Diplomarbeit, 2001
68 Seiten, Note: 2 +
Vorwort
1. Johan de Meij, der Komponist / J.R.R. Tolkien, der Autor
1.1. Biographie von Johan de Meij
1.2. Biographie von J.R.R. Tolkien
2. Symphony 1 ´The Lord of the Rings´
2.1. Inhaltsangabe des Buches von J.R.R. Tolkien
2.2. Einige Worte über die Komposition
2.3. Gliederung mit Inhaltsangaben:
2.3.1. Gandalf - The Wizard
2.3.2. Lothlórien - The Elvenwood
2.3.3. Gollum - Sméagol
2.3.4. Journey in the dark
a) The Mines of Moria
b) The Bridge of Khazad - Dûm
2.3.5. Hobbits
3. Die Komposition in Bezug auf den Originaltext von J.R.R. Tolkien
3.1. Gandalf - The Wizard
3.2. Lothlórien - The Elvenwood
3.3. Gollum - Sméagol
3.4. Journey in the dark
a) The Mines of Moria
b) The Bridge of Khazad - Dûm
3.5. Hobbits
4. Résumée
4.1. Résumée
4.2. Schlußwort
Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalische Umsetzung von J.R.R. Tolkiens Roman "The Lord of the Rings" in der gleichnamigen ersten Symphonie des Komponisten Johan de Meij. Ziel ist es, die narrative Struktur des literarischen Vorbilds mit der kompositorischen Gestaltung und Orchestrierung der fünf Sätze in Beziehung zu setzen.
3.1. Gandalf - The Wizard
Der Graue, wie Gandalf in seinem Orden heißt, ist ein mächtiger und erhabener Zauberer, der schon mehrere hundert Jahre alt sein muß. Gandalf scheint die ganze Geschichte von Mittelerde selbst mitbekommen zu haben, denn er erzählt im Buch oft von Ereignissen, die ihm widerfahren sind, welche die Welt schon fast vergessen hat. Ihm selbst sieht man die Jahrhunderte nicht an – er ist zwar alt, aber aus seiner Erscheinung läßt sich fast schließen, daß die Jahrzehnte mehr wie Tage an ihm vorbeiziehen.
Eröffnet wird der Satz und damit auch die Symphonie durch ein respekteinflößendes Thema, das genau seine Person beschreibt. Ein fanfarenartiger Auftakt, und plötzlich ist er da, ganz „Maestoso“, wie es in der Partitur steht. Er erscheint in der Symphonie wie im Buch unerwartet und ohne große Ankündigung. Immer zieht er bescheiden und ungewollt alle Aufmerksamkeit auf sich und füllt durch sein ehrfurchtgebendes Wesen den Raum.
Johan de Meij läßt die kompletten Sätze der Waldhörner, Trompeten und Posaunen die Symphonie eröffnen. Ein Klang, der allein schon durch seine Instrumentation ankündigend wirkt. Trompeten und Posaunen werden schon seit Jahrhunderten als Signal benutzt, daß ein Herrscher naht, oder ein Ritus oder eine heilige Zeremonie folgt.
1. Johan de Meij, der Komponist / J.R.R. Tolkien, der Autor: Dieses Kapitel liefert biografische Einblicke in das Leben und Schaffen des niederländischen Komponisten Johan de Meij sowie des britischen Autors J.R.R. Tolkien.
2. Symphony 1 ´The Lord of the Rings´: Hier wird der Inhalt des Romans kurz zusammengefasst und die Entstehung sowie die Struktur der fünfsätzigen Symphonie erläutert.
3. Die Komposition in Bezug auf den Originaltext von J.R.R. Tolkien: Das Kernkapitel analysiert detailliert, wie spezifische Aspekte der Literatur in musikalische Motive, Rhythmen und Instrumentierungen umgesetzt wurden.
4. Résumée: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse und einer persönlichen Reflexion des Autors ab.
Johan de Meij, J.R.R. Tolkien, The Lord of the Rings, Symphonie, Filmmusik, Blasorchester, Gandalf, Gollum, Hobbits, Mittelerde, Orchestrierung, Musikwissenschaft, Literaturverfilmung, Motivik.
Die Arbeit analysiert die erste Symphonie des Komponisten Johan de Meij, die auf J.R.R. Tolkiens Roman "The Lord of the Rings" basiert, und untersucht deren textbezogene Kompositionsweise.
Im Zentrum stehen die musikalische Darstellung literarischer Charaktere, die Orchestrierung epischer Szenen und die methodische Umsetzung einer literarischen Vorlage in ein symphonisches Blasorchesterwerk.
Ziel ist es, die Übereinstimmungen und die dramaturgische Verknüpfung zwischen Tolkiens Erzählwelt und de Meijs musikalischer Ausgestaltung nachzuweisen.
Der Autor wählt einen musikwissenschaftlichen Ansatz, der deskriptive Analysen der Partitur mit inhaltlichen Vergleichen der Romanvorlage und musiktheoretischen Erklärungen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Werke sowie eine detaillierte, satzweise Analyse, wobei jeder Satz der Symphonie auf seinen Bezug zum Roman hin untersucht wird.
Wichtige Begriffe sind unter anderem musikalische Narrativik, Charakterisierung durch Skalen (z.B. Gollum-Skala), Instrumentation und die Rolle der Blasmusik in der zeitgenössischen Literaturadaptation.
Der Autor sieht in der von de Meij kreierten Skala mit ihren dissonanten Intervallen die schizophrene und diabolische Natur der Figur Gollum musikalisch perfekt abgebildet.
Laut der Analyse dient diese bewusste Vertauschung der Sätze dem Ziel, ein in sich geschlossenes und dramatisches musikalisches Klangbild zu schaffen, das über die bloße chronologische Nachzählung des Buchinhalts hinausgeht.
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