Magisterarbeit, 2002
190 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Filmemacher
2.1. Buch und Regie: Volker Anding
2.2. Buch und Regie: Enno Hungerland
2.3. Kamera und Produktion: Werner Kubny
2.4. Gemeinsame Zusammenarbeit am Film „Ratten“
3. Von der Idee zum fertigen Film
3.1. Die Ideenfindung
3.2. Die Recherche
3.3. Die Auswahl des Filmstoffes
3.4. Die Dreharbeiten
3.5. Erwartungen an den Film
3.6. Der Inhalt der Geschichte
4. Analyse des Films „Ratten“
4.1. Dokumentarisch-fiktionale Mischform: Der Essayfilm
4.1.1. Die dokumentarische Konstruktion: Entstehung einer neuen Wirklichkeit
4.1.2. Dokumentarische Inszenierung
4.1.3. Die Besonderheit der Schwarzweißszenen
4.1.4. Elemente spielfilmähnlicher Inszenierung
4.1.5. Dokumentarische Beobachtung
4.2. Die Tiefenstruktur des Films
4.2.1. Die Struktur des Films
4.2.2. Das filmische Konzept
4.2.2.1. Ratte und Pest
4.2.2.2. Die Ratte – ihr größter Feind der Mensch
4.2.2.3. Die Ratte – Was die Zoologie an Fakten bietet
4.2.2.4. Die Ratte als Objekt der Forschung
4.2.2.5. Die Ratte – ihre Fans und Liebhaber
4.2.2.6. Die Ratte in Mythen und Legenden
4.2.2.7. Mensch und Ratte
4.2.2.8. Das Ende des Films
4.2.3. Leitmotive in „Ratten“
4.2.4. Der Rattenkönig als wichtiges Spannungselement
4.2.4.1. Betrachtungen zum dramaturgischen Aufbau
4.2.5. Backgroundstories und der Aspekt „Intuition und Zufall“
4.3. Die Oberflächenstruktur des Films
4.3.1. Sujet, Requisite und Licht
4.3.2. Die Tonebene
4.3.3. Musik
4.3.4. Geräusche
4.4. Kinematographische Gestaltungstechniken
4.4.1. Kameraperspektive, Kameraführung und Nähe-Distanz-Relation
4.4.2. Schnitt, Montage und Mischung
4.4.3. Besondere visuelle Effekte
4.5. „Ratten“ aus der Distanz betrachtet: Was würden Anding und Hungerland heute anders machen?
5. Preiswürdige Ratten
5.1. Adolf Grimme Preis für die „Ratten“
6. Resumée
Diese Arbeit untersucht die Entstehung und filmische Gestaltung des essayistischen Dokumentarfilms „Ratten“ von Volker Anding und Enno Hungerland. Im Zentrum steht dabei die filmische Analyse der Mensch-Ratte-Analogie sowie die Untersuchung der spezifischen dokumentarisch-fiktionalen Mischform des Werks, um aufzuzeigen, wie das Filmteam durch ästhetische und dramaturgische Mittel Emotionen beim Zuschauer erzeugt.
3.1. Die Ideenfindung
„Jedes Filmprojekt ist wie eine Expedition ins Unbekannte. Wir stehen erst ganz am Anfang unserer Reise.“
Die „Art der Bewegung ist“ laut Anding „mit einer Spirale zu vergleichen“. Am Anfang befinde man sich an ihrem äußeren Rand. Mit jedem Schritt ins Innere der Spirale werde alles weniger wage, „es wird nach und nach konkret […]“.
Vor einigen Jahren erwarb Enno Hungerland das Bild „Mann mit Ratte auf dem Kopf“ von Wolf Erlbruch. Bereits kurze Zeit später musste er es wieder umtauschen, „weil ihm beim Anblick Ekelgefühle überkamen: die Phobie des Menschen vor Ratten“, sie beschäftigte ihn immer wieder und machte ihn schließlich neugierig auf diese angsteinflößenden Nagetiere.
„Die Idee, einen Film über Ratten zu drehen, entstand bereits um 1993“ so Enno Hungerland. Zu der Zeit war er noch im Dortmunder Landesstudio beim WDR beschäftigt, in dem die Filmreihe „Landesspiegel“, eine dreißigminütige Dokumentarsendung, gedreht wurde.
1. Einleitung: Vorstellung des Films als experimenteller Essayfilm und Erläuterung des Forschungsgegenstands sowie der methodischen Herangehensweise.
2. Die Filmemacher: Biografische Skizzen der Regisseure Volker Anding und Enno Hungerland sowie des Kameramanns und Produzenten Werner Kubny.
3. Von der Idee zum fertigen Film: Detaillierte Darstellung des Produktionsprozesses, von der ersten Ideenfindung über die Recherche und Stoffauswahl bis hin zu den konkreten Dreharbeiten.
4. Analyse des Films „Ratten“: Zentrale Analyse des Werks, unterteilt in die dokumentarisch-fiktionale Form, die Tiefenstruktur mit der Mensch-Ratte-Analogie sowie die filmische Oberflächenstruktur.
5. Preiswürdige Ratten: Kurze Würdigung der Auszeichnung des Films mit dem Adolf Grimme Preis.
6. Resumée: Abschließende Zusammenfassung der künstlerischen Intention und Einordnung in den Kontext von Dokumentarfilm und Film Noir.
Ratten, Dokumentarfilm, Essayfilm, Mensch-Ratte-Analogie, Film Noir, Montage, Rattenkönig, Filmanalyse, Produktion, Regie, Kameraarbeit, Venedig, Dokumentarische Inszenierung, Filmproduktion, Filmgeschichte
Die Arbeit analysiert den essayistischen Dokumentarfilm „Ratten“ von Volker Anding und Enno Hungerland und beleuchtet dessen Entstehung, Struktur und filmische Stilmittel.
Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen Mensch und Ratte, das durch eine tiefenpsychologische Analogie sowie die gegenseitige Beeinflussung von Lebensräumen charakterisiert wird.
Ziel ist es, die spezifische „Grammatik“ des Films transparent zu machen und zu zeigen, wie der Film durch die Mischung aus Dokumentation und Fiktion eine neue Wirklichkeit konstruiert.
Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Filmanalyse, die durch Interviews mit den Regisseuren, Regiekonzepte, Drehbücher und Exposés ergänzt wird.
Der Hauptteil analysiert die Tiefen- und Oberflächenstruktur des Films, insbesondere die dokumentarisch-fiktionale Mischform und die Anwendung von Montagetechniken.
Die zentralen Begriffe sind Essayfilm, Mensch-Ratte-Analogie, Dokumentarfilm, Montage, Inszenierung und Rattenkönig.
Der Rattenkönig dient als zentrales mystisches Element und „Cliffhanger“, der die Spannung im Film aufrechterhält und die Zuschauer zur Auseinandersetzung mit dem Unauflösbaren anregt.
Venedig wird aufgrund seines morbiden Charakters und seiner verfallenden Architektur als kongeniale Kulisse genutzt, um die Pestthematik und den Zerfall auf einer Subtextebene zu spiegeln.
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