Diplomarbeit, 2007
119 Seiten, Note: 1,7
1 Personengesellschaften vs. Kapitalgesellschaften
1.1 Personengesellschaften
1.1.1 Grundzüge der Rechtsform
1.1.2 Die besondere Bedeutung des § 15 Abs. 3 EStG
1.1.2.1 Voraussetzungen für eine Mitunternehmerschaft
1.1.2.2 Steuerliche Rechtspersönlichkeit
1.1.2.3 Bedingungen an die Mitunternehmereigenschaft
1.1.2.4 Steuerpflichtige Bezüge aus der Mitunternehmerschaft
1.1.3 Die Offene Handelsgesellschaft
1.1.3.1 Voraussetzungen und gesetzliche Vorschriften
1.1.3.2 .Haftung und Gründungsbestimmungen
1.1.3.3 Funktionsweise
1.2 Kapitalgesellschaften
1.2.1 Grundzüge der Rechtsform
1.2.1.1 Charakterisierung
1.2.1.2 Gewerbe- und Körperschaftsteuerpflicht
1.2.1.3 Besteuerung auf Gesellschaftsebene
1.2.1.4 Besonderheit vGA und verdeckte Einlage
1.2.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
1.3 Mischform GmbH & Co. OHG
1.4 Rechtsformwahl
1.4.1 Entscheidungsrelevante Kriterien und sich daraus ergebende Unterschiede beider Rechtsformen
1.4.1.1 Zivilrechtliche Kriterien
1.4.1.2 Steuerliche Kriterien
1.4.1.3 Betriebswirtschaftliche Kriterien
1.4.2 Vor- und Nachteile der beiden Rechtsformen
2 Die Unternehmenssteuerreform 2008
2.1 Problemfelder des heutigen deutschen Steuerrechts
2.1.1 Derzeitige Möglichkeiten der Steuervermeidung
2.1.2 Steuereinnahmen im internationalen Vergleich
2.1.2.1 Effektiver Steuersatz
2.1.2.2 Tatsächliche Steuerabführung in Deutschland
2.1.3 Arbeitspatzexport
2.1.4 Der Heuschrecken- Effekt
2.2 Gründe für die Notwendigkeit der Unternehmenssteuerreform 2008 aus Sicht der Regierung
2.2.1 Verbesserung der Standortattraktivität Deutschlands
2.2.2 Besserstellung der Personengesellschaften
2.2.2.1 Mittelstandsentlastung
2.2.2.2 Rechtsformneutralität
2.2.3 Ausdehnung der Bemessungsgrundlage
2.2.4 Langfristige Sicherung der Staatseinnahmen
2.3 Die Neuregelungen 2008
2.3.1 Überblick über die relevanten Vorschriften
2.3.2 Thesaurierungsbegünstigungen für große Personengesellschaften
2.3.2.1 Ziel der Neuregelung
2.3.2.2 Konzept der Begünstigung
2.3.2.3 Erstmalige Anwendung
2.3.2.4 Anspruchsberechtigung und Antragstellung
2.3.2.5 Voraussetzungen an den „Begünstigungsbetrag“
2.3.2.6 Besondere Regelung bezüglich Sonder- und Ergänzungsbilanzen
2.3.2.7 „Vorversteuerung“ des nicht entnommenen Gewinns
2.3.2.8 Nachversteuerung des nicht entnommenen Gewinns
2.3.3 Einführung des Teileinkünfteverfahrens
2.3.4 Neue Verlustabzugsbeschränkung für Kapitalgesellschaften gem. § 8 c KStG
2.3.4.1 Die bisherigen Kriterien des § 8 Abs. 4 KStG
2.3.4.2 Anwendungsbereich des neuen § 8 c KStG- quotaler Verlustuntergang
2.3.4.3 Vollständiger Verlustuntergang
2.3.5 Neubestimmungen bezüglich des Körperschaftsteuersatzes
2.3.6 Wegfall des steuerlichen Vorteils bei der Wertpapierleihe
2.3.7 Neue Regeln für die Sofortabschreibung des jetzigen § 6 Abs. 2 S.1 EStG
2.3.8 Ausbau des § 7 g EStG
2.3.8.1 Grundsätzliche Modifikationen
