Diplomarbeit, 2007
99 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Diplomarbeit
2. Unternehmensziele und Investitionskalküle
2.1 Der Stakeholder-Ansatz
2.2 Der Shareholder Value-Ansatz
3. Die betriebliche Investitionsentscheidung
3.1 Der Investitionsbegriff
3.2 Erscheinungsformen von Investitionen
3.3 Methoden der Investitionsrechnung in der Praxis
3.4 Verfahren der Investitionsrechnung
3.4.1 Statische Verfahren
3.4.2 Dynamische Verfahren
3.4.2.1 Kapitalwertmethode
3.4.2.2 Annuitätenmethode
3.4.2.3 Interner Zinssatz-Methode
3.4.2.4 Dynamische Amortisationsrechnung
3.4.2.5 Vermögensendwertmethode
3.4.2.6 Kritische Sollzinssatzmethode
3.4.2.7 Vollständige Finanzpläne
3.5 Bestimmung des einheitlichen Zinskalküls
4. Der steuerliche Einfluss im Unternehmen
4.1 Abgrenzung
4.2 Steuerbelastung und Steuersatz
4.2.1 Steuerbelastung
4.2.2 Steuersatz
4.3 Steuerarten
4.3.1 Erfolgsunabhängige Steuern
4.3.2 Erfolgsabhängige Steuern
4.3.2.1 Einkommensteuer
4.3.2.2 Körperschaftsteuer
4.3.2.3 Gewerbesteuer
4.4 Veränderungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage
5. Steuern im Investitionskalkül
5.1 Zurechnungsproblematik
5.2 Annahmen
5.3 Herleitung eines einheitlichen Ertragsteuersatzes
5.3.1 Personenunternehmen
5.3.2 Kapitalgesellschaften
6. Methoden der steuerlichen Integration
6.1 Kapitalwertmethode mit ertragsteuerlicher Berücksichtigung
6.2 Modelle mit korrigierter Zahlungsreihe
6.2.1 Basismodell
6.2.1.1 Verfahrensbeschreibung
6.2.1.2 Exemplarische Darstellung
6.2.1.3 Modellbeurteilung
6.2.2 Zinsmodell
6.3 Modelle mit korrigiertem Kalkulationszinsfuß und korrigierter Zahlungsreihe
6.3.1 Standardmodell
6.3.2 Standard- und Zinsmodell im Vergleich
6.3.3 Equity- bzw. Nettomethode
6.3.3.1 Verfahrensbeschreibung
6.3.3.2 Finanzierungsregeln
6.3.3.3 Exemplarische Darstellung
6.3.3.4 Modellbeurteilung
6.4 Modell mit korrigiertem Kalkulationszinsfuß – Bruttomethode
6.4.1 Verfahrensbeschreibung
6.4.2 Modifizierte Bruttomethode
6.4.3 Exemplarische Darstellung
6.4.4 Modellbeurteilung
6.5 Vollständige Finanzpläne
6.5.1 Steuer- und Finanzierungs-Cash Flow
6.5.2 Verfahrensbeschreibung
6.5.3 Exemplarische Darstellung
6.5.4 Modellbeurteilung
7. Das Steuerparadoxon
7.1 Ausgangssituation
7.2 Das Steuerparadoxon im weiteren und im engeren Sinne
7.3 Auflösung im Endwertmodell
7.3.1 Eigenfinanzierung
7.3.2 Fremdfinanzierung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die steuerlichen Einflüsse auf betriebliche Investitionsentscheidungen und entwickelt Lösungsansätze für deren Integration in gängige Investitionsrechnungsverfahren. Ziel ist es, die Problematik der Steuerbelastung durch verschiedene Modellbeispiele kritisch darzulegen, um eine korrekte und langfristige Gewinnmaximierung zu gewährleisten.
3.1 Der Investitionsbegriff
Zur genauen Betrachtung von Investitionen ist es erforderlich eine Begriffsbestimmung vorzunehmen. In der Literatur existiert keine einheitliche Definition. Es werden dabei verschiedene Blickwinkel zum Investitionsbegriff unterschieden. Investitionen lassen sich sowohl als Vorgang definieren als auch als Zustand. Der für diese Diplomarbeit relevante Vorgang ist der des Zahlungsstromes. Da sich diese Arbeit thematisch mit Investitionskalkülen auseinandersetzt, setzt dieses einen Zahlungsstrom zur Bewertung voraus. Der Zahlungsbestimmende Investitionsbegriff lässt sich wie folgt definieren:
Zahlungsbestimmender Investitionsbegriff
Dieter Schneider charakterisiert die Investition als einen Zahlungsstrom bzw. als einen Vorgang, der mit der Ausgabe von finanziellen Mitteln in das Investitionsobjekt beginnt und im Weiteren Zeitablauf Einnahmen (und auch Ausgaben) erwarten lässt. Durch diesen Strom lassen sich Investitionen in Kalkülen erfassen und bewerten. Analog dazu ist der Begriff der Finanzierung zu sehen. Finanzierung wird als Zahlungsstrom definiert, der mit einer Einnahme (Kreditauszahlung) beginnt und im weiteren Zeitablauf Ausgaben (Zins und Tilgung) erwarten lässt.
