Diplomarbeit, 2006
123 Seiten, Note: 1,0
1 EINFÜHRUNG
2 DIE GESCHICHTE DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
2.1 DIE ANFÄNGE DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
2.1.1 Ökonomie, Wirtschaft, Pädagogik, Erziehung
2.2 DIE VERANKERUNG DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
2.2.1 Friedrich Schlieper
2.2.2 Alfons Dörschel
2.3 AUFKOMMENDE ZWEIFEL AN DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
2.3.1 Wolfgang Ritzel
2.3.2 Jürgen Zabeck
2.4 ZUR GEWISSHEIT DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK IN UNSICHERER MITTE
2.4.1 Ein Verhältnis als Struktur
3 DER VERMEINTLICHE UNTERGANG DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
3.1 BESTANDSAUFNAHME: DIE GEGENWÄRTIGE AUSBILDUNGSSTRUKTUR DER DIPLOM-HANDELSLEHRER
3.1.1 Allgemeine Sachverhalte und Regelungen
3.1.2 Das wirtschaftspädagogische Grundstudium
3.1.3 Das wirtschaftspädagogische Hauptstudium
3.1.4 Die Besonderheiten des wirtschaftspädagogischen Studiums
3.2 GRUNDLAGEN DER MASTER- UND BACHELORSTUDIENGÄNGE
3.2.1 Gründe für die Einführung einer konsekutiven Studienstruktur
3.2.2 Nationale und internationale Konferenzen im Zuge des Bologna-Prozesses
3.3.2.1 Die Sorbonne-Erklärung
3.3.2.2 Die Bologna-Erklärung
3.3.2.3 Das Prager Communique
3.3.2.4 Die Berlin-Konferenz
3.3.2.5 Die Konferenz in Bergen
3.3 DIE RECHTLICHE UMSETZUNG DES BOLOGNA-PROZESSES IN DEUTSCHLAND
3.3.1 Beschlüsse auf Basis des europäischen Rechts
3.3.2 Beschlüsse auf Basis des Bundesrechts
3.3.3 Beschlüsse auf Basis der Kultusministerkonferenz
3.4 CHARAKTERISTISCHE ELEMENTE DER MASTER- UND BACHELORSTUDIENGÄNGE
3.4.1 Die konsekutive Studienstruktur und die Abschlüsse Master und Bachelor
3.4.2 Die Modularisierung
3.4.2.1 Allgemeine Kritik an der Modularisierung
3.4.2.2 Die Modularisierung der Studieninhalte aus dem Blickwinkel der Komplementarität
3.4.2.3 Komplementarität als unverzichtbares Prinzip im tertiären Bildungssektor – Ein Exkurs
3.4.3 Das Leistungspunktesystem
3.4.3.1 Allgemeine Kritik am Leistungspunktesystem
3.5 EINE ABSCHLIEßENDE GEGENÜBERSTELLUNG DER DIPLOM- UND BACHELOR- / MASTER-STUDIENGÄNGE
4 DIE ZUKUNFT DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
4.1 DIE FOLGEN DER MODULARISIERUNG AUF DIE HANDELSLEHRERAUSBILDUNG
4.2 DER VERFALL DER BERUFLICHEN IDENTITÄT DER HANDELSLEHRER
4.3 KONKRETE UMSETZUNGEN DER NEUEN STUDIENSTRUKTUR
4.4 DER MASTERSTUDIENGANG WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
4.5 DER VERLUST DER POLYVALENZ DURCH DIE EINFÜHRUNG DER KONSEKUTIVEN STUDIENSTRUKTUR
4.6 DIE ZUKÜNFTIGE EINGLIEDERUNG UND GEHALTGRUPPIERUNG DER BERUFSSCHULLEHRER
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Arbeit untersucht kritisch die Auswirkungen der Hochschulreform, insbesondere der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen gemäß des Bologna-Prozesses, auf das etablierte deutsche Diplom-Handelslehramt. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob durch diese Umstrukturierung die wissenschaftliche und fachliche Integrität der Wirtschaftspädagogik gefährdet wird und ob sie in ihrem Bestand als eigenständige Disziplin bedroht ist.
Die Anfänge der Wirtschaftspädagogik
Da die Anfänge der Wirtschaftspädagogik kaum bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurückreichen, handelt es sich um eine noch sehr junge Hochschuldisziplin. Überdies wird Sie allzu häufig lediglich als eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft angesehen.
