Diplomarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Das Unternehmen als Teil der Gesellschaft
2.1. Überbegriff Nachhaltigkeit
2.2. Corporate Social Responsibility
2.2.1. Was ist CSR
2.2.2. Hintergrund und Bedeutung
2.2.3. Ausprägungen
2.2.4. Implementierung
2.3. Corporate Citizenship
2.3.1. Was ist CC
2.3.2. Formen unternehmerisch-bürgerschaftlichen Engagements
2.3.3. CC im Vergleich zu CSR
3. Social Marketing
3.1. Was ist SM
3.2. Abgrenzung vom klassischen Marketing
3.3. Träger von SM
3.4. Durchführung von SM
3.5. Varianten von SM
3.6. Beispiel für klassisches SM
3.7. Beispiel für SM von Unternehmen
3.8. Fazit zu SM
4. Cause-related Marketing
4.1. Was ist CRM
4.1.1. Definition und Merkmale
4.1.2. Abgrenzung zur VKF
4.1.3. Der Kooperationsaspekt
4.2. Formen von CRM
4.3. Einordnung zum- bzw. Abgrenzung vom SM
4.4. Kundenloyalität als Hintergrund
4.5. Ziele von CRM
4.6. Die Risiken von CRM
4.7. Erfolgsfaktoren von CRM
4.8. Umsetzung von CRM
4.9. Musterbeispiel für CRM
4.10. Die deutsche Rechtslage zu CRM
4.11. CRM-Kampagnen in Deutschland
5. Empirische Untersuchung zu CRM in Deutschland
5.1. Vorbereitung
5.2. Durchführung
5.3. Rahmenparameter der Befragung
5.4. Inhaltlicher Aufbau der Befragung
5.5. Die Ergebnisse
5.5.1. Teilnehmerstruktur
5.5.2. Biermarken und das Krombacher Regenwaldprojekt
5.5.3. Stille-Wasser-Marken und die Volvic-Trinkwasser-Initiative
5.5.4. Krombacher und Volvic im Vergleich
5.5.5. Generelle Akzeptanz und Wirkung von CRM
5.5.6. Grundsätzliche Haltung zu CSR
5.5.7. Auswirkungen auf Kaufmenge und Zahlungsbereitschaft
5.5.8. Fazit der empirischen Untersuchung im Hinblick auf CRM
6. Schlusswort
Die Arbeit untersucht das Konzept des Social Marketing als strategische Unternehmenschance. Ziel ist es, die Akzeptanz und Wirkung von Cause-related Marketing (CRM) als konkretes Instrument der Unternehmensverantwortung bei Konsumenten in Deutschland zu analysieren und empirisch zu belegen.
4.1. Was ist CRM
Unter CRM könnte der Einsatz gesellschaftlichen Engagements auf Produktebene als Instrument der Verkaufsförderung (VKF) verstanden werden. Obgleich diese Begriffskorrelation noch der Diskussion bedarf (siehe 4.1.2), bestehen zumindest in Bezug auf die Mechanik Ähnlichkeiten. Darüber hinaus stellt CRM eine Möglichkeit dar, die Unternehmensmarke unter Berücksichtigung von Funktionalität und Image mit gesellschaftlichen Werten zu versehen und damit einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.
Varadarajan und Menon definierten 1988 als erste den Begriff CRM wie folgt: „Cause-related marketing is the process of formulating and implementing marketing activities that are characterized by an offer from the firm to contribute a specified amount to a designated cause when customers engage in revenue-providing exchanges that satisfy organizational and individual objectives.” Ein konkret benannter sozialer Aspekt zahlt durch Kopplung an den Absatzhebel fortan auf das primäre Unternehmensziel der Gewinnerzielung ein. Diese Kopplung unterscheidet CRM von Sponsoringmaßnahmen, deren pauschale Beitragshöhe sich i.d.R. nach dem prognostizierten Wirksamkeitsgrad in der Öffentlichkeit, d.h. der erwarteten Berichterstattung-, richtet und ausschließlich auf Bekanntheitssteigerungen bzw. Imagepflege abzielt. Dennoch tendiert CRM charakterlich deutlich stärker zu kommerziellem Sponsoring als der ethisch motivierten, freiwilligen und selbstlosen Spende. Der Produktkauf, bzw. die Inanspruchnahme einer Dienstleistung, löst einen wohltätigen unternehmerischen Beitrag aus, dessen Höhe sowohl ein absoluter Wert-, als auch prozentualer Anteil vom Umsatz sein kann. Mit jeder Transaktion der Unternehmensleistung an den Kunden wird somit eine Spende für den wohltätigen Zweck getätigt.
1. Problemstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Das Unternehmen als Teil der Gesellschaft: Erläuterung der normativen Grundlagen wie Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility (CSR) und Corporate Citizenship (CC).
3. Social Marketing: Untersuchung der Begrifflichkeit, Abgrenzung vom klassischen Marketing und Darstellung der verschiedenen Anwendungsformen.
4. Cause-related Marketing: Analyse von CRM als Marketinginstrument, seiner Ziele, Risiken und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
5. Empirische Untersuchung zu CRM in Deutschland: Detaillierte Darstellung der durchgeführten Konsumentenbefragung, der methodischen Vorbereitung sowie der gewonnenen Ergebnisse.
6. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf das Potenzial von Social Marketing als Unternehmenschance.
Social Marketing, Cause-related Marketing, CRM, Corporate Social Responsibility, CSR, Corporate Citizenship, Nachhaltigkeit, Konsumentenbefragung, Markenführung, Unternehmensengagement, Gemeinwohl, Absatzförderung, Marketingstrategie, Kundenloyalität, Imagebildung
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft und untersucht insbesondere das "Social Marketing" sowie das speziellere Instrument "Cause-related Marketing" (CRM) als strategische Unternehmenschancen.
Die Arbeit behandelt die Konzepte von Corporate Social Responsibility (CSR) und Corporate Citizenship (CC), die Abgrenzung von Social Marketing zum klassischen Marketing sowie die konkrete Anwendung und Wahrnehmung von CRM bei Konsumenten.
Das primäre Ziel ist es, die Akzeptanz und Wirkung von Cause-related Marketing auf deutsche Konsumenten empirisch zu untersuchen und nachzuweisen, dass Social Marketing und CRM als Unternehmenschancen gelten.
Der Autor führt eine empirische, online-gestützte Konsumentenbefragung mit 699 Teilnehmern durch, um das Kaufverhalten und die Einstellung zu CRM-Kampagnen zu analysieren.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Herleitung der Begrifflichkeiten, der Analyse von Erfolgsfaktoren für CRM und dem detaillierten Vergleich zweier bekannter deutscher Kampagnen (Krombacher Regenwald Projekt und Volvic Trinkwasser-Initiative).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Social Marketing, CRM, CSR, Corporate Citizenship, Konsumentenbefragung und Markenführung charakterisiert.
Im Gegensatz zum Sponsoring, bei dem oft pauschale Beträge fließen, ist CRM transaktionsbasiert: Erst der konkrete Kauf eines Produkts durch den Konsumenten löst die unternehmerische Spendenleistung aus.
Die Themen-Passung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor; wenn Konsumenten einen logischen Zusammenhang zwischen dem beworbenen Produkt und dem unterstützten sozialen Zweck wahrnehmen, steigt die Glaubwürdigkeit und die positive Resonanz der Kampagne deutlich.
Während CRM früher aufgrund von Wettbewerbsrecht kritisch gesehen wurde, ist es seit der UWG-Reform 2004 unter Beachtung von Transparenzgrundsätzen als zulässiges Marketinginstrument etabliert.
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