Diplomarbeit, 2006
63 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit analysiert die Konsequenzen der begrenzten Rationalität des Managements auf den Entscheidungsfindungsprozess vor der eigentlichen Sanierung eines Unternehmens. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die die negativen Auswirkungen dieser Verhaltensanomalien auf den Sanierungsprozess minimieren können.
Die Arbeit behandelt zentrale Themen der Verhaltensökonomik, die relevant für den Sanierungsprozess von Unternehmen sind. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Sanierungsprüfung, Verhaltensanomalien, begrenzte Rationalität, Heuristiken, Verfügbarkeitsheuristik, Mental Accounting, Repräsentativitätsheuristik, Verankerungsheuristik, Verlustaversion, Reflection-Effekt, Framing-Effekt, Besitzeffekt, Sunk-Cost-Effekt, Status Quo Bias, Kontrollillusion, Overconfidence, Überreaktion, Unterreaktion.
Begrenzte Rationalität (Bounded Rationality) beschreibt, dass menschliche Entscheidungen durch mangelnde Information, kognitive Grenzen und Zeitdruck eingeschränkt sind, anstatt dem Ideal des rationalen "Homo Oeconomicus" zu folgen.
Manager neigen dazu, an verlustreichen Projekten festzuhalten, nur weil bereits viel Zeit oder Geld investiert wurde, anstatt das Projekt rational abzubrechen.
Übersteigerte Selbstzuversicht (Overconfidence) führt dazu, dass Manager die eigenen Fähigkeiten überschätzen und die Risiken einer Krise unterschätzen, was notwendige Sanierungsmaßnahmen verzögern kann.
Es ist eine mentale Abkürzung, bei der Entscheidungen auf Basis von Informationen getroffen werden, die im Gedächtnis am leichtesten verfügbar sind, anstatt alle relevanten Daten zu prüfen.
Dies ist die Tendenz des Managements, den aktuellen Zustand beizubehalten, da Veränderungen als riskant oder verlustreich wahrgenommen werden, selbst wenn sie in einer Krise notwendig wären.
Verlustaversion führt dazu, dass die Angst vor Verlusten schwerer wiegt als die Aussicht auf Gewinne, was oft zu riskanten "Alles-oder-nichts"-Entscheidungen führt, um Verluste doch noch zu vermeiden.
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