5 Mozambique, Dürre 1984
3.2.6 Tonga, Zyklon 03.03.1982
3.3 Analyse von Katastrophengruppen
3.3.1 Gruppe 1, Kriterium absoluter Schaden
3.3.2 Gruppe 2, Kriterium relativer Schaden
3.3.3 Gruppe 3, Kriterium KAT5
3.3.4 Wiederholte Katastrophen
3.4 Vergleich der Einzel- und Gruppenerkenntnisse
4 Komposition der stilisierten Fakten von Naturkatastrophen
4.1 Zu untersuchende Veränderungen makroökonomischer Größen
4.1.1 Veränderungen des Bruttoinlandsproduktes
4.1.2 Auswirkungen auf die Komponenten des Bruttoinlandsproduktes
4.1.3 Bilanzen und Verschuldung
4.1.4 Demographische Folgen und Humankapital
4.1.5 Preis- und Arbeitsmarkteffekte
4.2 Bisherige methodische Ansätze
4.3 Ergebnis der Untersuchung - Stilisierte Fakten von Naturkatastrophen
5 Modellfindung und Hypothesenbildung
5.1 Neoklassische Wachstumstheorie
5.1.1 Prinzip der Pfadabweichung
5.1.2 Herleitung des Wachstumsmodells von SOLOW
5.1.3 Pro und Contra Humankapital
5.1.3.1 Begriffsverständnis
5.1.3.2 Niveau vs. Fluß
5.1.3.3 Problematik der Meßbarkeit
5.1.4 Veränderungen in der Dynamik des SOLOW'schen Wachstumsmodells
5.1.4.1 Veränderungen des Kapitalstocks
5.1.4.2 Veränderung der Arbeitskraft
5.1.4.3 Armutsfallen
5.1.4.4 Veränderung des Humankapitalstocks
5.1.4.5 Einfluß und Veränderungen des technologischen Niveaus
5.1.5 Modifikation des Wachstumsmodells für die empirische Untersuchung
5.1.5.1 Kritische Würdigung der Literatur
5.1.5.2 Operationalisierung der Modellkomponenten
5.1.5.3 Wahl der Zeiträume
5.1.5.4 Gemittelte und kumulierte Katastrophenfolgen
5.2 Formulierung der Katastrophenmodelle
5.2.1 Modell für die Erklärung des Schadens und der Todesopfer
5.2.2 Vermutungen über die zu erwartenden Ergebnisse
6 Datenbasis
6.1 Struktur und Herkunft der Daten
6.1.1 Katastrophendaten
6.1.2 Wirtschaftsdaten
6.1.3 Geographische und demographische Daten
6.2 Datenanpassungsoperationen
6.2.1 Doppelzählung
6.2.2 Änderungen in den Katastrophendaten
6.2.3 Berechnung von Periodendurchschnitten
6.2.4 Verschiedene Datenquellen und Interpolation
6.2.5 Inflationsbereinigung
7 Vorbereitungen für die Regression
7.1 Variablendiskussion
7.1.1 Operationalisierung des Entwicklungsstandes
7.1.2 Geographische Einschränkung
7.1.3 Magnitudengruppen
7.1.4 Konkurrierender Einfluß der Weltwirtschaft
7.2 Selektion des Schätzverfahrens für das Wachstumsmodell
7.2.1 Zwei Probleme und deren Lösungen
7.2.1.1 Einbindung von unbeobachteten Effekten
7.2.1.2 Verwendung von abhängigen Variablen der Vorperiode
7.2.2 Generalisierte Methode der Momente
7.2.3 Literaturüberblick
7.2.4 Design der verwendeten Methodik
8 Ökonometrische Analyse
8.1 Katastrophenregression
8.1.1 Überprüfung des Schätzverfahrens
8.1.2 Operationalisierung
8.1.3 Volkswirtschaftliche Schäden
8.1.4 Anzahl der Todesopfer
8.2 Wachstumsregression
8.2.1 Verfahrensvergleich
8.2.2 Ergebnisse der kurzfristigen Untersuchung
8.2.2.1 Regression der Wachstumsrate des Pro-Kopf-Outputs
8.2.2.2 Erklärungsgehalt des Vorjahresoutputs pro Kopf
8.2.2.3 Niveaueffekte
8.2.3 Ergebnisse der langfristigen Untersuchung
8.2.3.1 Regression der Wachstumsrate des Pro-Kopf-Outputs
8.2.3.2 Erklärungsgehalt des Vorjahresoutputs pro Kopf
8.2.3.3 Niveaueffekte
8.2.4 Bezug zu den erwarteten Ergebnissen
8.2.5 Auswertung der Katastrophenparameter
8.2.5.1 Modifizierung des Schadensmaßes
8.2.5.2 Auswirkungen der veränderten Zeitdimension
8.2.5.3 Kumulierte und gemittelte Katastrophenfolgen
8.2.6 Potentielle Fehlerquellen
8.2.7 Einordnung in vorhandene Ergebnisse
9 Conclusio
9.1 Relevanz!
9.2 Anwendbarkeit der Erkenntnisse
9.3 Methodische Kritik
9.4 Ausblick
A Ergänzungen zu den empirischen Untersuchungen
A.1 Vollständige Ergebnisse der Gruppenanalyse
A.2 Datenmodifikation
A.3 EMDAT
A.4 Variablenbeschreibung
A.5 Langfristige Verteilung der Todesopfer
A.6 Regressionsergebnisse, jährliche Untersuchung
A.7 Regressionsergebnisse, dreijährige Untersuchung
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Wachstumseffekte von Naturkatastrophen auf nationaler Ebene. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie sich unterschiedliche Arten von Naturkatastrophen auf makroökonomische Größen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Investitionen und den Außenhandel auswirken, unter Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungsstandes des betroffenen Landes.
