Diplomarbeit, 2007
116 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Airbus
2.1 Chronologie
2.1.1 Airbus früher (1970-2000)
2.1.2 Airbus heute (2000-2006)
2.2 Einordnung in den Konzern EADS
3. Finanzwirtschaftliche Analyse
3.1 Definition: Finanzwirtschaft
3.2 Investition
3.2.1 Investitionsentscheidungen und Investitionspolitik
3.2.2 Investitionsrechnung
3.2.3 Verfahren der Investitionsrechnung
3.2.3.1 Statische und dynamische Verfahren
3.2.3.2 Amortisationsrechnung
3.2.3.3 Kapitalwertmethode
3.2.3.4 Interne Zinsfuß Methode
3.3 Finanzierung
3.3.1 Finanzierungsarten
3.3.1.1 Eigen- vs. Fremdkapitalfinanzierung
3.3.1.2 Innen- vs. Außenfinanzierung
3.3.2 Kalkulationszins
3.4 Herleitung des Free-Cash-Flow
3.4.1 Gewinn- und Verlustrechnung
3.4.2 Der Free-Cash-Flow
4. Fallstudie A380
4.1 Geschichte
4.2 Fertigung
4.3 Technik
4.4 Der Markt: Airbus A380 versus Boeing 747
4.5 Prognostizierte Nachfrage: Airbus versus Boeing
4.6 Annahmen
4.6.1 Entwicklungskosten und Kapitalstruktur
4.6.2 Kalkulationszinssatz
4.6.3 Steuersatz
4.6.4 Preis
4.6.5 Inflation
4.6.6 Operating Margin
4.6.7 Produktionskapazität und Produktionsmenge
4.6.8 Wechselkurs
4.6.9 Projektdauer
4.6.10 Fremdkapital
4.6.11 Abschreibung
4.7 Finanzwirtschaftliche Analyse
4.7.1 Gewinn- und Verlustrechnung
4.7.2 Bilanz
4.7.3 Free-Cash-Flow
4.7.4 Amortisationsrechnung
4.7.5 Kapitalwertmethode
4.7.5.1 APV-Ansatz
4.7.5.2 WACC-Ansatz
4.7.6 Interner Zinsfuß Methode
4.8 Sensitivitätsanalyse
5. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die finanzwirtschaftliche Analyse der Modellpolitik von Airbus, insbesondere am Beispiel des prestigeträchtigen A380, um dessen wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit zu bewerten. Durch die Gegenüberstellung von Annahmen zum Zeitpunkt des Programmstarts und zum aktuellen Stand wird der Wandel des Unternehmens und der Einfluss der Modellpolitik auf das Unternehmensergebnis untersucht.
1.1 Problemstellung
Das Jahr 2003 war ein sehr erfolgreiches für Airbus: Der Mutterkonzern EADS kehrt vor allem aufgrund des hohen Gewinns von Airbus in die Gewinnzone zurück. Zudem liefert man mit 305 Flugzeugen erstmals mehr aus als der ewige US-Konkurrent Boeing und steigt damit zur Nummer 1 in der Luftfahrtbranche auf. Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2004 fort, in dem Airbus seine Marktführerschaft mit einem Marktanteil von 54% festigt. 2005 verhilft Airbus EADS zu einem Rekordgewinn.
Es scheint, als lässt sich diese Erfolgsstory ewig fortschreiben, doch das Ende kommt schneller, als zunächst erwartet. Im Oktober 2006 rechnet Airbus aufgrund von Verzögerungen bei der Fertigung des A380 und der Entwicklung des A350 XWB mit einer Belastung des Vorsteuer-Ertrags bis zum Jahr 2010 von 4,8 Milliarden Euro. Die logische Folge: Am 09.03.2007 wird bekannt, dass die Airbus-Krise mit einem Verlust von 572 Millionen Euro zu einem Gewinneinbruch bei EADS im Jahr 2006 geführt hat.