2.3.8.2 Auflösung des Investitionsabzugsbetrages
2.3.8.3 Folgen bei Nichtinvestition
2.3.9 Abschaffung des § 8 a KStG
2.3.9.1 Ziel und Konzept der neuen Zinsschrankenregelung
2.3.9.2 Ausnahmefälle
2.3.9.3 Besondere Vorschriften für Kapitalgesellschaften
2.3.9.4 Anweisungen zum Zinsvortrag
2.3.10 Gewerbesteuer
2.3.10.1 Neubestimmungen bezüglich der GewSt- Messzahl
2.3.10.2 Wegfall der Behandlung als Betriebsausgabe
2.3.10.3 Veränderungen bei der Anrechnung auf die Einkommensteuer
2.3.10.4 Neue Regeln bezüglich der Hinzurechnungen
2.3.10.5 Neue Regeln bezüglich der Kürzungen
2.3.10.6 Änderung des gewerbesteuerlichen Verlustabzugs
3 Allgemeine Beurteilung d. Neuregelungen und insbesondere hinsichtlich des Ziels d. Rechtsformneutralität
3.1 Ausgangszahlenbeispiel 2007 für die nachfolgenden Vergleiche
3.2 Thesaurierungsbegünstigung
3.2.1 Annähernd erreichte Gleichbehandlung
3.2.1.1 Vollthesaurierung- Zahlenbeispiel 2009
3.2.1.2 Nachversteuerung- Zahlenbeispiel 2010
3.2.1.3 Vollausschüttung- Zahlenbeispiel 2009
3.2.1.4 Beurteilung der Zahlenbeispiele
3.2.2 Ausblick auf 10 Jahre im dynamischen Modell
3.2.3 Kritik an der Thesaurierungsbegünstigung
3.2.3.1 Keine Systemänderung
3.2.3.2 Behandlung nicht abziehbarer Betriebsausgaben
3.2.3.3 Problematik der Ergänzungsbilanzen
3.2.3.4 Stetige Nachbelastung
3.3 Gewerbesteuer
3.3.1 Gesellschaftsebene
3.3.1.1 Belastung 2007- Vergleich OHG vs. GmbH
3.3.1.2 Belastung 2008- Vergleich OHG vs. GmbH
3.3.1.3 Interpretation und Beurteilung
3.3.2 Anteilseignerebene
3.3.2.1 Belastung 2008- OHG vs. GmbH
3.3.2.2 Resultierende Ungleichbehandlung aus der Anrechnung
3.3.2.3 Der Einfluss der Erfolgslage auf die differente Besteuerung
3.3.2.4 Erhöhte Dominanz der Gewerbesteuer bei Kapitalgesellschaften
3.3.3 Abschließende Beurteilung
3.4 Änderungen der Einkommenssteuerbelastung auf Dividenden
3.4.1 Anteile im Privatvermögen- Abgeltungssteuer
3.4.1.1 Zahlenbeispiel 2008 vs. 2009
3.4.1.2 Interpretation und Charakteristik
3.4.2 Anteile im Betriebsvermögen- Teileinkünfteverfahren
3.4.2.1 Zahlenbeispiel 2007 vs. 2008
3.4.2.2 Beurteilung
3.4.3 Abschlussbeurteilung der beiden Verfahren
3.4.3.1 Kritik an der Bevorzugung von Anteilen im BV
3.4.3.2 Vorwurf der Verfassungswidrigkeit
3.5 Abbau des § 8 a KStG
3.5.1 Problemfelder beider Gesellschaftsformen
3.5.2 Problemfelder der Personengesellschaften
4 Prognosen für die Zukunft
4.1 Verlust für den Staat
4.1.1 Prognostiziert durch die Regierung
4.1.2 Prognostiziert durch Experten
4.2 Wettbewerb der Kommunen
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Rechtsformwahl in Deutschland. Das primäre Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die angestrebte Rechtsformneutralität durch die Neuregelungen tatsächlich erreicht wurde und ob die steuerliche Belastung für Personengesellschaften (OHG) und Kapitalgesellschaften (GmbH) signifikant angeglichen wurde.
