Diplomarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 90 % (hervorragend)
1. Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen der Markenpolitik
2.1.1. Funktionen und Ziele der Marke
2.1.2. Markenstrategien
2.1.3. Markentypologisierung
2.2 Grundlagen der Handelsmarkenpolitik
2.2.1. Arbeitsdefinition, Funktionen und Ziele der Handelsmarke
2.2.2. Die Bedeutung von Handelsmarken für den Handel
2.2.3. Handelsmarkenstrategien
2.2.4. Handelsmarkentypologisierung
2.3 Grundlagen der Premiummarken
2.3.1. Arbeitsdefinition Premium
2.3.2. Erfolgschancen und Risiken von Premium-Handelsmarken
2.4 Relevanz von Premium-Handelsmarken im Lebensmittel- und Bekleidungshandel
3. Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Umsetzung von Premium-Handelsmarken
3.1 Allgemeine Erfolgsfaktoren in der Markenführung
3.2 Spezifische Erfolgsfaktoren für die Führung von Premiummarken
4. Erfolgreiche Premium-Handelsmarkenkonzepte in der Praxis
4.1 Füllhorn
4.2 Compliments
4.3 Sainsbury’s Taste the difference
4.4 Zara
4.5 Victoria’s Secret
5. Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Konsequenzen für die Handelspraxis und Wissenschaft
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Konsequenzen für die Handelspraxis
5.3 Konsequenzen für die Wissenschaft
Die Diplomarbeit untersucht das Erfolgspotenzial von Premium-Handelsmarken im deutschen Lebensmittel- und Bekleidungshandel. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie diese Handelsmarken dazu beitragen können, die Profitabilität der Unternehmen zu steigern und eine stärkere Kundenbindung sowie eine Differenzierung im Wettbewerb zu erreichen.
Chancen
Premium-Handelsmarken bieten einem Unternehmen die Möglichkeit, sich dem Kunden gegenüber zu profilieren. Ein Unternehmen kann durch Handelsmarken ein konkurrenzloses Sortiment aufbauen, da diese Marken lediglich in den eigenen Einkaufsstätten vertrieben werden.69 Der symbolische Zusatznutzen einer Premium-Handelsmarke ermöglicht eine starke Kundenbindung an das Produkt. Das Sortiment wird von der Kundschaft nur dann als einzigartig aufgenommen, wenn die angebotenen Waren ein eigenes Markenimage aufweisen. Eine Marke, die sich ausschließlich über den Preis verkauft, ist für den Kunden leicht austauschbar. Ein Sortiment bestehend aus No-Name-Marken verkörpert für den Kunden nichts Einzigartiges. Lediglich Premium-Handelsmarken sind dazu in der Lage, ein einzigartiges Sortiment aufzubauen.
Eine Premium-Handelsmarke mit einem klaren Markenbild kann eine starke Kundenbindung aufbauen, welche nicht auf dem Preis beruht. Dadurch wird das Unternehmen weniger von den Preissenkungen der Konkurrenten getroffen. Senkt der Wettbewerber den Preis eines Markenartikels, müssen andere Unternehmen meist mitziehen, da sonst einige Kunden aufgrund des günstigeren Preises desselben Produktes beim Konkurrenten einkaufen werden. Markentreue Kunden einer Premium-Handelsmarke kümmert es hingegen nicht, ob eine vergleichbare Handelsmarke der Konkurrenz oder eine vergleichbare Herstellermarke im Preis gesenkt wird. Möchte er die spezielle Premium-Handelsmarke sein Eigen nennen, muss er sie in der Einkaufsstätte des Handelsunternehmens erwerben. Das kanadische Handelsunternehmen Loblaws führt eine sehr erfolgreiche Handelsmarke namens President’s Choice. Das Produkt The Decadent Chocolate Chip Cookie von President’s Choice ist in kurzer Zeit zum Marktführer von Schokoladenkeksen in Kanada geworden, obwohl Loblaws einen Marktanteil von „nur“ 20 % am kanadischen Lebensmitteleinzelhandel hält.
1. Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die angespannte Marktsituation des deutschen Einzelhandels und Formulierung der Forschungsfrage zur Relevanz von Premium-Handelsmarken.
2. Theoretische Grundlagen: Fundierte Definition und Abgrenzung von Markenpolitik, Handelsmarken sowie des Begriffs „Premium“, ergänzt um eine Analyse von Erfolgschancen und Risiken.
3. Erfolgsfaktoren für die erfolgreiche Umsetzung von Premium-Handelsmarken: Erörterung allgemeiner Markenführungskompetenzen und deren spezifische Anwendung auf die strategische und operative Führung von Premiummarken.
4. Erfolgreiche Premium-Handelsmarkenkonzepte in der Praxis: Präsentation internationaler Praxisbeispiele (u.a. Füllhorn, Compliments, Zara, Victoria's Secret), um Strategien für den deutschen Markt abzuleiten.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Konsequenzen für die Handelspraxis und Wissenschaft: Synthese der Kernerkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für Praktiker und Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Premium-Handelsmarken, Einzelhandel, Markenpolitik, Kundenbindung, Markenimage, Sortimentsdifferenzierung, Markenstrategie, Produktqualität, Markenführungskompetenz, Lebensmitteleinzelhandel, Bekleidungshandel, Handelsmarkenpolitik, Premiummarke, Markenarchitektur, Erfolgspotenzial.
Die Arbeit untersucht, ob und wie deutsche Lebensmittel- und Bekleidungshändler durch die Einführung von Premium-Handelsmarken ihre Wettbewerbsposition verbessern und die Profitabilität steigern können.
Die zentralen Felder sind die Markenpolitik, das Handelsmarkenmanagement, die Definition und Differenzierung von Premiumprodukten sowie die Erfolgsfaktoren für eine markenorientierte Sortimentsführung.
Die zentrale Frage ist, ob Premium-Handelsmarken eine tragfähige Lösung für den deutschen Einzelhandel darstellen, um sich von einem preisgetriebenen Wettbewerb abzuheben und eine langfristige Kundenbindung aufzubauen.
Es handelt sich um eine theoretische und explorative Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Analyse von Markenarchitekturen sowie dem Benchmarking internationaler Praxisbeispiele basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Herleitung von Erfolgsfaktoren (z.B. Markenführungskompetenzen) und die detaillierte Vorstellung und Auswertung von Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland.
Wichtige Begriffe sind Premium-Handelsmarken, Markenführungskompetenzen, Markenimage, Kundenbindung und Wettbewerbsvorteil im Einzelhandel.
Der selektive Vertrieb ist essenziell, um das hochwertige Markenimage zu schützen und die Exklusivität zu wahren, wobei er im Bekleidungshandel aufgrund höherer Preise kritischer ist als im Lebensmittelbereich.
Die Führung als Familienmarke ist häufig am sinnvollsten, da sie eine klare Profilierung erlaubt, die Kosten auf mehrere Produkte verteilt und das Markenimage durch Synergieeffekte stärkt.
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