Diplomarbeit, 2005
53 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Gedicht
3. Palliativpflege in der Geriatrie – Was ist das?
3.1 Definition
3.2 Eine Geschichte zum Nachdenken
3.3 Neue Wege in der palliativen Geriatrie
3.3.1 Sind hochbetagte Menschen Palliativpatienten?
3.3.2 Kurative Behandlung
3.3.3 Rehabilitation
3.3.3.1 Kleine Exkursion in die aktivierende Pflege
3.3.4 Palliative Behandlung
4. Methoden der geriatrischen Palliativpflege
4.1 Pflege bei psychischen Beschwerden
4.1.1 Auslöser für Verhaltensänderungen
4.1.2 Pflege bei Aggression und Gewalttätigkeit
4.1.3 Pflege bei Angst
4.1.4 Pflege bei Delir (akuter Verwirrtheitszustand)
4.1.5 Pflege bei Depressionen
4.1.6 Pflege bei Desorientierung
4.1.7 Pflege bei Weglaufen, Laufzwang, ziellosem Umherirren
4.1.8 Zehn Bitten alter Menschen an alle Berufsgruppen
4.2 Pflege bei körperlichen Beschwerden
4.2.1 Pflege bei Atemnot (Dyspnoe)
4.2.2 Pflege bei Exsikkose
4.2.3 Pflege bei Dekubitus
4.2.4 Pflege bei Kachexie (Kräfteverfall)
4.2.5 Pflege bei Schmerzen
4.2.6 Pflege bei Übelkeit und Erbrechen
5. Der Fragebogen
5.1 Forschungsansatz und Methodik
5.2 Der Aufbau des Fragebogens
5.3 Darstellung der Ergebnisse
5.4 Interpretation der Ergebnisse
6. Fazit
Die Fachbereichsarbeit untersucht die Palliativpflege bei hochbetagten Menschen, um Pflegekräften einen Leitfaden für die Begleitung in der letzten Lebensphase an die Hand zu geben und die Situation in der Praxis durch eine empirische Erhebung kritisch zu beleuchten.
4.1.3 Pflege bei Angst
Angst ist in meinen Augen etwas sehr subjektives. Jeder Mensch hat vor etwas anderem Angst und jeder reagiert anders auf sie. Niemand kann sich so genau vorstellen, weswegen jemand anderes Angst vor Spinnen oder Schlangen hat. Andererseits kann wohl jeder die Angst vor Schmerzen, Krankheiten oder gar dem Tod verstehen.
Ältere Menschen haben allerdings oftmals eine etwas andere Einstellung zu Sterben und Tod. Munnichs (in Falkenstein: 2001, S.52) führte in den 60er Jahren eine Untersuchung zur Einstellung älterer Menschen gegenüber der eigenen Endlichkeit durch. Er konnte dabei charakteristische Einstellungsformen erkennen:
o Annahme der Endlichkeit
o Hinnahme der Endlichkeit
o Ausweichen vor der Beschäftigung mit der Endlichkeit
o Negierung der Endlichkeit
o Flucht vor Gedanken an die Endlichkeit
Es zeigte sich, dass Menschen, die sich bereits im früheren Lebensalter mit der Begrenztheit ihres Lebens auseinandergesetzt hatten, leichter die Endlichkeit ihres Lebens akzeptieren konnten. Auch scheint sich die Konfrontation mit dem Sterben und dem Tod anderer positiv auf die Einstellung zur Endlichkeit auszuwirken.
1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation für das Thema, welches aus praktischen Erfahrungen in der Altenpflege entstanden ist.
2. Gedicht: Ein literarischer Beitrag zum Altern und zur Würde, der einen emotionalen Rahmen setzt.
3. Palliativpflege in der Geriatrie – Was ist das?: Dieses Kapitel definiert Palliative Care als ganzheitliche Begleitung und beleuchtet neue Wege sowie die Rolle der Rehabilitation.
4. Methoden der geriatrischen Palliativpflege: Ein umfassender Praxisteil, der spezifische Pflegestrategien für psychische sowie körperliche Symptome detailliert darstellt.
5. Der Fragebogen: Die Autorin legt ihren Forschungsansatz dar, stellt den Fragebogen vor und interpretiert die Ergebnisse der Befragung von Pflegekräften.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über den Erkenntnisgewinn und die Bedeutung der Thematik für die zukünftige berufliche Praxis.
Palliativpflege, Geriatrie, Altenpflege, Sterbebegleitung, Pflegemaßnahmen, Angst, Depression, Schmerztherapie, Lebensqualität, Rehabilitation, Angehörigenarbeit, Fortbildung, Ganzheitliche Betreuung, Hochbetagte, Pflegewissenschaft
Die Arbeit behandelt die besonderen Anforderungen und Pflegemethoden in der palliativen Betreuung von hochbetagten Menschen in stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Der Fokus liegt auf der professionellen Begleitung bei psychischen Beschwerden, wie Angst oder Desorientierung, sowie dem Management körperlicher Symptome am Lebensende.
Ziel ist es, einen Leitfaden für Pflegekräfte zu erstellen und durch eine Umfrage zu analysieren, wo die Herausforderungen in der täglichen Praxis der geriatrischen Palliativpflege liegen.
Die Autorin führte eine quantitative und qualitative Befragung mittels Fragebögen bei Pflegepersonal in mehreren Altenheimen durch.
Im Hauptteil werden spezifische Pflegemaßnahmen für diverse psychische Krisen sowie körperliche Schmerz- und Belastungszustände detailliert erläutert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Palliativpflege, Lebensqualität, Sterbebegleitung, Pflegemaßnahmen und ganzheitliche Betreuung definieren.
Ein Großteil der Befragten gab an, dass das Angebot an Fortbildungen zum Thema Palliativpflege unzureichend sei, was die Autorin als kritischen Punkt für die Praxis interpretiert.
Häufige Faktoren sind Zeitmangel, die Schwerhörigkeit oder Desorientierung der Patienten sowie der Umstand, dass Patienten ihre Beschwerden oft nicht mehr adäquat äußern können.
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