1.1. Relevanz?
Dieser einleitende Abschnitt erörtert die prinzipielle Relevanz der Fragestellung sowie alle Dimensionen, welche von ihr berührt werden. Seine Aufgabe ist es ferner, die Fragestellung inhaltlich zu fundieren und zu präzisieren, sowie die weitere Vorgehensweise zu präsentieren. Im Anschluß daran folgt die Untersuchung, die abschließend in der Beantwortung der Fragestellung mündet.
Drei von vier wesentlichen Dimensionen der Relevanz dieser Arbeit ergeben sich aus den einleitenden Beispielen. Zunächst gelte die Aufmerksamkeit dem Punkt eins: 100%. Dieser Prozentsatz spiegelt die Anzahl der Todesopfer relativ zur Größe der gesamten Bezugsgruppe wider, wenn ein einzelner Mensch betrachtet wird. Mit dem Tod des Menschen durch eine Naturkatastrophe endet jegliche Bemühung um ein besseres Leben, jegliches Streben nach Glückseligkeit oder wirtschaftlichem Erfolg.
1 Inductio: Dieser Abschnitt erörtert die Relevanz der ökonomischen Untersuchung von Naturkatastrophen und präzisiert die Forschungsfrage.
2 Heranführung: Hier wird der Untersuchungsgegenstand definiert, Katastrophen nach verschiedenen Kriterien klassifiziert und die deskriptive Datenbasis analysiert.
3 Analyse einzelner Katastrophen: Dieses Kapitel untersucht ausgewählte Fallbeispiele und Katastrophengruppen, um ökonomische Wirkungsmechanismen auf mikro- und makroökonomischer Ebene zu identifizieren.
4 Komposition der stilisierten Fakten von Naturkatastrophen: Die gewonnenen Erkenntnisse werden synthetisiert, um stilisierte Fakten zu formulieren, die als Grundlage für die ökonometrische Modellbildung dienen.
5 Modellfindung und Hypothesenbildung: Auf Basis des SOLOW-Wachstumsmodells werden theoretische Hypothesen für die empirische Analyse abgeleitet.
6 Datenbasis: Dieses Kapitel dokumentiert die Herkunft und Aufbereitung der verwendeten statistischen Daten für die Regression.
7 Vorbereitungen für die Regression: Hier erfolgt die Diskussion der Variablen sowie die Auswahl und Begründung des ökonometrischen Schätzverfahrens.
8 Ökonometrische Analyse: Den Kern der Arbeit bildend, werden hier Katastrophen- und Wachstumsregressionen durchgeführt, ausgewertet und interpretiert.
9 Conclusio: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, ihre Anwendbarkeit diskutiert und ein kritischer Ausblick auf weiterführende Forschung gegeben.
Naturkatastrophen, Wirtschaftswachstum, SOLOW-Modell, Bruttoinlandsprodukt, Humankapital, Ökonometrie, GMM-Schätzung, Katastrophenfolgen, ökonomische Entwicklung, Kapitalstock, Krisenindikatoren, Entwicklungsstand.
Die Arbeit untersucht die volkswirtschaftlichen Auswirkungen und Wachstumseffekte von Naturkatastrophen auf verschiedenen nationalen Entwicklungsstufen.
Die Arbeit umfasst die ökonomische Definition von Katastrophen, die Analyse von Schadensverläufen, die Rolle von Infrastruktur und die ökonometrische Untersuchung von Wachstumseffekten.
Das Ziel ist die empirische Quantifizierung, wie Naturkatastrophen das langfristige Wirtschaftswachstum beeinflussen und welche Faktoren die Erholungsgeschwindigkeit bestimmen.
Es wird ein deskriptiver Ansatz mit einer anschließenden ökonometrischen Analyse mittels der verallgemeinerten Methode der Momente (GMM) verwendet.
Der Hauptteil beinhaltet die Literaturanalyse, die theoretische Herleitung von Wachstumsmodellen, die Datenaufbereitung und die ökonometrische Analyse der Regressionsergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Naturkatastrophen, SOLOW-Wachstumsmodell, ökonometrische Regression, Kapitalstock-Schäden und Resilienz von Volkswirtschaften.
Die Arbeit nutzt Kriterien wie den Primärauslöser, die Vorhersagegenauigkeit und die Dauer des Ereignisses, um systematische Unterschiede in den ökonomischen Folgen zu identifizieren.
Humankapital wird als eine entscheidende Größe betrachtet, wobei die Lebenserwartung als Proxy für dessen Niveau genutzt wird, um dessen Rolle bei der Bewältigung von Katastrophenfolgen zu analysieren.
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