Forschungsarbeit, 2005
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Methodisches Vorgehen
4. Analyse der Parteistrategien
4.1 SPD
4.2 CDU
5. Medienanalyse
5.1 Medienanalyse SPD
5.2 Medienanalyse CDU
6. Wahlverhalten
6.1 Wählerwanderung
6.2 Erst- und Jungwähler
6.2.1 Aktueller Forschungsstand
6.2.2 Wahlverhalten im Saarland
7. Fazit
8. Literaturliste
Die Arbeit analysiert die Strategien der beiden Volksparteien CDU und SPD im Kontext der saarländischen Landtagswahl 2004 unter besonderer Berücksichtigung der Medienberichterstattung und des resultierenden Wählerverhaltens, mit dem Ziel, die Faktoren für den Wahlerfolg beziehungsweise die Niederlage zu identifizieren.
Die Abhängigkeiten von Medien und Politik
Während die Inhalte bezahlter Medien von den Parteien selbst bestimmbar sind, sind sie bei den freien Medien auf die „Willkür“ der Journalisten angewiesen. „Medien berichten nicht über das Geschehene, sie entscheiden vielmehr was, wann, wie geschehen ist. Sie bewerten und schaffen durch ihre Berichterstattung eigene Ereigniswelten“ (Machnig 2002 S.148). Die politischen Akteure können also nur bis zu einem bestimmten Grad selbst bestimmen, wie über sie berichtet wird. Sie bieten den Journalisten Informationen oder Plattformen, z.B. durch Pseudoereignisse, und die Medien entscheiden selbst, was sie daraus machen.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage der saarländischen Landtagswahl 2004 im Kontext der bundesweiten Hartz-IV-Debatte und des damit verbundenen erhöhten Medieninteresses.
2. Aktueller Forschungsstand: Erläuterung theoretischer Konzepte moderner Wahlkämpfe, insbesondere der Amerikanisierung, Personalisierung und des Agenda-Settings.
3. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der empirischen Datengrundlage, bestehend aus Medienanalyse der Saarbrücker Zeitung, Experteninterviews und Datenmaterial der Wahlforschungsinstitute.
4. Analyse der Parteistrategien: Untersuchung der verschiedenen Strategien von SPD und CDU im saarländischen Wahlkampf unter Berücksichtigung ihrer Spitzenkandidaten und thematischen Schwerpunkte.
4.1 SPD: Analyse der missglückten Strategie der SPD, die trotz eines aufsuchenden Wahlkampfes ihre Themen nicht erfolgreich in der Öffentlichkeit positionieren konnte.
4.2 CDU: Beleuchtung der erfolgreichen Leistungsbilanzstrategie der CDU, die stark auf die Person Peter Müller zugeschnitten war.
5. Medienanalyse: Untersuchung der Wirksamkeit medialer Kommunikation und deren Abhängigkeit von der Akteuren und den Strukturen der Berichterstattung.
5.1 Medienanalyse SPD: Darstellung, warum die SPD trotz Pressemitteilungen kaum mediale Aufmerksamkeit für ihre zentralen Wahlkampfthemen erreichen konnte.
5.2 Medienanalyse CDU: Analyse des "Regierungsbonus" und der professionellen Nutzung von Pseudoereignissen, die der CDU eine bevorzugte Medienberichterstattung sicherten.
6. Wahlverhalten: Analyse der Wählerströme, wobei insbesondere die Rolle von Stamm- und Wechselwählern sowie die hohe Nichtwählerquote betrachtet werden.
6.1 Wählerwanderung: Zusammenfassung der Verluste der SPD an die CDU sowie die hohe Nichtwählerbeteiligung im gesamten Wahlprozess.
6.2 Erst- und Jungwähler: Diskussion der politischen Entfremdung junger Wähler und der verstärkten Hinwendung zu Randparteien.
6.2.1 Aktueller Forschungsstand: Überblick über die Jugendforschung in Deutschland bezüglich der Politikverdrossenheit und demokratischer Einstellungen.
6.2.2 Wahlverhalten im Saarland: Darstellung der spezifischen Ergebnisse der Erstwähler, die eine besorgniserregende Unterstützung rechtsextremer Parteien zeigen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Erfolgsfaktoren der CDU gegenüber der SPD sowie der Notwendigkeit, der politischen Entfremdung der Jugend entgegenzuwirken.
8. Literaturliste: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und weiteren Internetressourcen.
Landtagswahl, Saarland, Parteistrategien, Medienanalyse, Agenda-Setting, Wählerverhalten, Erstwähler, Politische Kommunikation, Wahlkampf, Regierungsbonus, Personalisierung, Hartz IV, Pseudoereignisse, Leistungsbilanzstrategie, Wahlumfragen
Die Arbeit untersucht den saarländischen Landtagswahlkampf des Jahres 2004 und analysiert, wie die Parteistrategien von CDU und SPD, die Medienberichterstattung und das Wählerverhalten den Wahlausgang beeinflussten.
Zu den Schwerpunkten zählen die Wahlkampfstrategien, die Rolle der Medien bei der Platzierung politischer Botschaften, die Bedeutung von Spitzenkandidaten und die Analyse des Verhaltens spezifischer Wählergruppen.
Das Ziel ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg der CDU unter Peter Müller sowie das schlechte Abschneiden der SPD unter Heiko Maas erklären.
Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus einer Medieninhaltsanalyse der Saarbrücker Zeitung, der Auswertung von Daten der Wahlforschungsinstitute Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen sowie qualitativen Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Strategieanalyse der beiden Parteien, eine Medienanalyse hinsichtlich der Agenda-Setting-Effekte und eine umfassende Auswertung des Wahlverhaltens der Bevölkerung.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Landtagswahl, Medienanalyse, Agenda-Setting, Parteistrategien, Wählerverhalten und Erstwähler geprägt.
Die CDU profitierte massiv von der Popularität ihres Amtsinhabers, einem klaren "Regierungsbonus" und einer professionelleren Inszenierung ihrer Themen, während die SPD mit einem weniger bekannten Kandidaten und fehlender Unterstützung aus Berlin kämpfte.
Die Gruppe der Erstwähler zeigte eine besorgniserregende Politikverdrossenheit. Neben der CDU konnten insbesondere kleine Parteien, wie etwa die NPD, von den Stimmen enttäuschter junger Wähler profitieren.
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