Um dieser Fehleinschätzung entgegenzuwirken, befindet sich die Wirtschaftspädagogik seit ihrem Aufbruch auf der Suche nach Legitimation, Autonomie und Anerkennung als eigenständige Disziplin.
Nichtsdestoweniger kann die Frage, ob die Wirtschaftspädagogik faktisch als eigenständige Fachrichtung betrieben werden ’darf’, nicht ohne eingehende Betrachtung ihrer Tradition beantworten werden.
Dazu muss zunächst festgehalten werden, dass weder von ’der einen’ deutschen Erziehungswissenschaft gesprochen werden kann, sondern dass verschiedenartige „Lehrmeinungen“ innerhalb dieser Ausrichtung existieren und aus diesem Grunde genau so wenig von ’der einen’ Berufs- und Wirtschaftspädagogik die Rede sein kann. Vielmehr sind in letztgenannter Fachrichtung nahezu alle Strömungen, Ansätze und Einflüsse der Erziehungswissenschaft zu erkennen, sodass sich ihre gesamte Vielfalt deutlich in der Wirtschaftspädagogik widerspiegelt.
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung der Qualität von Handelslehrern für das kaufmännische Bildungswesen und führt die Problematik der aktuellen Hochschulreform ein.
2 DIE GESCHICHTE DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung und die Suche nach disziplinärer Eigenständigkeit der Wirtschaftspädagogik nach.
3 DER VERMEINTLICHE UNTERGANG DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK: Eine detaillierte Bestandsaufnahme der Diplom-Studiengänge sowie eine Analyse der Auswirkungen von Bologna, Modularisierung und Leistungspunkten auf die wissenschaftliche Tiefe der Lehre.
4 DIE ZUKUNFT DER WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel diskutiert die konkreten Folgen der Umstellung für die Handelslehrerausbildung, einschließlich des Identitätsverlusts und berufsrechtlicher Aspekte.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Kritikpunkte zusammen und bestätigt die Forschungsfrage, dass der eingeschlagene Reformweg den Untergang der traditionellen Wirtschaftspädagogik zur Folge hat.
Wirtschaftspädagogik, Diplom-Handelslehrer, Bologna-Prozess, Hochschulreform, Modularisierung, ECTS, Polyvalenz, Komplementarität, Masterstudiengang, Bachelorstudiengang, Fachdidaktik, Wissenschaftsfreiheit, Berufsqualifizierung, Lehrerbildung, Studienstruktur
Die Arbeit analysiert kritisch die Einführung konsekutiver Master- und Bachelorstudiengänge in der Wirtschaftspädagogik und deren Auswirkungen auf die Qualität der Handelslehrerausbildung in Deutschland.
Sie befasst sich mit der historischen disziplinären Entwicklung der Wirtschaftspädagogik, der Struktur des traditionellen Diplomstudiums, dem Bologna-Prozess sowie den Folgen von Modularisierung und Creditpoints auf die Lehrerausbildung.
Das Ziel ist es, zu erforschen, ob durch die Umstrukturierung des Studiums eine faktische Verdrängung des etablierten Diplomstudiengangs erfolgt und ob die Wirtschaftspädagogik ihre Funktion als eigenständige Disziplin verliert.
Die Arbeit nutzt eine strukturelle und kritische Analyse bestehender Rahmenordnungen, bildungspolitischer Beschlüsse sowie theoretischer Bildungskonzepte (insbesondere der Komplementaritätstheorie), um die Auswirkungen der Reform zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Fachgeschichte, eine Bestandsaufnahme des bestehenden Diplomstudiums, eine rechtliche Einordnung des Bologna-Prozesses und eine kritische Analyse der Modularisierung und konsekutiven Studienstruktur.
Die zentralen Begriffe sind Wirtschaftspädagogik, Bologna-Prozess, Modularisierung, Polyvalenz, Komplementarität und die Qualitätssicherung in der Lehrerausbildung.
Die Arbeit argumentiert, dass die Auflösung von inhaltlich zusammenhängenden Fächern in modulare Einheiten das wissenschaftliche Fundament schwächt und die ganzheitliche Ausbildung von Handelslehrern erschwert.
Es beschreibt, dass die Flexibilität und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Absolventen durch eine zu frühe und einseitige Spezialisierung im neuen Studiensystem verloren gehen.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die durch die Reform erzeugten Beeinträchtigungen und die Zerstörung des bewährten Fundaments in der Fachausbildung eine eindeutige Verschlechterung der Qualität bedeuten.
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