1.4.1.1. Zivilrechtliche Kriterien
Die Betrachtung der eigenen Situation ist sehr wichtig. Das beinhaltet die Fragen nach der Anzahl der Gesellschafter, sowie dem Grad der Zusammenarbeit mit den zukünftigen Partnern. Die Frage nach der Gesellschafterbindung ist hierbei von besonderer Bedeutung. Je nachdem wie viel Vertrauen den zukünftigen Partnern entgegengebracht wird, ist die Tendenz zu einer Gesellschaftsform. Somit hängt also die Risikobereitschaft bezüglich der Haftung im erheblichen Maße von der persönlichen Einstellung zu den angehenden Gesellschaftern ab.
Für die Haftung an sich gilt der in § 708 BGB verankerte Grundsatz, der Sorgfalt wie in eigenen Angelegenheiten. Oft wird dabei das Zerstörungsrisiko der eigenen Existenz außer Acht gelassen, welches aus einer Haftung mit Privatvermögen resultieren könnte. Außer Frage steht, dass unter gleichen wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Unternehmens, die private Haftung eine Beschaffung von Fremdkapital erleichtern kann. Ein sogenannter Seriositätsvorsprung ist den Personengesellschaften also zunächst gesichert. Die zivilrechtlichen Aspekte können von ausschlaggebender Bedeutung für die Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform sein.
1 Personengesellschaften vs. Kapitalgesellschaften: Dieses Kapitel stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften dar, mit besonderem Fokus auf die OHG und GmbH.
2 Die Unternehmenssteuerreform 2008: Hier werden die Problemfelder des deutschen Steuerrechts sowie die Ziele der Regierung für die Reform 2008 erläutert und die detaillierten Neuregelungen vorgestellt.
3 Allgemeine Beurteilung d. Neuregelungen und insbesondere hinsichtlich des Ziels d. Rechtsformneutralität: Dieses Kapitel bewertet anhand von Zahlenbeispielen, ob die Reform die Rechtsformneutralität bei laufender Besteuerung und Gewerbesteuer erfolgreich erreicht hat.
4 Prognosen für die Zukunft: Hier werden die fiskalischen Auswirkungen für den Staat sowie der potenzielle Wettbewerb der Kommunen durch geänderte Hebesätze analysiert.
Unternehmenssteuerreform 2008, Rechtsformwahl, OHG, GmbH, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Rechtsformneutralität, Thesaurierungsbegünstigung, Gewerbesteuer, Zinsschranke, Teileinkünfteverfahren, Steuerbelastung, EStG, KStG, Standortattraktivität.
Die Arbeit analysiert, wie sich die Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Wahl der Rechtsform auswirkt, insbesondere am Vergleich zwischen der Offenen Handelsgesellschaft (OHG) und der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).
Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur von Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, die Auswirkungen der Reform auf die Steuerlast sowie die Frage der Rechtsformneutralität.
Das Hauptziel ist die Überprüfung, ob die Neuregelungen der Unternehmenssteuerreform 2008 die Rechtsformwahl tatsächlich vereinfachen und das Ziel der Rechtsformneutralität erreichen.
Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse auf Basis von zahlreichen Zahlenbeispielen (statische und dynamische Modelle), um die steuerlichen Auswirkungen für OHG und GmbH zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Gesellschaftsformen, die Darstellung der Reforminhalte (z.B. Thesaurierungsbegünstigung, Zinsschranke) und deren detaillierte Beurteilung hinsichtlich der steuerlichen Belastung.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Unternehmenssteuerreform 2008, Rechtsformwahl, Thesaurierungsbegünstigung, Gewerbesteuer und Rechtsformneutralität beschreiben.
Sie ermöglicht es, einbehaltene Gewinne mit einem ermäßigten Steuersatz zu besteuern, um eine Annäherung an die steuerliche Belastung von Kapitalgesellschaften zu erreichen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Rechtsformneutralität partiell gelungen ist, da die Belastungsunterschiede reduziert wurden, wenngleich verfassungsrechtliche Bedenken und komplexe Umsetzungsfragen bestehen bleiben.
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