Magisterarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1
1. Vorwort
2. Felix Mendelssohn Bartholdy – ein gnadenreiches Leben?
3. Analyse ausgewählter Stücke aus dem Oratorium „Elias“
3.1 Überblick über die Oratoriumsgeschichte
3.1.1 Definition
3.1.2 Das deutsche Oratorium im 18. Jahrhundert
3.1.3 Das deutsche Oratorium in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
3.1.4 Das deutsche Oratorium vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Ende des 19. Jahrhunderts
3.2 Die Entstehungsgeschichte des Oratoriums „Elias“
3.2.1 Der Prophet Elias
3.3 Analyse des Chores Nr. 22 „Fürchte dich nicht“
3.3.1 Allgemeine Analyse
3.3.2 Harmonische Analyse des Chores Nr. 22 „Fürchte dich nicht“
3.4 Analyse des Chores Nr. 24 „Wehe ihm, er muss sterben“
3.4.1 Allgemeine Analyse
3.4.2 Harmonische Analyse des Chores Nr. 24 „Wehe ihm, er muss sterben“
3.4.3 Vergleichende Bemerkungen zu den Chören Nr. 22 und Nr. 24
4. Analyse ausgewählter Motetten aus Op. 69
4.1 Über die Geschichte der Motette
4.1.1 Definition
4.1.2 Die Motette im 15. und 16. Jahrhundert
4.1.3 Die Motette des 17. und 18. Jahrhunderts
4.1.4 Die Motette im 19. Jahrhundert
4.2 Die Entstehungsgeschichte der Motetten Op. 69
4.3 Analyse der Motette Op. 69 Nr. 1 „Herr, nun lässest du“
4.3.1 Allgemeine Analyse
4.3.2 Harmonische Analyse der Motette Op. 69 Nr. 1 „Herr, nun lässest du“
4.4 Analyse der Motette Op. 69 Nr. 2 „Jauchzet dem Herrn alle Welt“
4.4.1 Allgemeine Analyse
4.4.2 Harmonische Analyse der Motette Op. 69 Nr. 2 „Jauchzet dem Herrn alle Welt“
4.4.3 Vergleichende Bemerkungen zu den Motetten Op. 69, Nr. 1 und Nr. 2
5. Vergleichende Betrachtungen zu Chören aus „Elias“ und Motetten Op.69 Nr.1 und Nr. 2
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine detaillierte musikalische Analyse ausgewählter Stücke aus Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ und seinen „Motetten op. 69“ einen Beitrag zur Mendelssohn-Forschung zu leisten, wobei der Schwerpunkt auf der analytischen Auseinandersetzung mit der Musik selbst und deren kompositorischer Struktur liegt.
3.3.1 Allgemeine Analyse
Der zweite Teil des Oratoriums beginnt mit einer Mahnung an das Volk Israel in der Arie „Höre, Israel“, in welcher dem Volk die Zuwendung zu Jahwe ans Herz gelegt wird. Anschließend wird Jahwe selbst zitiert mit „Ich, ich bin euer Tröster“; er verspricht Schutz und Hilfe. Eine Antwort auf die Zuwendung Jahwes, im zweiten Teil des Eröffnungsteiles, kommt im Chor „Fürchte dich nicht“ zum Ausdruck; hier wird ebenfalls ein Gotteswort zitiert. Zu achten ist auch die textliche Verklammerung der Sätze; ein Teil aus der Textvorlage der Eröffnungsarie wird im Chor in veränderter Form (Zusammenhang der Aussagen Gottes: in der Arie „ich bin dein Gott, ich stärke dich“, im Chor Nr.22 „ich bin mit dir, ich helfe dir“) wiederholt.
Die Textvorlage des Eröffnungsteils, sowohl der Arie als auch des Chores, entstammt, mit Ausnahme der Fuge im Chor Nr. 22, den Jesaja-Versen des Alten Testaments. Die Worte des A-Teiles des Chores „Fürchte dich nicht“ findet man im Kapitel 41 des Jesaja-Buches; die textliche Grundlage der Fuge (B-Teil) kommt aus dem Psalm 91.