Dieser Zahlungsstrom der Investition wird dann in den verschiedenen Methoden der Investitionsrechnung erfasst. Mit dem ermittelten Ergebnis kann dann eine Aussage über die Vorteilhaftigkeit der Investition getroffen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung steuerlicher Aspekte für Investitionsentscheidungen und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Unternehmensziele und Investitionskalküle: Dieses Kapitel stellt den Stakeholder- und Shareholder-Ansatz als theoretische Grundlage für unternehmerische Entscheidungen vor.
3. Die betriebliche Investitionsentscheidung: Hier werden die Grundlagen der Investitionsrechnung, klassische Verfahren sowie der Investitionsbegriff umfassend dargestellt.
4. Der steuerliche Einfluss im Unternehmen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über steuerliche Grundlagen, Steuerarten und deren Relevanz für betriebliche Entscheidungen.
5. Steuern im Investitionskalkül: Die Problematik der Zurechnung von Steuern auf Investitionen wird analysiert und ein Ertragsteuersatz hergeleitet.
6. Methoden der steuerlichen Integration: Die Arbeit vergleicht verschiedene Modelle zur Integration von Steuern in Investitionskalküle, insbesondere Kapitalwert- und Endwertmethoden.
7. Das Steuerparadoxon: Das Phänomen, bei dem sich Vorteilhaftigkeiten durch Steuern umkehren können, wird analysiert und mittels Endwertmodellen aufgelöst.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Steuern in der Investitionsanalyse explizit zu berücksichtigen.
Investitionsrechnung, Steuern, Investitionsentscheidung, Kapitalwertmethode, Ertragsteuern, Unternehmensziele, Vollständige Finanzpläne, Steuerparadoxon, Steuerbelastung, Finanzierung, Gewinnmaximierung, Cash Flow, Nettomethode, Bruttomethode, Steuerrecht.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration steuerlicher Auswirkungen in betriebliche Investitionsrechnungsverfahren, um eine präzise Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten unter realen steuerlichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.
Die zentralen Felder umfassen die Investitionsrechnung, die betriebliche Steuerlehre, die Herleitung von Ertragsteuersätzen sowie die Analyse verschiedener Modelle zur steuerlichen Integration, wie das Basismodell, das Zinsmodell und die Methode der vollständigen Finanzpläne.
Das primäre Ziel ist es, die Problematik der Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen darzulegen und durch Modellbeispiele Lösungen aufzuzeigen, die eine Einbeziehung der Steuerbelastung in die Vorteilhaftigkeitsberechnung ermöglichen.
Der Autor verwendet eine analytische und modellbasierte Vorgehensweise, bei der theoretische Konzepte wie der Stakeholder- und Shareholder-Ansatz mit finanzmathematischen Formeln und beispielhaften Fallrechnungen zur steuerlichen Integration kombiniert werden.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Investitionsrechnung, die steuerlichen Einflussfaktoren im Unternehmen, die Problematik der Zurechnung von Steuern sowie die konkrete methodische Umsetzung der steuerlichen Integration mittels verschiedener Barwert- und Endwertmodelle.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Investitionsrechnung, Ertragsteuern, Kapitalwertmethode, Vollständige Finanzpläne (VOFI) und Steuerparadoxon definieren.
Das Steuerparadoxon bezeichnet das Phänomen, dass sich die Vorteilhaftigkeit einer Investition nach Steuern scheinbar erhöht oder umkehrt, was primär durch die unterschiedliche Handhabung von steuerlichen Effekten und Abschreibungen in verschiedenen Modellen verursacht wird.
Vollständige Finanzpläne (VOFI) sind laut Autor besonders vorteilhaft, da sie als dynamische Endwertmodelle flexibler sind, keine einschränkenden Prämissen bezüglich Zinssätzen erfordern und die Finanzstruktur sowie steuerliche Konsequenzen explizit und umfassend in die tabellarische Darstellung einbeziehen.
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