Masterarbeit, 2007
85 Seiten, Note: 1,0
1 Arbeitstechnische und methodische Vorüberlegungen
2 Grundlagen
2.1 Outsourcing, Global Sourcing und Globalisierung
2.2 Zur Ausgangslage
2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage am Standort Deutschland
2.2.2 Der Wirtschaftsstandort Türkei
2.2.2.1 Historischer Überblick
2.2.2.2 Politik und Gesellschaft in der Türkei
2.2.3 Wirtschaft, Handel und Investition in der Türkei
3 Unternehmerische Entscheidungsfelder und -ziele
3.1 Produktion – Dienstleistungen – Handel
3.2 Zur Entstehung eines Outsourcingvertrages
3.3 Rechtsformen und Gestaltungsspielräume
3.4 Human Resources
4 Zur Gründung einer Tochtergesellschaft in der Türkei
4.1 Allgemeines
4.2 Die türkische Gesetzgebung zur Öffnung des Landes gegenüber ausländischem Kapital
4.3 Aktiengesellschaft (AS) oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Ltd.S)?
5 Spezifische Risiken für deutsche Investoren in der Türkei
5.1 Zur Sicherheitslage
5.2 Zur Währungs- und Besteuerungsproblematik
5.3 Mentalität, Sprache und kulturell-religiöse Schranken
6 Spezifische Chancen und Vorteile für deutsche Investoren in der Türkei
6.1 Zum Lohnniveau
6.2 Staatliche Investitionsförderung und Steuervorteile
6.3 Historisch gewachsene Kooperationserfahrungen und Sprachkompetenz
6.4 Standortbezogene Vorteile und Chancen
7 Fazit und Schlussbemerkung
Die Masterarbeit untersucht das Potenzial und die Rahmenbedingungen für ein Outsourcing deutscher Unternehmen in die Türkei. Dabei analysiert die Autorin, inwieweit die Türkei als Investitionsstandort geeignet ist, und arbeitet die spezifischen Chancen sowie Risiken heraus, die sich aus dem wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Kontext ergeben.
2.1 Outsourcing, Global Sourcing und Globalisierung
Das Thema Outsourcing ist sowohl von der betriebswirtschaftlichen Theorie als auch von der betrieblichen Praxis her in den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts intensiv diskutiert worden. Eine Zeitlang schien es so, als könne im Outsourcing gleichsam der „Königsweg“ zur Lösung von betriebswirtschaftlichen Kostenproblemen gesehen werden, und entsprechend agierten auch viele Firmen, die sich unter dem Gesichtspunkt einer zunehmenden Globalisierung mit massiven Kostensenkungsvorgaben auseinanderzusetzen hatten.
Inzwischen hat hier längst ein Paradigmenwechsel eingesetzt, und eine Vielzahl von Firmen macht Outsourcingmaßnahmen wieder rückgängig, indem ausgegliederte Firmenteile wieder eingegliedert werden. Das Outsourcing selbst steht zunehmend auf dem Prüfstand, und nicht jede Outsourcingmaßnahme hat auf Dauer ihren Zweck als Beitrag zu Kostensenkung und Flexibilisierung erfüllt.
Der Begriff Outsourcing stellt eine künstliche Wortbildung dar. Er setzt sich aus den Bestandteilen, outside, resource und using zusammen. Dabei entsteht dann folgerichtig die Wortkombination Outside Resource Using. Zur Erfüllung betrieblicher Aufgaben werden also außerhalb des Unternehmens befindliche Quellen herangezogen, bzw. genutzt. Produktionswirtschaftlich gesehen, handelt es sich in einem solchen Falle also um so genannte Buy-Entscheidungen. Dabei können natürlich im Prinzip auch einfach Fremdfertigungen gemeint sein, der Outsourcingbegriff ist jedoch in zweierlei Hinsicht weiter gefasst. Er umfasst zum einen nicht nur eine reine Auftragsvergabe im Sinne von „buy“, sondern auch die komplette Auslagerung von Teilen des Produktionsprozesses auf selbständige Einheiten, zum anderen bezieht er sich nicht nur auf den Produktionsprozess im engeren Sinne, sondern kann vor allem auch Teile des Dienstleistungsbereichs eines Unternehmens einbeziehen.
1 Arbeitstechnische und methodische Vorüberlegungen: Die Einleitung erläutert die Aktualität des Themas sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit zur Untersuchung von Outsourcing-Perspektiven.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Outsourcing und Global Sourcing und analysiert die ökonomischen sowie politischen Ausgangslagen der Standorte Deutschland und Türkei.
3 Unternehmerische Entscheidungsfelder und -ziele: Die Autorin behandelt hier die verschiedenen Arten des Outsourcings sowie die Phasen der Entstehung von Verträgen und rechtliche Rahmenbedingungen.
4 Zur Gründung einer Tochtergesellschaft in der Türkei: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen für die Gründung von Aktiengesellschaften oder GmbHs im türkischen Rechtsraum dargelegt.
5 Spezifische Risiken für deutsche Investoren in der Türkei: Dieses Kapitel widmet sich den Herausforderungen wie der Sicherheitslage, Währungsinstabilitäten sowie kulturellen und mentalitätsbedingten Unterschieden.
6 Spezifische Chancen und Vorteile für deutsche Investoren in der Türkei: Der Fokus liegt hier auf dem Lohnkostenniveau, staatlichen Förderprogrammen sowie historisch gewachsenen Kooperationsvorteilen.
7 Fazit und Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass trotz vorhandener Risiken die Chancen für deutsche Unternehmen in der Türkei überwiegen.
Outsourcing, Türkei, Deutschland, Direktinvestitionen, Global Sourcing, Tochtergesellschaft, Standortvorteile, Unternehmensführung, Management, Wirtschaftswachstum, Investitionsförderung, Rechtsform, Arbeitsmarkt, Interkulturelles Management, Kooperation
Die Arbeit analysiert die Eignung der Türkei als Standort für Outsourcing-Projekte deutscher Unternehmen unter Berücksichtigung komplexer Rahmenbedingungen.
Im Zentrum stehen betriebswirtschaftliche Outsourcing-Strategien, die rechtlichen Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen in der Türkei sowie eine Risiko-Chancen-Analyse.
Die Untersuchung zielt darauf ab, Chancen und Risiken für deutsche Firmen bei einem geplanten Outsourcing von Unternehmensteilen in die Türkei fundiert zu bewerten.
Die Autorin kombiniert theoretische Analysen zum Outsourcing mit einer tiefgehenden Betrachtung der politischen und wirtschaftlichen Situation in der Türkei, gestützt auf aktuelle Fachliteratur und Quellen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, Entscheidungskriterien für Outsourcing, Gründungsmodalitäten für Tochtergesellschaften sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Risiken und Vorteilen.
Die zentralen Begriffe umfassen Outsourcing, Türkei, Direktinvestitionen, Investitionsförderung, Rechtsformen und interkulturelle Aspekte.
Der Beitrittsprozess wirkt als Beschleuniger für Modernisierungs- und Liberalisierungsschritte, was die rechtliche Planungssicherheit für ausländische Investoren stetig verbessert.
Die Arbeit betont den Unterschied zwischen der eher kurzfristig orientierten US-amerikanischen Managementkultur und der langfristigen Planungstradition deutscher Unternehmen.
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