Die oben dargestellte Entwicklung verdeutlicht, das Airbus in kürzester Zeit von einem erfolgreichen, gewinnbringenden Unternehmen zu einem kriselnden, verlustreichen Flugzeughersteller geworden ist. Dies wirft die Frage nach den Gründen für diesen so plötzlichen und schnellen Wandel auf. Zu suchen sind die Gründe unter anderem in der Modellpolitik des Unternehmens. Eine Modellfamilie stellt in dem Produktportfolio eines Flugzeugherstellers das Kerngeschäft dar und hat als Haupteinnahmequelle somit maßgeblichen Anteil am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Es fällt auf, dass die Airbus-Krise, die Bekanntgabe der sich verzögernden Auslieferung des A380 sowie der Beginn der Entwicklung des A350XWB zeitlich eng beieinander liegen. Möglich scheint also, dass A380 und A350 verantwortlich für die Airbus-Krise sind. Möglich ist aber auch, dass sich der Erfolg schon früher eingeführter Modelle nicht fortgesetzt hat und nun das Unternehmensergebnis belastet. Deshalb liegt es nahe, die Modellpolitik von Airbus in finanzwirtschaftlicher Hinsicht zu analysieren.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung durch die plötzliche Airbus-Krise und legt die Zielsetzung sowie Vorgehensweise der finanzwirtschaftlichen Analyse dar.
2. Airbus: Betrachtet die Unternehmensgeschichte, die Einordnung in den EADS-Konzern sowie die Modellpalette.
3. Finanzwirtschaftliche Analyse: Vermittelt die theoretischen Grundlagen der Investitionsrechnung und Finanzierung, die für die Fallstudie notwendig sind.
4. Fallstudie A380: Wendet die theoretischen Verfahren auf das Prestigeobjekt A380 an, inklusive einer umfassenden Sensitivitätsanalyse.
5. Fazit: Fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Modellpolitik des A380 aus finanzwirtschaftlicher Sicht.
Airbus, EADS, A380, Finanzwirtschaft, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Interner Zinsfuß, Free-Cash-Flow, Modellpolitik, Sensitivitätsanalyse, WACC-Ansatz, APV-Ansatz, Boeing, Amortisationsrechnung, Luftfahrtbranche
Die Arbeit analysiert die finanzwirtschaftliche Situation und die Modellpolitik von Airbus, wobei der Fokus auf der Rentabilität und den Investitionsentscheidungen bezüglich des Flugzeugmodells A380 liegt.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensgeschichte von Airbus im EADS-Konzern, theoretische Investitionsrechnungsverfahren sowie deren praktische Anwendung im Rahmen einer Fallstudie zum A380.
Das Ziel ist es, mittels finanzwirtschaftlicher Kennzahlen Aussagen über die Vorteilhaftigkeit der Modellpolitik von Airbus und die Wirtschaftlichkeit des A380-Investitionsprojekts zu treffen.
Die Arbeit nutzt klassische Investitionsrechnungsverfahren, insbesondere dynamische Methoden wie die Kapitalwertmethode, den APV-Ansatz, den WACC-Ansatz sowie die Interne Zinsfuß Methode, ergänzt durch eine Sensitivitätsanalyse.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Finanzwirtschaft erläutert, gefolgt von einer detaillierten Fallstudie zum A380, die sämtliche Annahmen, Kosten, Erlöse und Marktprognosen einbezieht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Airbus, A380, Finanzwirtschaft, Investitionsrechnung, Free-Cash-Flow und Sensitivitätsanalyse geprägt.
Die Analysen wurden durchgeführt, um die Differenz zwischen den ursprünglichen Erwartungen bei Programmstart (2000) und dem verschlechterten wirtschaftlichen Stand nach den Lieferverzögerungen (2007) aufzuzeigen.
Während der A380 unter den ursprünglichen Annahmen von 2000 noch als vorteilhaftes Investitionsprojekt eingestuft wurde, erweist er sich unter den aktuellen Voraussetzungen von 2007 als finanziell unvorteilhaft.
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