Die Übergänge zwischen den Sätzen der Eröffnung sind fließend; jener von der Arie zum Chor wird mit dem Motiv der punktierten Achteln geschaffen, das am Schluss der zweiten Arie vorbereitend zum Chor überleitet; der genaue Übergang ist durch das Trompeten- und Hornsignal auf dem Ton h gekennzeichnet. Durch die Wiederholung des Tones h wird die tonzentrale Modulation von H-Dur zum G-Dur eingeleitet; das Tonartenverhältnis H-Dur/G-Dur lässt eine für das 19. Jahrhundert charakteristische Eigenschaft der harmonischen Beziehungen erkennen: die Großterzverwandschaft.
Der Aufbau des Chores ist dreiteilig; das textliche Modell ist A – B, mit einer Wiederholung des A-Teiles im Teil A`. Musikalisch stellt der Chor eine dreiteilige Liedform dar: Teil A T. 1 – 33 G-Dur, Teil B T. 35 – 77 e-Moll, Teil A` T. 86 – 117 G-Dur.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, durch detaillierte musikalische Analysen von Mendelssohns Werken einen Beitrag zur Forschung zu leisten und sich analytisch mit dessen Musik auseinanderzusetzen.
2. Felix Mendelssohn Bartholdy – ein gnadenreiches Leben?: Dieses Kapitel beleuchtet Mendelssohns Leben im Kontext seiner Zeit, seiner Bildung und seiner Familiengeschichte, um das oft verzerrte Bild des Komponisten in der Mendelssohn-Forschung zu korrigieren.
3. Analyse ausgewählter Stücke aus dem Oratorium „Elias“: Es erfolgt eine geschichtliche Einordnung des Oratoriums, gefolgt von einer tiefgehenden formalen und harmonischen Analyse spezifischer Chöre („Fürchte dich nicht“, „Wehe ihm, er muss sterben“).
4. Analyse ausgewählter Motetten aus Op. 69: Nach einem Abriss der Motettengeschichte und der Entstehung von Op. 69 analysiert der Autor die Stücke „Herr, nun lässest du“ und „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ formal und harmonisch.
5. Vergleichende Betrachtungen zu Chören aus „Elias“ und Motetten Op.69 Nr.1 und Nr. 2: Hier werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Werkgruppen gegenübergestellt und auf die jeweils unterschiedliche kompositorische Zielsetzung hin untersucht.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Felix Mendelssohn Bartholdy, Oratorium Elias, Motetten op. 69, musikalische Analyse, Tonsatz, Harmonik, Struktur, Chormusik, 19. Jahrhundert, Kirchenmusik, Palestrina-Stil, Formanalyse, Kontrapunkt, Gottesvertrauen.
Die Diplomarbeit widmet sich der musikalischen Analyse ausgewählter Chorwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy, speziell aus dem Oratorium „Elias“ und den „Motetten op. 69“.
Die Arbeit untersucht formale, harmonische und satztechnische Aspekte dieser Werke und stellt sie in den historischen Kontext der Entwicklung von Oratorium und Motette im 19. Jahrhundert.
Das Ziel ist eine fundierte musikanalytische Auseinandersetzung mit Mendelssohns Chormusik, um über biografische und allgemeine Aspekte hinaus ein tieferes Verständnis seiner kompositorischen Arbeit zu gewinnen.
Der Autor nutzt musikwissenschaftliche Analysemethoden, insbesondere formale Strukturanalysen sowie harmonische Analysen unter Verwendung fachspezifischer Notation (Funktionstheorie).
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit ausgewählten Chören aus dem „Elias“ sowie den Motetten aus Opus 69, jeweils ergänzt durch historisch-kontextuelle Informationen und vergleichende Betrachtungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem musikalische Analyse, formale Struktur, Harmonik, Satztechnik, Oratorium, Motette, Mendelssohn-Forschung und der Bezug zu historischen Vorbildern wie Händel oder Palestrina.
Das Kapitel ordnet das Werk „Elias“ historisch ein, um zu zeigen, wie Mendelssohn formale Traditionen mit den Anforderungen und Strömungen des 19. Jahrhunderts verband.
Der Autor stellt fest, dass Mendelssohns künstlerischer Zugang zu den Oratorien und den Motetten unterschiedlich ist, bedingt durch den jeweiligen Einsatzkontext – Konzertsaal versus Gottesdienst.
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